Path:
Periodical volume XVI. Finanz- und Kassenwesen

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1910/1911

—  258 —
Die Bestände der Wertpapiere bei den Sammelfonds haben sich im Jahre 1910 
um 1 191 066 M. erhöht und 1911 um 96 258.53 M. vermindert.
Die Depositalverwaltung trat im Rechnungsjahr 1910 an 57 Tagen zusammen 
und erledigte 432 Einnahmen und 360 Ausgaben; im Rechnungsjahr 1911 wurden an 
57 Tagen 557 Einnahmen und 345 Ausgaben abgewickelt. Die ordentlichen Revisionen 
der städtischen Kassen wurden allmonatlich am 18. vorgenommen. Am 3. März" 1911 
und 29. Februar 1912 fanden außerordentliche Revisionen statt.
Der Umsatz an barem Gelde hat betragen:
a) in der S tadthauptkasse.
1910 1911
Einnahme........................... 60 193 614.20 M. 65 926 326.62 M.
A u s g a b e ........................... 58 074 365.94 „ 63 188 704.95 „
Zusammen: 118 267 980.14 M. 129 115 031.57 M.
Die Zahl der Abfertigungen betrug 1910: 63 633, 1911: 70 346.
b) in der Steuerkasse.
1910 1911
Einnahme  8 013 352.54 M. 8 555 173.06 M.
A u s g a b e ........................... 8 013 352.54 „ 8 555 173.06 „
Zusammen: 16 026 705.08 M. 17 110 346.12 M.
Die Zahl der Abfertigungen betrug 1910: 262 307, 1911: 298 093.
Das im Jahre 1909 zur Einführung gekommene Steuerbringverfahren hat sich 
bisher gut bewährt. Die Steuereinziehung konnte in den vierteljährlichen Terminen 
pünktlich und mit guten Erfolgen durchgeführt werden. Weiter ausgebaut ist die 
Einziehung und Zahlung der Steuern durch die Bankanstalten durch Eröffnung von 
Depositenkonten bei der Dresdner Bank, bei der Commerz- und Diskonto-Bank und 
bei der Diskontogesellschaft. Einen bedeutenden Umfang hat auch der Verkehr der 
Steuerzahler durch das Kaiserliche Postscheckamt in Berlin angenommen. Die Zahl der 
jährlich gestiegenen fruchtlosen Pfändungen hat Veranlassung dazu gegeben, einen 
Kontrollbeamten für die Vollziehungsbeamten einzustellen, dessen Aufgabe es ist, den 
Dienst derVollziehungsbeamten in allen seinen Teilen zu überwachen, und in geeigneten 
Fällen Stichproben daraufhin vorzunehmen, ob alle Wege zur erfolgreichen Durch­
führung des Zwangsbeitreibungsverfahrens erschöpft sind.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.