Path:
Periodical volume 12. November 1919

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1919

N ovem ber 1919
5tabto. Dr. Broh (zu r G eschäftsordnung): D ie  Stadtv. Will (z u r  G eschäftsordnung): I c h
Ansicht, die eben der H e rr  V orsteher a u sg e fü h rt h a t, möchte n u r  feststellen, daß  von  dein  B ü ro  bei der 
ist zw eifellos unrichtig . Ic h  frage S ie ,  welchen S i n n  F rageste llung , w er fü r den ersten T e il  d es  A ntrages, 
h ä tte  denn diese gesonderte A bstim m ung in  zwei ist, n u r  d ie  S e i te  gezäh lt w urde, d ie  die H ände er­
T e ilen , w enn nachher hoben ha tte . D a ra u fh in  ha tten  w ir  im  B ü ro  e rw ar­
te t, daß nach der G egenprobe gefragt w ürde . D a s  
(Glocke d e s  V orstehers) erfolgte nicht. Info lgedessen  kam der I r r t u m  her­
t a u s ,  d a ß  festgestellt w urde , d aß  diese 31 S t im m e n  
—  aber ich b itte , mich doch ausreden  zu lassen — , 'lediglich fü r  den ersten  T e il  d es  A n tra g e s  w aren . 
w enn nachher dieses A bstim m ungsresu lta t w ieder voll­ E s  m uß also aus alle F ä lle  nach richtiger B e u r te i­
kommen um gew orfen w erden soll. lung  noch e in m al d ie  G egenprobe s ta ttfinden , und 
\ zw ar m u ß  dann  die  andere S e i te  ausgezäh lt w e rd en
(Glocke des V orstehers.)
Vorsteher Dr. Borchardt: W enn der H e rr  B e i­
Vorsteher Dr. Vcrcharbt (un terb rechend): H e rr sitzer jetzt behauptet, daß  d a s  M iro  ebnen I r r t u m  
Mo siege B ro h . ick werde nicht du lden , daß durch I h r e  begangen h a t, so tr iff t  mich d a ran  keine S chu ld . 
A uslegung  die A bstim m ung irgendeines A bgeord­ W enn m ir  d a s  M iro  m it te i l t :  d a s  ist die M eh rh e it, 
neten  vergew altig t w ird . st) m uß  ich verkünden: der S a tz  ist angenom m en. 
i I m  ü b rig en  gebe ich zu, d a ß  ich ein  Versehen inso­
(S ta d tv .  Dr. B r o h :  W a s  heiß t denn d a s?  S ie  fe rn  gemacht habe, a ls  ich nicht die  E insprüche v o r­
können mich doch nicht unterbrechen!) ausgesetzt habe, d ie  hier seitens eines H erren  gegen 
\ Selbstverständliches erfolgen. W enn ich d a s  v o ra u s­
S i e  w aren  der M e in u n g , d a ß  jem and, w enn  er fü r geisehen hä tte , härte ich vorher gesagt: ich werde ab ­
-einen S a h  gestim m t h a t, für diesen S a tz  u n te r a llen  stimmen lassen, da g e trenn te  A bstim m ung verlang t 
U m ständen stim m en m uß. A ndere sind der M e in u n g , w ird , über den ersten S a tz , über den zw eiten Satz  
d a ß  diese A bstim m ung über einen Satz an  B e d in ­ und d an n  über den dadurch festgestellten A n tra g . E s  
gungen  geknüpft ist. D en  W illen  der V ersam m lung  ist. d a s  e tw as io Selbstverständliches, d a ß  ich über­
zum  A usdruck zu b ringen , davon w erde ich mich haup t nicht au f den G edanken gekommen b in , es 
nicht abb ringen  lasiert. w ürde sich dagegen E inspruch erheben: sonst hä tte  ich 
vor der A bstim m ung dieses Selbstverstm tbliche, w as 
(S ta d tv .  Dr. B r o  h : I c h  stelle fest, d a ß  ich — ) bisher bei u n s  und  in  a llen  arideren P a r la m e n te n  na tü rlicher B rauch ist, noch e inm al festgestellt. Ich  
—  S i e  haben jetzt nicht d a s  W o rt! bin  ab er jetzt in  einer peinlichen Lage dadurch, daß d a s  M iro  m ir  m itte ilt, es sei über den A u sfa ll der 
ersten A bstim m ung  .zweifelhaft, und ich sehe mich in  
(S ta d tv .  Dr. B r o h :  —  m itten  im  W o rt von I h n e n  der T a t  v e ran läß t, auch die erste A bstim m ung zu 
unterbrochen w orden  bin . S i e  dü rfen  m ir  doch nicht w iederholen. A ber auch dann  w ird  natürlich  die A b­
d a s  W o rt abschneiden!) stim m ung über den G esam tan trag  so, wie er durch 
die E inzelabstim m ung  gestaltet ist, erfolgen müssen.
