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Periodical volume 1. Oktober 1919

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1919

440 Sitzung am 1. Oktober 1919
Beginn bei Sitzung fi Uhr 20 Minuten. Ferner teile ich mit, daß folgende Anfrage ein­
gegangen ist:
Vorstel-er Dr. Vorchordt: Ich eröffne die Is t der Magistrat bereit, bei der Kohlen­
Sitzung. stelle Groß-Berlin dahingehend vorstellig zu 
Als Vertreter des Magistrats sind abgeordnet werden, daß die Schausensterbeleuchtung mit 
Stadtschulrat Dr. Neufert, Stadtbaurat Seeling, geringer Leuchtstärke gestattet Mi'de?
Stadträte Goeritz und Dr. Fischer. Perl, Größer 
Als Beisitzer wallen die Stadtv. Dr. Brix und und weitere Unterschriften. Darf ich den Magistrat 
Frau Nemitz. Stadtb. Dr. Brix führt die Redner­ fragen, wann er die Anfrage zu beantworten 
liste. gedenkt?
Entschuldigt sind die Stadiv. Dr. Luther, 
M ittler, Rackwitz, Troebs. Stadtrat und Kämmerer Scholtz: Ich bitte, sie 
in der üblichen Form zu behandeln und auf die 
Ausgelegt werden nächste Tagesordnung zu setzen.
3 Einbürgerungsgesuche,
eine Zuschrift des Lehrers ReischieS und Gen. Vorsteher Dr. Vorchardt: Dann wird die An­
betr. Wahl deS Rektors für die 34. Ge- frage in der nächsten Sitzung verhandelt werden.
mcindeschule, Ferner ist ein Antrag eingegangen:
ein Schreiben des HauptauSfchusieS für freie Der Magistrat wird ersucht, bei der Koh­
Nahrungsmittelwirtschaft betr. öffentliche lenstelle Groß-Berlin vorstellig zu werden, 
Lebensmittelverteilung. 'daß vor Neuaufruf von Kohlenkartenab­
Herr Stadtrat Dr. Fasse hat folgendes Dank­ schnitten die schon aufgerufenen Abschnitte 
schreiben eingesandt: beliefert werden. ,
Durch die hohe Auszeichnung, die der M a­ Dr. Stadthagen
gistrat und Sie, meine hochverehrten Damen und eine Reihe von weiteren Unterschriften. Die 
und Herren, mir mit meiner Wahl zum Antragsteller beantragen gleichzeitig mit der ge­
Ehrenbürger haben zuteil werden lasten, nügenden Anzahl von Unterschriften, diesen Antrag 
haben Sie Mir eine besonders freudige, große als einen dringlichen zu behandeln. Erhebt sich 
lleberraschung bereitet. Haben Sie mich doch gegen die Dringlichkeitsbehandlung dieses Antrags 
der höchsten Ehrung, die eine Stadt zu ver­ Widerspruch? — Das ist nicht der Fall. Dann 
geben hat, würdig befunden. wird der Antrag am Schlüsse der heutigen öffent­
Einen solchen Abschluß meiner langjähri­ lichen Sitzung verhandelt werden.
gen Tätigkeit in der Stadt Charlottenburg zu 
finden, ist ein Glück, das ich nie zu erwarten W ir kommen zur Tagesordnung. Punkt 1:
gewagt hätte. —  Es erfüllt mich mit freudi­
gem Stolz, daß ich darin Ih r  Einverständnis Vorlage betr. Verstärkung der Mittel zur Instand­
mit meinem Wirken und Schaffen erblicken haltung der Schreibmaschinen. — Drucksache 205.
kann.
Stets habe ich gern meine Kraft in den Stadtv. Zielenziger. Meine Herren! M it  der 
Dienst unserer Stadt gestellt, die m ir ans Nachbewilligung des angeforderten Betrages von 
Herz gewachsen ist und an die mich treue An­ 4000 J k  sind w ir einverstanden. Allerdings fiel es 
hänglichkeit fesselt. Aber welche Fülle von uns auf, daß in der Begründung der für Schreib­
Anregungen habe ich auch meiner Mitarbeit maschinenbänder zu zahlende Preis auf 9 bis 10 < M  
zu danken. Wenn ich das Fazit ziehe, so angegeben ist, während uns Offerten in allererst- 
kann ich wohl sagen, daß ich vielmehr der (lästigen Farbbändern zu beträchtlich billigeren 
Empfangende als der Gebende gewesen bin. Preisen vorlagen. Ich glaube, daß eine einfache 
Nehmen Sie meinen aufrichtigsten herz­ Rückfrage bei dem Dezernenten die Angelegenheit 
lichsten Dank für die große außergewöhnliche in befriedigender Weise erledigen wird.
Ehrung und seien Sie überzeugt, daß Sie Die Vorlage gibt uns aber die erwünschte Ge­
mir durch diese Anerkennung die denkbar legenheit, daran zu erinnern, daß vor etwa zwei 
größte Freude für meinen Lebensabend be­ Jahren hier die Stadtverordnetenversammlung mit 
reitet haben. einer an Einstimmigkeit grenzenden M ajorität an 
Möge sich das künftige Geschick Charlotten- den Magistrat das Ersuchen gerichtet hat, in ge­
bnrgs so günstig gestalten, wie ich es von mischter Deputation darüber zu beraten, ob sich nicht 
ganzem Herzen wünsche. die Errichtung eines Beschaffungsamtes empfiehlt, 
welches die Aufgabe hat, alle Materialien für die 
M it vorzüglicher Hochachtung. weitverzweigte städtische Verwaltung mit Ausnahme 
Dr. B . F a sse . der Erfordernisse der Hoch- und Tiefbauverwaltung 
einheitlich, d. h. von einer einzigen Stelle aus zu 
Bevor w ir in die Tagesordnung eintreten, besorgen und den Bedarf zu kontrollieren. Dieses 
möchte ich noch mitteilen, daß ich mir erlaubt habe, Beschaffungsamt sollte von einem Fachmanne ge­
namens der Stadtverordnetenversammlung unserm leitet werden. Der Herr Oberbürgermeister hat 
trüberen Bürgermeister, Herrn Dr. Matting. zu damals sofort den richtigen Grundgedanken des 
seinem morgen stattfindenden 60. Geburtstage mit Antrags erkannt und uns mitgeteilt, daß in mehreren 
dem Magistrat zugleich einen Glückwunsch zu senden. Großstädten ein rnJche* Beschaffungsamt bereits be­
steht und daß in Berlin eine ähnliche Einrichtung 
(Bravo!) in Vorbereitung ist. Wir haben dann auch in ge-
        
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