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Periodical volume XI. Versicherung des städtischen Vermögens und der städtischen Beamten

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1910/1911

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Die V ersicherungsbeiträge hat die Städtefeuersozietät für die Provinz Brandenburg 
übernomm en, solange die Stadtgem einde einen angem essenen Versicherungsbestand 
bei ihr unterhält.
Da die Sozietät mit 30 Pz. an der Konsortialfeuerversicherung beteiligt ist, bleibt 
diese V ergünstigung vorläufig bis zum Ablauf dieses Vertrages, 1. Juli 1913, bestehen.
Mit der Lebensversicherungsgesellschaft „G erm ania“ in Stettin ist am 1. April 1911 
für die hiesigen höheren und Mittelschulen eine K o l l e k t i v s c h ü l e r v e r s i c h e r u n g  
abgeschlossen worden.
Die Gesellschaft gew ährt gegen eine Jahrespräm ie von 1.50 M. bei Unfällen 
innerhalb des Schulgrundstücks sowie außerhalb des Schulgrundstücks bei den von 
der Schule veranstalteten Ausflügen, Spielen, Besichtigungen, W ettspielen usw. und 
bei Unfällen auf dem Schulwege den verunglückten Schülern und Schülerinnen, so­
lange sie nicht am Unterrichte teilnehm en können, eine Tagesentschädigung von 3 M., 
bei dauernder Invalidität ein Kapital bis zu 6000 M. und im Todesfälle den Hinter­
bliebenen einen Betrag von 3000 M.
Gegen Zuschläge zur Präm ie können sich die M itglieder des Lehrerkollegiums 
und die Schuldiener an der Versicherung beteiligen.
Im ersten Versicherungsjahre hatte die Gesellschaft in 20 Fällen zusammen 
500 M. Entschädigungen zu zahlen.
An der Versicherung waren rd. 1250 Schulkinder beteiligt.
Die Präm ieneinnahm e betrug rd. 1800 M. und wurde von den Eltern der schul­
pflichtigen Kinder bzw. von den verschiedenen Lehrern und Schuldienern aufgebracht.
7. Maschinenbeschädigungsversicherung.
Die Deputation für die städtischen Beleuchtungsanstalten beschloß im November 
1911, die M aschinen des städtischen Elektrizitätswerkes wegen der erheblichen Be­
schädigungsgefahr gegen Schäden zu versichern.
Ein von der Direktion der städtischen W erke bereits von der Vers.-Ges. Allianz 
eingefordertes Angebot über 1113 M. wurde nach mehrfachen Verhandlungen und
Einforderung w eiterer Angebote von anderen Gesellschaften auf 608 M. ermäßigt.
Die Versicherung wurde nunm ehr auf 5 Jahre abgeschlossen.
Die M aschinen und maschinellen Vorrichtungen haben einen W ert von 563000 M. 
Die Gesellschaft hat für Schäden bis zum Betrage von 1000 M. keinen Ersatz 
zu leisten, im übrigen kann sie für die 1000 M. übersteigende Schadenssum m e voll 
in Anspruch genom m en werden, für diejenigen Schäden, die an den versicherten 
G egenständen entstehen:
a. infolge von Unfällen durch den Betrieb,
b. infolge Ungeschicklichkeit, Fahrlässigkeit oder Böswilligkeit der Arbeiter oder
anderer Personen,
c. durch Sturm, W olkenbruch und Eisgang,
d. infolge von Kurzschluß,
e. bei M ontage oder Demontage innerhalb des Betriebsgrundstücks,
f. infolge Guß- und Materialfehler.
8. Tätigkeit des Magistrats in den Angelegenheiten der Feuersozietät.
Der M agistrat hat von am tswegen die örtlichen Geschäfte der Städtefeuersozietät 
für die Provinz Brandenburg zu führen. Diese bestehen in der Hauptsache in der 
Führung  des Sozietätslagerbuches und in der Einziehung der Jahres- und der Stück­
beiträge sowie in der unverbindlichen A bschätzung von Feuerschäden.
Als Entschädigung erhält der M agistrat 3 Pz. der eingezogenen Beiträge.
Die Sozietät unterhielt in Neukölln einen Versicherungsbestand von 10917500 M. 
am 1. Januar 1911 und von 11 900300 M. am 1. Januar 1912. Die Jahrespräm ie 
betrug am 1. Januar 1911: 4200 M. und am 1. Januar 1912: 4700 M.
        
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