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Periodical volume XV. Steuerverwaltung

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1910/1911

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Sie setzt sich folgendermaßen zusammen:
Steuer aus
a b c d
E tats­ T anzbelustigungen, Schaustellungen, Vorführungen  VorträgenKonzerten, Vor­ W ürfelbuden, . , Summe
jahr trägen, Theater­ Karussels uurcn auf
vorstellungen usw. Schaukeln usw.*) 1 Kinematographen Orchestrions
Mark
1910 5612 5198 11 452 1012 23 274 
1911 6298 7234 15 405 652 29 589
Es waren vorhanden am Ende des Etatsjahres
1910: 18 Tanzlokale, 19 Kinematographen, 16 Orchestrions,
1911: 20 „ 27 „ 13
Es fanden folgende steuerpflichtige V eranstaltungen statt:
1910 1911 1910 1911
1. Oeffentl. Tanzbelustigungen . . 405 453 4. Vereinsfestlichkeiten, bestehend
2. Oeffentl. Konzerte, Theater- und aus Konzert, Theater, Tanz oder
Spezialitäten-Vorstellungen, teils nur aus Tanz .................................. 403 574
mit, teils ohne anschließendenTanz 458 658 5. M askenbälle und Kostümfeste 93 127
3. Oeffentl. Vorträge von Sänger­ 6. Bockbierfeste größeren Umfangs 76 68
gesellschaften, m eistens mit an­ 7. L a u b e n fe s te ........................................ 156 145
schließendem  T a n z ....................... 162 134
Die Zahl der nicht der Steuerpflicht unterliegenden mannigfachen g e s c h lo s s e n e n  
Vereinsveranstaltungen dürfte jährlich etwa 100 betragen.
d) Biersteuer.
Die Biersteuer gelangte im Jahre 1910 zur E rhebung nach der O rdnung vom
5. März 1898 und beträgt für das im Orte gebraute Bier 50 Pz. Zuschlag zur Reichs-
Brausteuer, für das eingeführte Bier 0.65 M. pro Hektoliter.
E ingegangen sind 121 427.03 M. bei einem Etatssoll von 105 000 M.
Vom 1. Juli 1911 wird die Biersteuer nach M aßgabe der Steuerordnung vom
6. April 1911 mit gleichen Sätzen für das hier gebraute und das eingeführte Bier er­
hoben. Die S teuer beträgt 0.30 M. pro hl für Bier mit einem Alkoholgehalt bis
höchstens 13/* Pz.d er Raummenge, 0.65 M. pro hl für Bier mits tärkerem Alkohol­
gehalt. E ingegangen sind im Jahre 1911 bei einem Etatssoll von 135 000 M.
für das sog. einfache Bier 5 923.40 M.
„ übrige Bier . . . 134 423.92 „
Sa. 140 347.32 M. 
e) Hundesteuer.
Die H undesteuer wird nach M aßgabe der Steuerordnung vom 1. April 1909 
erhoben und beträgt für jeden Hund 30 M. Es sind eingegangen bei einem Etatssoll 
von je 100 000 M. i. J. 1910: 95 287 und i. J. 1911: 100 065 M.
0  Schankerlaubnissteuer.
Auf Grund der S teuerordnung vom 6. April 1911 gelangt die Schankerlaubnis­
steuer seit dem 20. April 1911 zur Erhebung. Die Besteuerung erfolgt je nach der 
Höhe des jährlichen E rtrages sowie des Anlage- und Betriebskapitals in 5 Klassen und 
beträgt in Klasse V 150 M., in Klasse IV 250 M., in Klasse III 400 M., in Klasse II 
600 M., in Klasse I 800 M. Im Falle der Erlaubnis zum Betriebe einer n e u e n  Wirt­
schaft beträgt die S teuer das Doppelte dieser Sätze.
Die Ist-Einnahm e betrug i. J. 1911: 42 714 M. bei einem Etatssoll von 80 000 M.
*) Einschl. der Veranstaltungen in der „Neuen Welt“.
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