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Periodical volume XIII. Feuerlöschwesen

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1910/1911

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stark die relative S teigerung der Kosten gerade für das Feuerlöschwesen in den 
letzten 3 Jahrzehnten gewesen ist, geht daraus hervor, daß im Jahre 1878 die Kopf­
quote nur 4 Pf., im Jahre 1898 nur 7 Pf. betragen hatte.
Der Wert des Brandschadens stellte sich in Neukölln in Tausenden Mark 1900 
bis 1909 folgenderm aßen: *)
1900: 608 1902: 53 1904: 99 1906: 116 1908: 181
1901: 232 1903: 88 1905: 82 1907: 107 1909: 140
XIV. Straßenreinigung 
und -Besprengung, Kranken- und Leichenfuhrwesen.
1. Straßenreinigung und -Besprengung.
Die Reinigung und Besprengung der Straßen und Plätze einschließlich der 
B ürgersteige erfolgt seit dem Jahre 1887 durch die Stadt in eigener Regie. Zu 
diesem Zwecke sind auf den Grundstücken Em ser Straße 132 und Berliner Straße 35/39 
Straßenreinigungsdepots mit den erforderlichen Maschinen, W agen, Pferden und 
Reinigungsutensilien untergebracht. Die Gebäude auf dem Depot in der Em ser Straße 
sind in den Berichtsjahren durch einen Neubau ersetzt, welcher Ende April 1912 be­
zogen werden konnte. Dafür wurde das Depot auf dem Grundstücke Erkstraße 22/25 
völlig aufgehoben. In dem neuen Depot, das mit allen modernen Einrichtungen aus­
gestattet ist, ist u. a. auch ein großer Aufenthaltsraum und reichliche Badegelegenheit 
für die Angestellten der Straßenreinigungsanstalt vorgesehen. W ährend der Spreng- 
periode des Somm ers 1911 mußten infolge des durch den Neubau auf dem G rund­
stück Em ser Straße 132 eingetretenen Platzmangels ein provisorisches Depot auf dem 
Grundstück Richardstraße 111 in den dort vorhandenen Stallungen eingerichtet werden.
Zur Durchführung einer ordnungsm äßigen Reinigung ist das Stadtgebiet in 
11 Kehrbezirke eingeteilt. Zur Zeit der Berichterstattung bestand der Fuhrpark aus: 
64 Pferden, 2 Asphaltwaschmaschinen, 8 Kehrmaschinen, 22 Kehrichtwagen, 5 Schnee­
pflügen, 28 Kehrichtkarren, 7 Arbeitswagen, 30 Sprengwagen, 4 Handsprengwagen, 
1 Handkehrm aschine, 2 Kehrichtsammelapparaten, 1 Kutschwagen und 5 Schneekarren.
Die Arbeitswagen werden hauptsächlich zum Koks- und Kohlentransport für die 
städtischen Gebäude und zu Fuhrenleistungen bei der Gartenverwaltung verwendet. 
Es wurden angefahren
1910: 35 465 hl Koks und 13 400 Ztr. Briketts,
1911: 42 867 „ „ „ 12 600 „
Das Personal bestand zur Zeit der Berichterstattung aus: 9K olonnenführern,
109 Fegern und Burschen, 27 Kutschern, 3 Stalleuten, 1 Schirrmeister, 3 Schmieden,
1 Sattler, 1 Lackierer und 2 Schreibern.
Neben dem ständigen Personal wird im Sommer noch eine Anzahl von Spreng­
wagenkutschern und im W inter eine Anzahl von Hilfsarbeitern zur Schneebeseitigung 
beschäftigt.
Im Somm er 1910 ist für die einzelnen Kategorien eine einheitliche Dienstkleidung 
eingeführt worden. W ährend des Somm ers 1911, der an die Angestellten der städti­
schen S traßenreinigungsanstalt wegen der großen Hitze besonders hohe Anforderungen 
stellte, wurden ihnen anstelle der schweren Mützen leichte Strohhüte geliefert. Es 
wurde die E inrichtung zweier Straßenaufseherstellen beschlossen und die Besetzung 
dieser Stellen in die W ege geleitet.
*) N ach dem  Statistischen  Jahrbuch für den P reu ß isch en  Staat 1911. S eite  355.
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