—  Ic k  d a rf I h n e n  w ohl d as  W o rt abschneiden.
, Stadtv. Dr. Hertz (z u r  G eschäftso rdnung): Ic h  
(S ta d tv .  Dr. H e r t z :  A ber e is t nach zw eim aliger befinde mich im  Gegensatz zu der Auffassung des 
V erw a rn u n g , zu r Sache zu sprechen!) H e rrn  V orstehers. E s  ist. zw eifellos seine A ufgabe, 
bei einer A bstim m ung so abstim m en zu lassen, daß 
Stadtv. Dr. Broh: S i e  kennen die  G eschäfts­ die wirkliche M e in u n g  der V ersam m lung  zum  A u s ­
o rd n u n g  nicht, zum T eufel! D a s  ist ja  ganz u n e r­ druck kom m t. D a s  ist G rundsatz. Infolgedessen 
hö rt! w ird  bei A n träg en , w enn  A b än d eru n g san träg e  vor­
liegen, zunächst e inm al über den 9 lb än d e ru n g san trag  
(V orsteher Dr. B o r c h a r d t : D a s  W o rt zu r G e­ abgestim m t u nd  d a n n  über den G osam tan trag . A ber 
schäftsordnung — ) h ier liegt kein A b än d eru n g san trag  vor, sondern e in ­
fach der A n tra g , über den eigentlichen A n tra g  in 
S i c  d ü rfen  m ir  n u r  d a s  W o rt abschneiden, w enn zwei A bstim m ungen  zu entscheiden. D a  die beiden 
ich zw eim al v e rw arn t w orden  b in , tveil ich nicht zur A bstim m ungen über den ersten u n d  den zweiten A b­
Sache gesprochen habe, a b er  mich nicht unterbrechen, satz erfo lg t sind, so ist d a m it der A n tra g  in  seiner 
tvenn ich einen S ta n d p u n k t vertre te , der von dem G esam theit erschöpft. E s  kann deshalb gar keine 
Ih r ig e n  abweicht. W enn S i e  a ls  V orsteher d ie  G e ­ R ede dav o n  sein, daß  es gäschäftsordnungsm äßig  
schäftsordnung nicht genügend kennen, d an n  bebau re zulässig w äre, noch eine w eitere  G esam tabstim m ung 
ich es doppelt, d aß  w ir  nicht gleich zuerst fü r H errn  vorzunehm en.
Dr. Frentzel gestim m t haben. i I m  übrigen  betone ich, d aß  ich auch den V e r­
such, jetzt eine Inochmalige A bstim m ung  herbeizrt 
(G ro ß e  H eiterkeit.) führen , nicht a ls  geschästsordm m gsm äßig ansehen 
kann; denn es -ist ausdrücklich verkündet w orden, daß 
Ic h  b in  ja  sein G egner, aber e r kennt w enigsten» die der erste Absatz des A n tra g e s  angenom m en w orden 
G eschäftsordnung. ist. E s  h a t desha lb  jetzt die A bstim m ung über den 
zw eiten Absatz zu erfolgen.
Vorsteher Dr. Borchardt: H e rr Dr. B ro h  hat
jetzt nickt zu r G eschäftsordnung gesprochen. (Z u ru f :  E s  usti E inspruch erhoben!)
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.