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Periodical volume IV. Erziehunge- und Bildungswesen

Full text: Verwaltungsbericht der Stadt Neukölln Issue 1910/1911

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ln den B erich tsjahren  fanden 24 A bonnem ents-V orstellungen  (M ittw ochs) und 
28 S o n n tags-V orste llungen  statt.
Die V olksvorstellungen stiegen vom vierten Ja h re  (1908/09) mit 6 V orstellungen 
auf 9 V orstellungen im fünften Jah re  und erreichten  in den B erich tsjahren  die H öhe 
von 12 V orstellungen . Das E intrittsgeld  betrug  20 bis 80 Pf. Die Zahl der S ch ü ler­
vorstellungen  w uchs an von 4 (3 für G em einde- und 1 für höhere Schulen) im ersten  
Jah re  auf 5 (4 bzw. 1) in den folgenden Jah ren . Der Spielplan um faßte in den 
sieben Ja h re n : K olberg, W ilhelm Teil, M inna von B arnhelm , Die R äuber, W ilhelm  Teil, 
W eh dem  der lügt, Kolberg. Die S onn tagsnachm ittags-V orste llungen  des A rbeiter- 
B ildungsausschusses w urden in den B erichtsjahren von 9 auf 14 verm ehrt. D er S piel­
plan enthielt die literarisch bedeutendsten  W erke der Spielzeiten . N eben diesen 
V orstellungen w urden schon vom zw eiten Spieljahre an hin und w ieder gesch lossene  
V ereinsvorstellungen  veranstaltet, und zw ar für den T urnvere in  „ Ja h n “, Schw im m ­
verein „U nion“, die V ereine der K avalleristen und der A rtilleristen, der W erkm eister, 
des B ürgervereins, für die Schaffner und F ah re r der N euköllner S traßenbahn  usw.
Die S u b v e n t i o n  der S tad t be trug  im ersten  Ja h re  2500 M., s tieg  im zw eiten 
auf 5000 M., im v ierten  auf 6000 M., im sechsten  auf 7000 M. und hat sich im
siebenten  auf d ieser H öhe erhalten .
Im Laufe der zurückliegenden  sieben W interspielzeiten  sind die bedeutendsten  
W erke unserer K lassiker: L essing, Schiller, G oethe, S hakespeare  und die hervo r­
ragendsten  D ram en der neueren  in- und ausländischen  L iteratu r aufgeführt w orden,
außerdem  eine ganze Reihe e rhe ite rnder Lustspiele, V olksstücke, P ossen  und Schw änke. 
Auch dem B edürfnis des Publikum s nach O pern- und O pere ttenvorste llungen  kam die 
D irektion en tgegen , indem  sie  E nsem ble-G astspiele von O pern- und O pere ttengesell­
schaften auf der N euköllner B ühne veranstalte te.
7. Volkstümliche Vorträge.
Die seit dem  Jah re  1908 e ingerich teten  volkstüm lichen V orträge hatten  sich auch 
in der B erichtszeit eines gu ten  B esuches zu erfreuen und sind zu e iner beliebten 
ständ igen  E inrich tung  unserer S tad t gew orden . D er Kreis der V eransta ltung  volks­
tüm licher V orträge w urde im Ja h re  1910 durch die A ufnahm e von V olkssym phonie­
konzerten  und im Ja h re  1911 durch die A ufnahm e von K am m erm usikabenden  in das 
Program m  bedeu tend  erw eitert. E rm öglicht w urde d ies durch die E rh ö h u n g  zu r V er­
fügung  geste llte r M ittel auf 900 M. im Ja h re  1910 und 1500 M. im Ja h re  1911. Das 
Ziel, E in füh rung  g u te r M usik zu volkstüm lichen P reisen  (60 und 30 Pf.), ist vollkom m en 
erreich t w orden . Die K onzerte und K am m erm usikabende, ausgefüh rt vom  B lüthner- 
O rchester und der B erliner T r io -V erein igung (P rofessoren  G rünfeldt, M ayer-M ahr und  
D essau), fanden eine äusserst g ü nstige  A ufnahm e und erm utigen  zu w e/ferem  V or­
gehen . E s fanden statt im B erichtsjahre 1910: 8 volkstüm liche V o rträg e , 3 V olks­
sym phoniekonzerte , im B erichtsjahre 1911: 6 volkstüm liche V orträge, 3 V olkssym phonie­
konzerte , 2 K am m erm usikabende.
Von der h iesigen  Zw eigstätte  des W issenschaftlichen Z entralvereins H um boldt- 
A kadem ie w urden mit U n terstü tzung  der S tadt in den B erich tsjahren  je 2 V ortrags­
zyklen veranstalte t. Die V eransta ltung  eines 3. Zyklus im Ja h re  1910 scheiterte  an 
e iner zu geringen  B eteiligung.
Die T hem en  und  P rog ram m e säm tlicher volkstüm lichen V orträge w urden  in einem  
gedruck ten  P rogram m kalender vereinigt, der an die In teressen ten  unentgeltlich  ab ­
g e g e b e n  w urde.
        
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