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Periodical volume I. Bevölkerung und Stadtgebiet

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1910/1911

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im Deutschen Stadtteil (727.3) und in der Innenstadt (770.9), niedriger dagegen im 
Köllnischen (541.1), Treptower (553.0), Berliner (558.8), Tempelhofer Stadtteil (601.1) 
und im Stadtteil Hasenheide (622.3).
Bemerkenswert hoch war der Anteil der Berliner Grundbesitzer im Treptower 
(258.8), Tempelhofer (236.7) und Köllnischen Stadtteil (232.9), während sie in der 
Innenstadt nur mit 117.6 Pm. vertreten waren.
Der Anteil der nicht in Neukölln wohnenden Einzeleigentümer am Grundbesitz 
betrug für das ganze Stadtgebiet im Durchschnitt 346.5 Pm.; geringer war er in der 
Innenstadt (229.1), im Deutschen (272.7) und Britzer Stadtteil (277.6), höher im Stadtteil 
Hasenheide (377.7), im Tempelhofer (398.9), Berliner (441.2), Treptower (447.0) und am 
stärksten im Köllnischen Stadtteil (458.9). Im ganzen Stadtgebiet war also mehr als 
ein Drittel der Einzeleigentümern gehörigen Grundstücke im Besitze von Personen, 
die ihren W ohnsitz außerhalb Neuköllns hatten. Hierbei ist jedoch zu beachten, daß 
die obigen Zahlen nur die Einzeleigentümer betreffen, daß dagegen Grundstücke, die 
im Besitze von mehreren physischen Eigentümern oder von juristischen Personen 
standen, nicht berücksichtigt worden sind.
Gärtnerische Anlagen waren auf 1950 Grundstücken zusammen 2421 vorhanden. 
Davon hatten 49 Grundstücke nur Vorgärten, 316 nur Hintergärten, 1132 nur gärtne­
rischen Hofschmuck. Vor- und Hintergärten waren in 45, Vorgärten und Hofschmuck 
in 147, Hintergärten und Hofschmuck in 243, alle drei Arten von Gartenanlagen in 
18 Grundstücken zu finden. Die größte Anzahl gärtnerischer Anlagen überhaupt war 
mit 471 im Tempelhofer, 459 im Berliner und 381 im Britzer Stadtteil zu bemerken, 
die geringste Zahl im Treptower Stadtteil mit 97. Die meisten Vorgärten (71 von 
259 überhaupt) fanden sich im Britzer, die wenigsten (5) im Berliner Stadtteil, die 
zahlreichsten Hintergärten im Tempelhofer (128) und Berliner (121 von 622 überhaupt), 
die wenigsten im Treptower Stadtteil (11), die zahlreichsten Hofschmuckanlagen im 
Berliner (333) und Tempelhofer Stadtteil (302 von 1540 insgesamt), die wenigsten im 
Treptow er Stadtteil (74).
7. Die Grundstücke mit G artenanlagen in den Stadtteilen.
G r u n d s t ü c k e
mit mit
Stadtteile
Vor­ Hinter- gärtner.Hof- I und 1 und 2 und 1, 
gärtner.
2 und 1 Anlagen
gartens 1] gärten[2] schm . [3] 2 3 3 3 überhpt.
Berliner Stadtteil 2 50 262 68 3 385
Stadtteil Hasenheide 3 39 102 7 35 7 4 197
Tempelhofer Stadtteil 6 41 188 4 31 83 — 353
Britzer Stadtteil 22 64 161 13 28 14 8 310
Treptow er Stadtteil 2 3 59 1 8 6 1 80
Köllnischer Stadtteil — 19 125 1 10 40 1 196
Innenstadt 6 63 102 15 25 13 1 225
Deutscher Stadtteil 8 37 133 4 10 12 — 204
Stadt Neukölln überhpt. 49 316 1132 45 147 243 18 1950
Einen Einblick in die architektonische Gliederung Neuköllns gew ährt die Tabelle 8. 
Das Vorherrschen des mehrstöckigen M ietshauses fällt besonders ins Auge. Nur noch 
898 (132.1 Pm.) aller Gebäude waren einstöckig, zwei Stockwerke hatten 263 (38.7), 
deren drei 199 (29.2), deren vier 679 (99.9), während 4760 (700.1 Pm.) fünf und m ehj 
Stockwerke aufwiesen. An Kellerwohnungen waren noch 170 vorhanden, d. h. in 
jedem 40. Hause Neuköllns überhaupt oder in jedem 35. W ohnhause waren noch eine 
oder mehrere Kellerwohnungen zu finden. Die überwiegende Mehrzahl der Gebäude, 
5755 (846.5 Pm.), diente hauptsächlich zu Wohnzwecken, während nur 325 (47.8 Pm.)
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