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Periodical volume 5. März 1919

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1919

Sitzung am >. M ärz 1919
und die B ezirksleiter der sozialdemokratischen P a r -  D e r A ntrag  w ird  auf die T agesordnung der 
tk^chaben in  ihrem A usruf ausdrücklich erklärt: dort, nächsten Sitzung gesetzt werden.
wo der S tre ik  in  geheimer Abstim m ung m it M ehr­
heit beschlossen w ird, haben sich ihm die sozialdemo­ W eiter ist folgender A n trag  eingegangen:
kratischen A rbeiter zu fügen. W ir beantragen, daß die Schulaulen auch 
(Lebhafte R ufe: Schluß! —  Z u r  ^ache!) ferner zu Versam m lungen überlasten werden.
Dieser Beschluß der sozialdemokratischen F raktion , Chqxsottenburg, den 4. M ä rz  1919.
(E rneu te  R ufe: S ch luß!) I m  A ufträge der 
der die A rbeiter zum Streikbruch auffordert, F rak tion  der U nabhängigen Sozialdem okratie 
Dr. Hertz.
(W iederholte lebhafte R ufe: Z u r  Geschäftsordnung!)
macht es u ns unmöglich, für die V ertreter dieser Zugleich w ird für diesen A n trag  die D rin g ­
F rak tion  bei der V orstandsw ahl zu stimmen. lichkeit beantragt. D ie  Dringlichkeit ist beschloßen, 
wenn niem and der dringlichen B ehandlung des A n ­
(S e h r  richtig! bei den unabhängigen trag s  widerspricht. —  D a s  geschieht nichts ich stelle 
Sozialdem okraten.) fest, daß fü r diesen A n trag  die Dringlichkeit be­
S tad tv . Dr. S tad th ag en : Z u r Geschäftsordnung schlossen ist. W ir w erden ihn nachher verhandeln.
möchte ich feststellen, daß der H err Vorsteher dem D ann  liegt hier folgender A n trag  vo r:
H errn  V orredner außerordentlich weiten S p ie lrau m  
für seine A usführungen gelassen hat. Zunächst hat D ie S tad tverordnetenversam m lung wolle beschließen:
der H err V orredner zu P unk t 2 der Tagesordnung ge­
sprochen, der bereits erledigt w ar. W ir waren be­ I m  Interesse e ines geregelten U n ter­
re its  bei P u n k t 3 der T agesordnung, der auch schon richtsbetriebes möge der M ag istra t eine V er­
verlassen w ar. A ußerdem  bat der H err V orredner wendung von S chulräum en - oder ganzen 
eine E rklärung zu r B egründung des V erhaltens Schulgebäuden zu militärischen Zwecken nicht 
seiner F reunde bei einer geheimen W ahl abgegeben, mehr stattgegeben und, soweit eine solche V er­
während m eines Erachtens eine geheime W ahl nicht wendung bereits genehmigt ist, von der zu­
begründet zu werden hat. ständigen B ehötde die R äum ung  der Schulen 
fordern.
(Lebhafte Zustim m ung.) F ü r  vorstehenden A ntrag  bitten w ir die 
S tad tv . Gebert (zur Geschäftsordnung): Ich  Dringlichkeit zu beschließen.
hätte gewünscht, daß der H err Vorsteher den R edner C harlo ttenburg , den 5. M ärz  1919.
daraus aufmerksam gemacht hätte, daß es zweckmäßig 
gewesen wäre, diese A usführungen vor dem W ahl­ Dr. B roh , Heidrich, Dr. Hertz, H ilst, J a r iu s .
gang zu machen. D a n n , glaube ich, hätten w ir ein 
anderes B ild  bekommen. Ich  frage, ob auch für diesen A n trag  die D rin g ­
lichkeit beschlossen w ird.
Vorsteher Dr. Borckmrdt: W ir kommen nun ­
mehr zum nächsten P u n k t der Tagesordnung: (Lebhafter Widerspruch.)
W ahl der M itg lieder des Wahlausschusses. Ich  höre gegen die Dringlichkeit W iderspruch: dieser 
* H ier werden vorgeschlagen die H erren Bade, A ntrag  w ird also auf die T agesordnung der nächsten 
B ollm ann , Herzog, H ilst, Klick, Dr. K rüger. Leu- S itzung gesetzt werden.
pold, M üller, Panschern, F räu le in  R einold, die 
H erren R euter, Dr. Rothpolz, Scharn berg, S a h s t  und (S ta d tv . Dr. Hertz: H err Vorsteher, besteht der § 17 
F ra u  Zucker. —  Gegen die Vorschläge erhebt sich der Geschäftsordnung nicht mehr zu recht?)
kein Widerspruchs ich kann daher feststellen, daß 
diese Kollegen und Kolleginnen gewählt sind. H err Kollege Dr. Hertz, in dem § 17 finde ich über die Dringlichkeit, daß, w enn die F ris t nicht innege­
Ich  habe dann m itzuteilen, daß eine Reihe von halten w ird, die V erhandlung n u r  sta ttfinden  kann, 
A n trägen  eingegangen ist, und zw ar zunächst fol­ wenn deren Dringlichkeit vom  M ag istra t oder von 
gender A n trag : 10 M itg liedern  beantragt und von der -Versammlung 
D ie Unterzeichneten beantragen, zu beschließen: beschlossen ist. Zunächst habe ich zu bekennen, daß 
Z um  L sterterm in  werden die untersten ich mich einer Unterlassung schuldig gemacht habe, 
Klassen an  den städtischen höheren Lehranstal­ weil die Dringlichkeit von 10 M itg liedern  bean trag t 
ten C harlo ttenburgs (unterste Klasie der V o r­ fein muß, der A n trag  aber n u r von 5 M itg liedern  
schule bei Schulen für Knaben, die ibr en t­ unterzeichnet ist. Ich  kann a llerd ings annehm en, 
sprechende unterste Klasse bei Schulen für daß diese 5 .Herren im N am en von 14 M itg liedern  
M ädchen) aufgehoben. unterzeichnet haben, daß also ein A n trag  auf D rin g ­
C harlo ttenburg , den 5. M ärz  19-19. lichkeit bereits vorlag.
Bade, B lum . Dr. Borchardt. G ebert, Horlitz, (W iderspruch bei den bürgerlichen P a rte ien .)
A nna Hoppe, Kleb, Mickler, Leupolo, Richter, 
Dr. Rosenfeld, Scharnberg, Schröder, Wilk, Aber ich habe einen deutlichen Widerspruch au s der 
Zucker. Versammlung gegen die Beschließung der D ring-
        
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