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Periodical volume 1. Oktober 1919

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1919

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Sitzung am 1. Oktober 1919
in lichter D e p u ta tio n  d a rü b e r be raten ; aber schließ- j Stadtv. Frau Klockow: Ic h  möchte N am ens
lich sind die B e ra tu n g en  in  ein bedauerliches S t i l l  '| ueiner F re u n d e  feststellen, daß w ir  bereit sind, die 
leben verfallen, w eil die H offnungen , die gerade im M itte l zu bew illigen , d a ß  w ir  aber der M e in u n g  
J a h r e  1917 fü r den F r ie d e n  genäh rt w urden , sich find —  und zw ar stützen w ir  u n s  da besonders aus 
a l s  trügerisch erwiesen und sich alsbald  eine voll­ Ausfprüche sachverständiger L eute, d ie  dein Z e n tra l­
kommene W an d lu n g  unserer politischen und w ir t­ institu t fü r E rziehung  und U nterrich t angehören  
schaft,chcn Verhältnisse ergab. I n  der ersten >aß im  Augenblick, w e n n  auch die S u m m e  im  g a n ­
S itz u n g  der D e p u ta tio n  machte der H e rr O b er­ zen bew illig t w ird , n u r  d ie  notw endigsten M itte l  
bürgerm eister schon d a rau f aufm erksam , daß ivohl angeschafft w erden sollen, w eil gegenw ärtig  gerade 
erst ein ersprießliches W irken dieses städtischen B e ­ physikalische und chemische Sachen  außerorden tlich  
schaffungsam tes im  F rie d en  sta ttfinden  könne; seine teuer sind — die V orlage spricht ja  auch von  einem  
E rk lä ru n g , daß  die M a te r ia lie n , die fü r unsere Teuerungszuschlag von 2 0 0 %  — . und nicht n u r 
städtische V e rw a ltu n g  no tw endig  w ären , sich au f teuer, sondern zum  T e il auch schlecht geliefert w er­
B e träg e  von sehr vielen M illio n e n  belaufen, be­ den. W ir  möchten d ah er zugleich m it unserer Z u ­
leuchtete die W ichtigkeit der von u n s  gewünschten stim m ung zu r B ew illigung  d e r M it te l  b itten , m it 
E in rich tung . E s  scheint m ir  jetzt an  der Z e it, diese Anschaffungen möglichst zurückzuhalten b is  aus 
D e p u ta tio n  w ieder aufleben zu lassen, und ich b itte  bessere Z eiten , wo w ir  bester fü r Zwecke des U n te r­
den M a g is tra t, u n s  doch recht bald G elegenheit zu richts beliefert w erden, und jetzt n u r  die a ller-, a ller- 
geben, m it ihm  in  gemischter D e p u ta tio n  zu er­ notw endigsten D in g e  anzuschaffen.
w ägen, ob u n d  nach welchen G rundsätzen sich ein 
solches B eschaffungsam t errichten läß t. Ic h  glaube, Stadtschulrat Dr. Neufett: D er S ta n d p u n k t
w ir  w erden auch darüber nachdenken müssen, und  es des M a g is tra ts  ist vo llständig  derselbe. A ber w ir  
w ird  sich die gebieterische N otw endigkeit sehr bald wünschen, d a ß  die Schule erfolgreich arbeiten  kann, 
dafü r ergeben, wo und wie w ir E rsparnisse auf allen d a ß  sie in  Physik und  Chem ie die no tw endigen A r ­
G ebieten der städtischen V e rw a ltu n g  machen können. beiten, die 8 e r  L eh rp lan  m it sich b rin g t, erledigen 
kann und daß auch die praktischen Uebungen in  d ie ­
Stadtrat und K äm m erer Scholtz: D ie  A n ­ sen beiden F ächern  au sgefüh rt w erden. D abei w ollen 
frage, !die d e r H err V o rred n er zu dieser V orlage w ir  u n s  a u f  d ie  allerno tw endigsten  S achen  be­
an  d en  M a g is tra t gerichtet h a t, b e tr iff t zwei P unk te . schränken.
