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Periodical volume 1. Oktober 1919

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1919

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Sitzung am 1. Oftober 191!)
verschiedenen K ohienhändler sehr verschieden erfolge. reichlicher belieferten Kohlenhändlern früher befrie­
Hier eine grundlegende Abänderung zu treffen, ist digt sind, nun auf ungewisse Zeit auf weitere Be­
nicht leicht möglich, vor allein deswegen nicht, weil lieferung. die sie dringend notwendig haben, warten 
in Groß-Berlin der Kohlengroßl)andel nicht ausg«-, müssen, wodurch sich dann bei diesen Kohlenhändlern 
schaltet ist. I n  dringenden Fällen sucht die Ä oh len­ die Läger vielleicht verstopfen können.
ste lle durch besondere Zuweisungen etwa entstehende 
Lücken auszufüllen. Aber es ergibt sich aus diesem Wir stimmen also der Tendenz der Ausführungen 
ganzen Verfahren, daß naturgemäß e i n Kohlen­ des Herrn Ttadtv. Dr. Stadthagen durchaus bet, und 
händler nach der Höhe seines Kontingents nicht so wir haben Uns gerade in Charlottenburg besonders 
gut beliefert werden kann wie der a n d e r e ,  im© bemüht, den Abruf der .Kartenabschnitte möglicht 
daraus folgt wieder, daß der Verbraucher bei dein zweckdienlich zu gestalten. Diese Frage hat natürlich 
e i nen  Kohlenhändler vielleicht langsamer, bei dem für den kommenden Winter, wo wir schlechter beliefert 
fl it'd c re n etwas schneller beliefert wird. Ein Aus­ werden, erhöhte Bedeutung. W ir sind also gern be­
gleich findet natürlich im Laufe der Zeit statt. Dieser reit, nochmals im Sinne des Antrags vorstellig zu 
Ausgleich erfolgt aber nicht immer in der Zeit, tn werden und gerade für den kommenden Winter dahin 
der ein Abschnitt abgerufen wir>d. zu wirken, daß irgendwelche Schwierigkeiten möglichst 
Nun >I)at sich der Kohlenverband ständig bemüht, vermieden werden. Es handelt sich hier auch um das 
die Kohlenpolonäsen dadurch zu vermeiden, daß et e inzig Mittel, die Kohlenpolonäsen zu beseitigen.
möglichst wenig Abschnitte abrief und die Zeit so lau-, 
bemaß, daß während dieser Zeit die abgerufenen An­ (Der Antrag wird hieraus angenommen.)
schnitte auch beliefert werden konnten. Nach den 
vorigen Ausführungen ist das leider nicht durchführ­ Vorsteher Dr. Borchardt: Wir sind damit am 
bar. Infolgedessen hat der Kohlenverband jedesmal Schluffe der Tagesordnung unserer ' öffentlichen 
dann einen neuen Abschnitt oder mehrere Abschnitte Sitzung.
abgerufen, wettn der w e i t a u s  g r ö ß t e  T e i l  der 
Verbraucher mit den abgerufenen Abschnitten befrie­ Ich schließe die öffentliche Sitzung.
digt iixir. Hier zu lange zu warten, hat auch Be­
denken, weil nämlich die Verbraucher, die von den (Schluß 9 Uhr 52 Minuten.!
        
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