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Periodical volume 16. Januar 1920

Full text: Amtlicher stenographischer Bericht über die Sitzung der Stadtverordneten zu Neukölln Issue 1920

(Zuruf Radtke: D ann ziehe ich den A ntrag  zurück; so 
verschandeln wollen w ir u n s ihn nicht lassen!) D ann 
erübrigt sich eine Abstimmung.
H err F reund  zu einer persönlichen Bemerkung!
S tad tverordneter F reund  (U .S . P .) :  Ich m uß 
mich in  einer persönlichen Bemerkung gegen eine Ä uße­
rung  w ehren, die H err Treffert gegen mich hier vor­
gebracht hat, eine Ä ußerung, die soeben etw as näher 
spezifiziert und kasuistisch verklausuliert worden ist von 
H errn  Dr. Bierbach. E r hat von H errn  Tresfert selbst 
schon etw as gelernt. D as enge Zusam m enarbeiten in 
der F raktion  hat auch ihn schon in  gewissem S in n e  
angesteckt.
H err Treffert hat in  bezug aus mich und andere 
Fraktionssreunüe behauptet eine Tatsache, für die er 
auch nicht den Schatten  eines Beweises erbracht hat. 
H err D r. Bierbach h a t sa wohl im A uftrage des Dr. 
Treffert. (Z uruf: B is  jetzt noch nicht Doktor! Heiter­
keit) einen kleinen Zurückzieher gemacht, indem er un ter­
schied zwischen den Hetzern in der unabhängigen  P a rte i
und den anderen nachher G enannten, die nu r mit 
Schlagw orten hier arbeiten und Reden halten in diesem 
Hause. Ich meine, w er zwischen den Zeilen zu lesen 
versteht, dem ist klar, w as dam it gemeint ist. D as Erste 
und Las Zw eite ist selbstverständlich nicht zu trennen, 
und w enn m an  es auch versucht. H err Treffert hat für 
seine Behauptungen keinen B ew eis erbracht, und  ich 
w ürde d a s  Ausstellen einer solchen B ehauptung, für 
die ein B ew eis nicht erbracht ist und nicht erbracht w er­
den kann, außerhalb dieses Hauses eine bewußte Lüge 
nennen —  aber n u r  außerhalb dieses Hauses, nicht 
hier! (Vorsteher: J a ,  ich verstehe recht gut, Herr 
F reund! Heiterkeit.) In n e rh a lb  dieses Hauses begnüge 
ich mich dam it, diese Aussage des H errn  Treffert auf 
das von  m ir schon einm al hier charakterisierte Konto zu 
setzen, auf d as  Konto der M ünchen-Gladbacher Feits- 
tänze. (Heiterkeit.)
Vorsteher: W ir w ären  über diesen P unkt hinweg, 
und dam it hätte die öffentliche Sitzung ihr Ende erreicht. 
Die öffentliche Sitzung ist geschlossen.
Schluß 12 Uhr 45 M in. nachts.
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