E in m a l die Beschaffung d e r F a rb b ä n d e r (D ie  V ersam m lung  beschließt nach de», A n trage  
des M a g is tra ts  wie fo lg t:
(S ta d tv . Z i e l e n z i g e r :  'D ie  ist nebensächlich!) Z u r  w eiteren  A u ssta ttu n g  der F ü rs tin -B is  
izu P re isen , die  b illiger sind, a ls  sie h ier in  der V o r­ marck-Schüle m it  U n te rrich tsm itte ln  werden 
lage g e n an n t w erden . Ic h  w erde d ie  A ngelegenheit a u s  laufenden M itte ln , des R echnungsjahres 1919 =  12 000  c41 bew illigt.)
aufnehm en u nd  werde e s  prüfen  lassen. Ic h  d a rf  
im  üb rig en  zu diesem T eile  der V orlage auch noch Vorsteher Dr. Borchardt: W ir  kommen zu 
m itte ilen , daß  u n te r  dem 25. S e p tem b er d. I .  an  P u n k t 3:
die gesamte V erw a ltu n g  eine V erfügung  erlassen Vorlage betr. Waldschulbetrieb. —  Drucksache 207.
w orden ist, die gerade auch bezüglich der Benutzung 
der Schreibm aschinen u nd  ih re r U n te rh a ltu n g , auch (D ie  V ersam m lung beschließt nach dem  A ntrage  
bezüglich d e r  F a rb b ä n d e r ganz besondere R ich tlin ien  des M a g is tra ts  wie fo lg t:
gibt, d a m it d ie  V e rw a ltu n g  au f diesem G ebiete so ») D ie  Waldschule fü r Gemeindeschulkinder bleib t 
sparsam  wie n u r  irgend möglich verfährt. fü r  rund  100 K inder b is  zum 15. D ezem ber 
W a s  d ie  F ra g e  des B eschaffungsam tes be trifft, 1919 geöffnet, 
so h a t der .Herr V o rredner b e re its  beton t, d aß  in  der b ) D ie  in  dem .H aushaltsp lan  fü r  1919 u n te r  TU 
ersten S itzu n g  von dem H e rrn  O berbürgerm eiste r be­ — 3r—30 (W aldschule) zu r De r in  au , m sichenden 
to n t w orden  ist, d a ß  n a tu rg em äß  dieses Beschaffungs­ M itte l  w erben um  26 0 00  J i verstärkt. T e r  
am t seine volle W irkung  erst im  F rie d en  w ird  er­ B e tra g  ist den Taufenden M it te ln  ,zu e n t­
zielen können. D ie  ungünstigen ^V erhältnisse der nehm en.)
letzten zwei J a h r e  haben e s  m it sich gebracht, daß  P u n k t 4 :
die A ngelegenheit e tw a s  geruh t ha t. Ic h  w erde aber 
die A nregung  aufnehm en und v e ran laß en , d a ß  so­ 'Wrrlacc betr. Grtociteruna der M usikatienausleib'telle 
bald w ie  möglich w ieder die B e ra tu n g en  in  G ang  Erböbuna der Unterstützung an den Berliner 
kommen. Tonkünstlerverein. —  Drucklache 208 .
(D ie  V ersam m lung  beschließt nach dem A nträge  Stadtv. Dr. Stadthaaen: M eine  H erren ! D ie  
des M a g is tra ts , w ie fo lg t: 'rfagc  beweist, ibaß der A n tra g , den  ich im  J a h r e  
D e r  H a u sh a ltsp la n an sah  O rd . V erw altung  1 0 11 gestellt hakte, d ine d e ra rtig e  E in rich tn ,,a  zu 
K a p ite l I ,  Abschn. 5 , N r . 7 fü r 1919 —  I n ­ m en , wirklich einen, B edürfnisse der städtischen 
standhaltung  der Schreibm aschinen und für 11wölkerun a  von C h a rlo ttan b u ra  entsprach. M eine  
Z ubehö r —  w ird  a u s  laufenden M itte ln  um  m nde und ich insbesondere h ä tten  n u n  nock, den 
4000  J t verstärk t.) "Wutofch, daß d a s  A usle ihen  der M im kalien'  'durch erleichtert w ird . d a ß  m an  nicht un-
% 5uwtt nach dem S av ig n y p la tz  gehen n tuß , 
Vorsteher Dr. Borchardt: W ir kommen zu *n sich e in  Noterffhlcf *u beschaffen. Diese 
Punkt 2: - 
    
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