Path:
Periodical volume 17. September 1919

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1919

Sitzung am 17. September 1919
te ria l- und K oh lenno t beibehalten und dieses nicht Vorsteher-Stellv. Dr. Frentzel: Ich Hobe Ihnen
bald besser w ird , w erden w ir  m it den M assivbauten  noch m itzu te ilen , d a ß  fü r d en  von I h n e n  zu P u n k t  2 
nicht ein  S tück in  dieser Sache w eiter kommen. beschlossenen Ausschuß folgende D am en  und H erren  
W ir  müssen u n s  schon m it  den N o tstandsbau ten  vorgeschlagen w erden : die  S ta d tv .  Dr. Feilchenfeld, 
behelfen, w ie  w ir  e s  b is  jetzt gemacht haben n nd  F r l .  v. G ierke, G ro llm u s , Horlitz, J a s tro w , Klick, 
d as  auch w eiter tu n  w erden. F r a u  Klockow, F r a u  L eupold , L ichtenberg, Dr. L ö ­
W enn H e rr Dr. Hertz h ier sagt, daß  w ir  seit wenstein, Dr. M om m sen , F r a u  Nemitz, Panschow , 
M ä rz  d. I .  dieser Sache nicht genügend In te resse  F r l .  R e in o ld  u n d  T ost. A ndere  Vorschläge sind 
entgegengebracht haben, so m uß  ich d a s  von hier nicht gemacht w o rd e n ; diese D a m e n  u n d  H erren  sind 
a u s  zurückweisen. H err Dr. Hertz w ar ja  M itg lied  d a m it gew ählt.
der V ersam m lung , und m ir  ist nicht bekannt, daß  F e rn e r  habe ich I h n e n  m itzu te ilen , d a ß  i n ­
w ir  irgendwelche A n träg e , die die L in d e ru n g  der zwischen e ine  R eihe  v on  A nfragen  eingegangen ist, 
in Aussicht stehenden W o h n u n g sn o t betrafen, zu ­ die ich I h n e n  z u r V erlesung b ringen  möchte. D ie  
rückgewiesen haben. W enn  w ir, w ie H e rr Dr. Hertz erste A nfrage  la u te t:
m ein t, der Sache viel zu w enig In teresse  entgegen­ I n  e ine r in  d e r heu tigen  S itzu n g  a u s ­
gebracht haben, so lieg t d a s  w ohl, glaube ich, sehr liegenden Zuschrift a n  d ie  S ta d tv e ro rd n e te n ­
viel d a ran , daß  H e rr  Dr. Hertz hier lange politische versam m lung beschweren sich d ie  a n  der 
R eden gehallen h a t, die u n s  gar nicht, höchstens X . Gemeindeschule angestellten L ehrkräfte , d aß  
seine F re u n d e , interessiert haben. W äre  d a s  nicht der M a g is tra t  den B eam ten , P rivatd ieN stver- 
.der F a l l  gewesen, dann  hä tten  w ir  viel m ehr p rak­ pflichteten und S ta d ta rb e i te rn  Ledersohlen 
tische A rb e it im  S ta d tp a r la m e n t  leisten können. verkauft habe. Welche G rü n d e  haben d en  'M a ­
W ir  sind d a ran  geh indert w orden , w eil sich H err g is tra t v e ra n la ß t, a n  d ie  V o rg e n an n te n  die  
Dr. Hertz d a rin  gefallen h a t, wie ich schon sagte, S o h le n  abzugeben und d ie  M in d e rb em itte lten . 
hier stundenlange R eden  zu halten , die n u r  seiner Kriegsbeschädigten und K riegsh in terb liebenen  
P a r te i  dienen, u n s  aber in  der B ehebung der h ie rv o n  auszuschließen?
wirtschaftlichen N öte , die hier vorliegen, nicht ein Unterzeichnet ist diese A nfrage von den H e rren  Klick, 
Stückchen v o rw ä rts  gebracht haben. Dr. Hertz, Dr. L öw enstein , K a rre r  und den übrigen 
I D am en  und  H erren  .der unabhäng igen  sozialdem o­
Stadtv. (hebert: M ein e  D am en  und H erren ! kratischen F ra k tio n .
