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Metadaten : Verwaltungsbericht der Stadt Berlin ... (Public Domain) Ausgabe 1920/1924 (Public Domain)

14. 8 I 2 Bezirkskörperschaften
Die erste Sitzung der Bezirksversammlung wurde am 22. November
1920 in der Aula des Friedrichs-Realgymnasiums, Schleiermacherstraße
 23, abgehalten. In dieser Sitzung: fand die‘ Einführung und Verpflichtung
 der Mitglieder der Bezirksversammlung durch Stadtrat Weise
als Kommissar des Magistrats und die Wahl der Vorstandsmitglieder
statt. Das älteste Mitglied, Stadtverordneter Pfannkuch, leitete die Versammlung.
 Die Wahl des Vorstandes erfolgte auf Beschluß durch Zuruf.
Es wurden gewählt: zum Vorsitzenden der Bezirksverordnete Kraatz
(USPD.), zu seinem Stellvertreter der Stadtverordnete Glocke (SPD.),
zum Schriftführer der Stadtverordnete Braun (DVP.), zum Schriftführerstellvertreter
 die Stadtverordnete Frau Grumbach (SPD.).
Bei der Vorstandsneubildung nach den Neuwahlen traten am
21. Dezember 1921 in der Besetzung des Büros der Bezirksversammlung
 folgende Aenderungen ein: Vorsitzender wurde der Stadtverordnete
 Glocke (SPD.), sein Stellvertreter der Bezirksverordnete
Schulze (DNVP.), Schriftführer der Bezirksverordnete Zöpfel (SPD.)
und Schriftführerstellvertreter .der Bezirksverordnete Stobwasser
(DVP.). Am 23. Januar 1924 schied der Bezirksverordnete Schulze aus.
An seine Stelle trat der Stadtverordnete Rintorf (KPD.).
Während der Berichtszeit wurden von der Bezirksversammlung
insgesamt 41 Sitzungen abgehalten. Zur Vorbereitung der Wahl der
Bezirksamtsmitglieder wurde ein besonderer Ausschuß eingesetzt. Zur
Erleichterung der Geschäftsführung wurden weiter von der Bezirksversammlung
 6 ständige Ausschüsse eingesetzt, und zwar der Ausschuß
für die Wahlen von unbesoldeten Gemeindebeamten, der Ausschuß zur
Begutachtung der Vorlagen über die Anstellung oder Pensionierung von
besoldeten Gemeindebeamten, der Ausschuß für die Vorprüfung der
Gültigkeit der Bezirksverordnetenwahlen, der Ausschuß für Eingaben
und Beschwerden, der Ausschuß für Rechnungssachen und der Ausschuß
 für die Zuteilung der Stadtbezirke.
Gemäß $ 1 des Ortsgesetzes über die Zusammensetzung der Bezirksämter
 und die Besoldung ihrer Mitglieder vom 22. 12. 1920/17. 1. 1921
war die Zahl der Mitglieder des Bezirksamts auf 13 (7 besoldete und
6 unbesoldete) festgesetzt. Die von der Bezirksversammlung vorzunehmenden
 Wahlen wurden in der Sitzung am 11. Februar 1921
vollzogen.
Zum Bürgermeister und Vorsitzenden des Bezirksamts wurde der
Referent im Reichswirtschaftsministerium Dr. oec. publ. Martin Kahle
(USPD.) gewählt. Die Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden fiel auf
den Stadtverordneten Bernhard Bruns (SPD.).
Ferner wurden gewählt:
zu besoldeten Stadträten:
Regierungsbaumeister Max Brandt (DNVP.), Stadtrat Wilhelm
Conrad (SPD.), Stadtrat Eugen Gottschalk (USPD.), Magistratsrat
Dr. Georg Grunow (DVP.), Parteisekretär Karl Zachow (USPD.),
zu unbesoldeten Stadträten (nach den Grundsätzen der Verhältniswahl):
Redakteur Emil Dittmer (SPD.), Gewerkschaftssekretär Karl
Hetzschold (SPD.), Lehrer Franz Jänicke (DVP.), Gastwirt
Hermann Schweikardt (USPD.), Chefredakteur Karl Sedlatzek
(DNVP.) und Expedient Friedrich Zubeil (USPD.).
Die Bestätigung der Gewählten durch den Oberpräsidenten fand
am 14. März 1921, ihre Einführung am 1. April 1921 in öffentlicher
Sitzung der Bezirksversammlung. statt, und zwar wurden der Bürgermeister
 Dr. Kahle durch den Oberbürgermeister, die übrigen Bezirks-
            
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