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Periodical volume 5. Februar 1919

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1919

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S ip u n g  am 5. F e b ru a r  IV19
hat. Ich  w ill den W o rtlau t der R eso lu tion  nicht b is zuletzt au  den B era tungen  bete ilig t. I c h  glaube, 
bekanntgeben. Ic h  halte es doch u n te r allen U m stän­ es ist unbed ing t notw endig , daß ein solcher V e r tra u ­
den fü r  notw endig, daß  sich der M a g is tra t der jetzigen ensm ann  dauernd an  den V erh an d lu n g en  des V e r­
Z eirström ung nicht so verschließt. Auch a u s  dem bandsausschusses te iln im m t. W enn  w ir  in  unserer 
Kreise der H ilfsa rb e ite r, die h ier in F ra g e  kommen, Z eit in  den großen B etrieben  A rb e ite rrä te  und A n- 
gehen u n s  fortw ährend K lagen zu, d as  beispielsweise qestelltenräte a ls  berechtigte In s ta n z e n  zulassen, so 
die A rbeitsze it im m er noch außerordentlich lang  ist, dürfte  es w ohl der W ürde und der B edeutung  des 
in  den einzelnen A bteilungen der Achtstundentag A erztestandes entsprechen, wo es sich um  die A n ­
nicht durchgeführt w ird und die Leute Ueberstunden stellung von A erzten  handelt, daß  w ir einen V er­
machen müssen, w ährend in  anderen A bteilungen trau en sm an n  der A erzteorgan isation  in diesen V er- 
Leute entlassen w erden. Ic h  möchte b itten , daß der 'w ndsausschuß entsenden. M ein e  F rak tio n sfreu n d e  
M a g is tra t so liebensw ürd ig  ist, dieser F ra g e  doch ein­ haben den Wunsch, daß der M a g is tra t e ine E rg ä n ­
m al au s den G ru n d  zu gehen und festzustellen, ob zung der Sa tzungen  in  dieser R ichtung herbeizuführen  
die Beschwerden auf W ahrhe it beruhen. Ic h  m uß sucht. W ir  wollen durch einen A n tra g  die Sache 
L itten, daß  der M a g is tra t nach dieser R ichtung das ■nicht verzögern, hoffen aber, daß unser Wunsch, einen 
tu t, w as andere G em einden getan haben. V e rtra u e n sm an n  der A erzteorgan isation  im  V er­
bandsausschusse zu haben, der bei der A nstellung und 
V orsteher Dr. F rcntzel: H err Kollege G ebert, beim  Aussuchen d e r Aerzste m ita rb e ite t, von der 
ich habe S ie  aussprechen lassen, obgleich ich einen u n ­ S t a d t  erfü llt werden w ird. Solche A erz teo rgan i­
m itte lb a ren  Z usam m enhang  I h r e r  A usfüh rungen  m it sation kann entw eder die A erztekam m er sein oder der 
det vorliegenden M ag istra tsv o rlag e  nicht feststellen jetzt neu  gegründete G ro ß -B e rlin e r  A erztebund, so 
kann. Ic h  möchte jedenfalls b itten , daß w ir  nicht in  daß sehr wohl die M öglichkeit vorliegt, einen V e r­
dieser V erb reiterung  der D iskussion fortfahren . trau e n sm an n  zu bestellen.
(D ie  V ersam m lung beschließt m it großer M e h r­
he it nach dem A n trage  des M a g is tra ts , wie folgt: V orsteher Dr. Frentzel: D a s  W o rt ist nicht 
B e im  S ta d th a u s h a l ts p la n  O rd . V e rw a l­ verlangt, ein A n trag  nicht gestellt w orden.
tu n g  K ap ite l I  Abschnitt 2 , N r . 6 fü r 1918 (D ie  V ersam m lung beschließt nach dem A n trage  
—  B esoldungen usw. fü r die durch P r iv a t-  des M a g is tra ts , w ie fo lg t:
üienst- und A rbe itsvertrag  angenom m enen D ie  G em einde C h a rlo ttcnbu rg  t r i t t  dem 
P e rso n en  —  w erden 437 100 dt a u s  laufen­ neugearündeten  G ro ß -B e rlin e r  V erbände fü t 
den M it te ln  nachbew illigt.) d as  R ettungsw esen bei.)