Ic h  glaube, daß nach dieser sehr reichlichen A u s ­ D ie  zweite A nfrage  la u te t:
sprache jedem  einzelnen klar sein m uß , w ie w ir u n s  
die S i tu a t io n  zu denken haben. A uf der anderen  I s t  d e r M a g is tra t be re it, bei der K ohlen­
S e ite  steht fest, daß  die Sache in  einen  Ausschuß stelle G ro ß -B e rlin  vorstellig  zu w erden, um  
h ineingeht. Ic h  möchte S i e  b itten , den A n tra g  auf K la rh e it über die letzte V erfügung  fü r d ie  E n t ­
S ch luß  der Besprechung anzunehm en. nahm e von G a s  und E le k triz itä t zu schaffen?
s Diese A nfrage ist von den H erren  P e r l ,  G rü ß e r, 
(E in  A n tra g  au f S ch luß  der Besprechung w ird  a n ­ F ra n k , M ü lle r  und M arcuse  unterzeichnet.
genom m en. ) D ie  d ritte  A nfrage  la u te t:
Borstehcr-Stellv. Dr. Frcntzcl. E s  liegt n u n ­ I s t  dem  M a g is tra t  bekannt, d a ß  H änd ler 
m ehr zunächst die V orlage  des M a g is tra ts  vor. m it L ebensrn itte ln  nicht ra tio n ie r te  W aren  
D a zu  gehört der A n tra g , sie einem  Ausschuß zu n u r  a n  dasjen ige  kaufende P u b lik u m  abgeben, 
überweisen. E s  lieg t ferner der A n tra g  der u n ab ­ welches f ü r  E in fü h ru n g  d e s  F re ih a n d e ls  e in ­
hängigen S o z ia ld em o k ra tie  vor und ein dazu  ge­ t r i t t ?  W a s  gedenkt der M a g is tra t  hiergegen 
höriger A n tra g , diesen A n tra g  einem  Ausschuß zu zu tu n ?
überweisen. W eite r lieg t der A n tra g  des H e rrn  Tost, S e ife r t ,  Dr. Rosenfeld, Horlitz 
Dr. Rosenfeld vor. und auch h ierzu  ist der A n trag  und verschiedene andere  D a m e n  und H erren .* )
gestellt, I c h  nehme a n , d a ß  der M a g is tra t  nicht in  der 
Lage sein w ird , diese A nfragen  noch heu te  zu 'be­
(L ebhafte Z u ru fe t an tw o rten . S i e  'werden deshalb a u f  d ie  T a g e s ­
o rd nung  d e r nächsten S tad tv e ro rd n e ten v ersam m lu n g  
—  b itte , lasten S i e  mich doch a u sred e n ; es ist b is ­ gesetzt w erden . H abe ich d a m it d ie  I n te n t io n e n  des 
her nicht üblich gewesen, den V orsteher zu u n te r ­ M a g is tra ts  richtig getroffen?
brechen. —  Auch h ierzu  ist der A n tra g  gestellt, ihn  
demselben Ausschuß zu überweisen. Oberbürgermeister Dr. Scholz: Wir sind stets
bereit, A n fragen  gleich zu b e an tw o rten ; a b er  selbst­
Stadtv. Dr. Eyck (zu r G eschäftso rdnung): Ich  verständlich ist e s  zweckmäßiger, w enn  die V ersam m ­
iiiöchie bean tragen , fü r sämtliche A n träg e  und die lung eine eingehende In fo rm a t io n  wünscht, die 
V orlage e i n e n  Ausschuß einzusetzen. Sache a u f  die  T ag eso rd n u n g  der nächsten Sitzung zu setzen. W enn  die H e rren  bei d e r  einen oder anderen 
F ra g e  eine besondere E ilbedürftigkeit voraussetzen, 
(B ei der A bstim m ung w erden die beiden A n ­
trags _ der sozialdemokratischen F ra k tio n e n  u n d  die z. B . bei der G assrage, so w ürden  w ir bereit sein, diese A nfrage gleich zu bean tw orten .
M ag istra tsv o rlag e  einem  Ausschuß von 15 P ersonen  
überwiesen, zu b esten . M itg lie d e rn  d ie  S ta d tv .  
Dr. B r i r ,  Dr. Eyck, G ro ß , Heidrich, Dr. Hertz, H erzog, Stadtv. Frank (z u r Geschäftsordnung): Wir
F ra u  HtchL Kley. Panschow , F re ih e rr  v. Rechenberg, b itten , unsere A nfrage  noch heu te  zu behandeln; sie 
Dr. Rosenseld, F r a u  Schenkalow sky, S chröder, ist sehr no tw endig  und dringend.
S e ife r t  und S use  gew ählt w erden.) *) D iese A nfrage ist nachträglich zurückgezogen w orden
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.