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Periodical volume 1. Oktober 1919

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1919

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Sitzung ant 1. Oktober 19191
j Christen Des MnMogs der Musital ienileihstelle ©a- der Beratungen auf dem Städtetage zu unterrich­
vignißsiatz und A usleihiezettel auslvgen, so -bog man ten. Meine Freunde sind der Meinung, daß es bei 
sich dorr dljttvc weiteres ein ©Eds aussuchen und aus den gegenwärtigen Finanzverhältnisien keinesfalls 
den Lethzettell schreiben könnte, und wenn inan dann angebracht ist, die Zahl der Vertreter gegenüber 1913 
an einer dieser ©Mietn das betre/frerfbe Notnstück ab­ und 1914 zu erhöhen. Ich bitte deshalb, daß wir 
holen formte Das Letztere macht so eine Keine bei der früheren Uebung bleiben.
Asbvit, oder auch nicht viel, denn w ir hüben ein Drei­
rad, aus dem der Tnrnsport von Büchern von der Vorsteher Dr. Borchardt: Weitere Wortmel­
einen Zweigstelle zur andern schon jetzt erfolgt. Es dungen liegen nicht vor. Da zwei Anträge gestellt 
würde nur nötig sein. die Musikalien nach der Zweig­ sind, müssen w ir abstimmen.
stelle zu schassen, wo gerade Verlangen danach ist. 
Ich bitte Sie, dein Antrage zuzustimmen, den ich fot- Stadtv. Frank: W ir erheben auch Anspruch
gendermasten gesastt im de: auf die Entsendung eines Vertreters zum ©tädtetag.
Der Magistrat wolle in der .Hauptbücherei 
Wilmersdorstr Straße und den Znnialstellen Vorsteher Dr. Borchardt: M ir  scheint, Sie
A b s  ch r i t t e n  ld er  K a t a l o g e  der Mu- stellen demnach den Antrag, 5 Vertreter zu ent­
sikalien-Bücherei (SavignWlatz) und L e i h  - senden.
i e 11 r 1 zur Auslage bringen, damit auch dort (Stadtv. F r a n k :  Ja, mindestens 5, wenn alle 
Mustkalien bestellt und abgeholt werden vertreten sein wollen!)
können. Es liegen also jetzt drei Anträge vor, 6 Ver­
(Die Versammlung stimmt dem Antrage des treter, 5 Vertreter, 4 Vertreter zu entsenden. W ir 
Staldtv. In. ©radthagen zu und beschließt darauf müssen darüber abstimmen.
nach dem Antrage des Magistrats, wie folgt: (Die Versammlung lehnt die Anträge auf Ent­
Der Erweiterung der Btustkalienausleihe- sendung von 0 und 5 Vertretern ab und beschließt 
stelle wird zugestimmt. Die Unterstützung an nach dein Antrage des Stadtv. Melier I, 4 Vertreter 
de» Berliner Tonkünstlerverein (E. V.) wird der Stadtverovdne le nversainmlung zum Städtetag 
vom 1. 10. 19 ab auf jährlich 10 000 M  er­ abzuordnen.)
höht. Außerdem werden zur Beschaffung von 
Regalen zur Unterbringung von Noten an Wenn dem Büro die Namen der zu entsen­
einmaligen Kosten fiOO J ( bewilligt. Die denden Herren angegeben sein werden, werden w ir 
Mehrkosten für 1919 mit 3750 +  000 J l sind darüber abstimmen.
aus laufenden M itte ln  zu entnehmen.)
W ir kommen zu Punkt 0 der Tagesordnung:
Vorsteher I)r. Borchardt: W ir kommen zu
Punkt 5: Wahl von zwei Stadtverordneten in den Hilfsaus­
schuß für heimkehrende Kriegsgefangene. —  Druck­
'Vorlage betr. 38. Vrandenburgischeii Städtetag sache 199.
Drucksache 200.
(Die Versammlung wählt zu Mitgliedern des 
Es würde sich zunächst darum handeln, festzu­ Hiffsausschusies die Stadtverordneten Dr. Luther 
stellen, wieviel Vertreter die Stadtverordneten­ und Frau Leupold.)
versammlung zu entsenden wünscht. Punkt 7:
Stadtv. (sebcrt: Meine Damen und Herren! Vorlage betr. Wahl zum Beirat für Kriegsbeschädigte 
W ir stechen auf dem Standpunkt, daß wohl 6 Ver­ und Kriegerhinterbliebene. — Drucksache 210.
taner der ©tüdtverordneteiwersaminlung zu entsen­ (Die Versammlung stimmt dem Antrage des 
den sind. W ir nehmen an, -daß diese Zahl nicht zu Magistrats zu und wählt zu Stellvertretern für die 
hoch ist, sondern dem Verhältnis der Vertretung un­ am 25. Juni 1919 bereits gewählten Mitglieder
serer ©ladt entspricht. D i nach der Tagesordnung 
wichtige Punkte auf dem ©tädtetag zu verhandeln die Stadtverordneten Brandt und Frau Zucker 
sind, würden w ir es für zweckmäßig halten, wenn in  den Beirat für Kriegsbeschädigte;
sich die ©tedtverordnetenversammlung unserem An­ die Stadtverordneten Frau Schenkalowsky und 
trag anschlösse. Weidlich in den Beirat für Kriegerhinter­
bliebene.)
2  tobt v. Mchcr I :  Ich möchte m ir die An­
regung erlauben, die Zahl der Vertreter der Stadt­ Punkt 8:
verordnetenversammlung ans 4 zu bemessen. Ich 
darf daran erinnern, daß in den früheren glückliche­ Vorlage betr. Ruhelohn und Hinterbliebenenversor­
ren Jahren der Grundsatz hier gehe nicht Hat, daß gung. —  Drucksache 211.
von jeder Fraktion 1 Vertreter zu diesem ©tädtetag Stadtv. Karrer: Meine Damen und Herren!
entsandt worden ist. Demgemäß ist im Iahte 1913 W ir bitten, die Vorlage einem Ausschuß von 15 M it ­
die Zahl auf 3, im Jahre 1914 auf 4 Mitglieder gliedern zu übe tw is t n, da w ir gern verschiedene 
bemessen worden. Die damalige liberale Fraktion Aenderungen an der Vorlage vornehmen möchten. 
hat. obwohl sie über eine starke Mehrheit in der Ver­ S ollt« ! Sie dem Antrage zustimmen, Bitten wir 
sammlung verfügte, somit ebenfalls nur 1 Vertreter gleichzeitig, zu dieser Komission Vertreter des Ge­
bekommen. Es schien das aber genügend, da ja ein meindevertreterverbandes und der Angestelltenaus- 
Vertreter genügte, um die Fraktion über den Hergang !duisic zuzuziehen.
        
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