P u n k t 4 der T ag eso rd n u n g :
P u n k t 3 : Vorlage betr. Aufnahme einer Anleihe zur Deckung 
V orlage betr. G ro ß -B e rlin e r  R ettungsw esen  — von Kriegsausgäben. —  Drucksache 19.
Drucksache 18. (D ie  V ersam m lung  beschließt nach dem A ntrage 
S ta d tv . Dr. Feilchenseld: M ein e  H erren ! W ir des M a g is tra ts  m it g roßer M ehrheit, wie fo lg t:
begrüßen die G rü n d u n g  eines Zweckverbandes für J . D e r A ufnahm e einer A nleihe von 40  M illi­
d a s  G ro ß -B e rlin e r  R ettungsw esen  m it F reu d e . E s  onen  M ark  zur Deckung von K riegsausgaben  
w aren  ziemlich unerträgliche Z ustände, wenn die H ilfe w ird  zugestim m t.
in  N o tfä llen  a n  den G renzen  d e r  S ta d tg e b ie te  H a lt I I .  D ie  A nleihe ist entw eder in  einer S u m m e  oder 
machen m ußte . E in e  gleichmäßige Schaffung  von in  A bteilungen  zu begeben und je nach W ahl 
R ettungsste llen  ü b e r G ro ß -B e rlin , ohne diese G re n ­ der städtischen Körperschaften zu einem  Z in s ­
zen abzuerkennen, w ar d ringend  notw endig. E s  w ar sätze von 4 v. H . b is  4Vj v. H . zu verzinsen.
auch no tw endig , daß die Verquickung der U nfa ll­ I I I .  D ie  T ilg u n g  der G esam tanlcihe oder jeder 
stationen m it den In te re ssen  der Berufsgenossenschaft A b te ilung , welche durch A uslosung oder durch 
endlich e inm al a u fh ö rt. W ünschensw ert w ar ferner , A nkauf zu erfolgen hat, soll einige Jahre»nach  
die Schaffung eines Z entralnachw eises fü r K ranken­ erfolgter B egebung beginnen.
tran sp o rte  und K rankenbetten . W ie unangenehm  IV . D e r T ilgungssatz fü r  die G esam tanleihe w ird  
w urde e s  oft em pfunden, w enn Schwerkranke von au f 1V2 v. H . des S chu ldkap ita ls zuzüglich 
einem  K rankenhause zum  andern  gebracht werden der ersparten Z insen  festgesetzt.
m uß ten , ohne daß  a n  e iner Z entralste lle  festgestellt V . D e r V orbehalt einer verstärkten T ilg u n g  oder 
w erden konnte, wo B e tte n  frei sind. W enn die vollständigen A ufkündigung der im  U m lau f 
K osten, wie es in  den Satzungen  heißt, auf den Kopf befindlichen Anleihescheine ist auf 10 J a h re  
der B evölkerung und nach dem re inen  S teuerso ll ver­ von der B egebung ab  auszuschließen.
te ilt  w erden, so w ird  die B elastung der einzelnen V I .  J e d e  M illio n  der G esam tan le ihe  ist. in  folgen­
G em einden w ohl nicht überm äß ig  groß und unge­ den Abschnitten zu begeben:
recht sein. 90  S tück  ie 5 0 0 0  dl 450  0 00  dl
D e r  V erbandsausschuß, der die A nstellung der 100 „ „ 2000  „ 200 000 »
A erzte, des P flegepersonals und des technischen P e r ­ 200 „ „ 1000 „ 200 000 „
sonals zu besorgen hat, besteht a u s  A bgeordneten der 200  „ „ 500  „ . 100 0 0 0  „
g ro ß en  S tä d te  und  der zwei K reise. W ahrscheinlich 200  „ „ 2 00  40  000  „
w erden auch, wie es bei den V orverhand lungen  ge­ 100  „ „ 100 „ 10 000  „
wesen. ist, A erzte  in  diesen Ausschuß en tsand t w er­ 1 0 0 0  0 00  c«
den. A ber diese A erzte sind d a n n  B eam te  d e r S ta d t .  V H . D ie  Beschlußfassung über die E inzelhe iten  der 
A lle rd ings w ar bei den V o rverhand lungen  ein  B ü r ­ zukünftigen B egebung bleib t vorbehalten .) 
gerdeputierter B e r lin s  anwesend, der a ls  V e rtra u e n s ­ D a s  P ro to k o ll vollziehen heute die H erren  
m a n n  der A erzte  gelten  kann; e r w a r  jedoch nicht Dr. B a u e r , W ilk  u n d  Z an d e r.
        
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