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Periodical volume 28. Mai 1919

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1919

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Sitzung am SS. M ai 1919
(D ie  V ersam m lung  W W i-eßh  e in s tim m ig  die sonalaktlen h in ü b er zu nehm en, w as ihm  recht er­
A nnahm e d e r  vom Ausschuß em pfohlenen, auf S e i te  scheint, u n d  w enn  m an  fe rn e r  «bedenkt, daß  diese A r­
173 der V o rlag en  abgedruckten neuen F assu n g  e in e r  beit von J u r is te n  au sg e fü h rt w ird , jedes Bedenken 
S p i-e ls teuero rdnung  fü r den  G em eindebezirk  C h a r­ fallen  dürfte . E s  m uß »zugegeben w erden , daß  e ine  
lo tten b u rg  m it den« vom B erich te rs ta tte r b e an trag te n  D aseinsberech tigung  der vorhandenen  P e rso n a lak ten  
A enderungen .) nicht m ehr vorhanden  ist. S o llre n  trotzdem  d ie  altem  
P ersona lak ten  noch weiche a u fb ew ah rt w erden , so 
V orstehgr Dr. B o rr lM d t:  W ir  kommen zu  der G edanke nicht von d e r  H an d  zu weisen, de ,, in, 
P u n k t 17: den K re isen  der B eam ten  u n d  A n g este llten ' um te w e ite res  gesagt w ird :  „ E s  ist n ichts N eues ge­
Bcriicht des Ausschusses iibtir ticn Antrag b&r Stobt- schaffen, d ie  a lte n  P e rso n a la k te n  sind ja  n o c h .v o r­
ucrotdndcn Bade und Een. IW . Einsicht der Per- h a n d en  und d a s ,  w a s  h ie r  vorgenom m en .würd-* ist 
foim testen. —  Drucksachen 107 und 126. lediglich e in  S ch lag  in s  W asser; -es h a t keinen Z  .„u*  
sich d ie  neuen P e rso n a lak ten  anzuschen, d e n n  da steht 
Sladtv. Bietjer 11: M ein e  D a m e n  und H erren ! doch n u r  d a s  verzeichnet, w a s  w ir  alle.schon wissen., 
D e r  Ausschuß, d e r in 'd e r  vo rigen  S ta d tv e ro rd n e te n -; d a s  G rav ierende  ist in  den a lten  A kten geblieben."
Versam m lung eingesetzt w urde , um  über den A n tra g  D e r  P u n k t  5. d e r  Beschlüsse g ib t n u n  den  B e ­
d e r K ollegen Baide und  Genossen be tre ffs  O ffen le­ am ten  und  Ang-gschllten b a s  Recht, z u  jeder Z e i t  auf, 
gung d e r geheim en P e r jo tta la k te n  zu b e ra te n , h a r A n tra g  d ie  P e rso n a lak ten  einsehen zu können. Z u  
am  21 . M a i  getagt. Z ugezogen w u rd en  gem äß dem  diesem  P u n k te  u n d  auch zu  e in igen  anderen  P unk ten , 
Z u sa tzan trag  d ie  5 O b le u te  d e r B e a m te n -  und A n - m üßte, der M a g is tra t  eventuell noch A usfü ihrungs- 
gestellten-Ausschüsse. Ic h  m öchte von v o rn h e re in  be­ bestim m ungen erlassen. D e n n  es ist menschlich ver­
tonen , daß  den H e rren  w ied erh o lt G elegenheit ge­ ständlich, L aß , w e n n  die neuen P erso n a lak ten  einge­
geben w urde, sich bei den B e ra tu n g en  zu äußern , fü h r t  w orden«sind, eine große A nzah l d e r  Beam tem  
und d aß  w ir  in  U ebereinstim m ung  m it  ihnen  vo r­ und A ngestellten den Wunsch haben w ird , diese P e r ­
schlagen, die von u n s  ausgestellten« P u n k te  u n te r  sonalakten n u n  auch wirklich einzusehen!. U m  dem  
1 b is  6 in  dieser V ersam m lung  anzunehm en. M a g is tra t  Z e i t ,  M ü h e  und  A rb e it  zu ersparen , w äre 
D ie  M e h rh e it des Ausschusses w ar der Ansicht, es dann  vielleicht möglich, den B eam ten  und  A nge­
.Daß d e r A n tra g  so, w ie er -eingebracht w orden  w a r , stellten  klassenweise zu e iner bestim m ten S tu n d e  in  
d e r  F o rm  nach nicht angenom m en w erd en  konn te ; einem  beistimmten R a u m  ih re  Akten vorzulegen.
.m it dem  I n h a l t  w ar m a n  hm großen  und  ganzen D ieser P u n k t  steht i n  ilistigem  Z usam m enhang  
einverstanden . A u s  d e r E rw äg u n g  h e ra u s , d a ß  die  m it dem P u n k t  6 :
h eu tig e  Z e it außero rden tlich  große A n fo rd e ru n g en  
an  die N ervenkräfte  e ines jeden einzelnen stellt, V on  jeder N e u e in tra g u n g  ist den  betreffen­
g la u b te  d e r  Ausschuß es n ich t g u th e iß en  zu  sollen , den B eam ten  oder A ngestellten K e n n tn is  zu 
.den B e am ten  mvD A ngestellten  d ie  P erso n a lak ten  in  geben. ,
der U rfo rm , w ie sie augenblicklich bestehen, vo rzu le ­ E s  genüg t nicht, daß  d ie  B eam ten  und A nge­
gen . E s  »milde zw eife llos e ine  ganze  R eihe  von stellten von  ih ren  P ersonalak ten  au f A n tra g  K e n n t­
.Füllen ausgero llt, die lediglich geeignet w ären , M iß ­ n is  nehm en können, sondern es m u ß  ihnen  auch ge­
stim m u n g  u nd  V e rä rg e ru n g  in  d ie  R e ih e n  der B e ­ sagt w erden, zu welcher Z e i t  der M a g is t r a t  e ine  
am tenschaft h in e in zu tra g en . Info lgedessen  kam m a n  E in tra jgüng  beabsichtigt. D e n n  w e n n  der B etreffende, 
.zu dem  S ch lu ß , daß  d ie  vorhandenen  P e rso n a lak ten  keine Nachricht d a v o n  e rh ä lt, daß  eine E in t r a g u n g  
zu schließen sind, w ie P u n k t 1 ang ib t. g e tä tig t  is t bzw . beabsichtigt w ird , so w äre  er auch 
W enn die vorhandenen  P ersona lak ten  ge­ nicht in  der L age , zu kon tro llie ren , w ie  diese E in ­
schlossen w erden, so ist es logischerweise e rfo rder­ tra g u n g  ausgefa llen  ist.
lich, daß  e ine  N e u a n le g u n g  von P e rso n a lak ten  e r­
fo lg t. B e tre ffs  d ieser beiden  P u n k te  g in g  der A u s ­ D e r Ausschuß g la u b t n u n , d a ß  in  der v o rlie ß  
schuß konform  m it den  R ich tlin ien , die d a s  M in i ­ genven F o rm  ein W eg gefunden ist, a u f  d em  die, 
s te rium  bei der B e ra tu n g  d e s  B eam ten rech ts  Hirn? w idersprechenden Ansichten zusam m engeführt -werden 
sichtlich d e r O ffenlegung der P e rso n a lak ten  au fgehe llt können, lind b itte r  Mir d ie  A nnahm e «seiner V or^  
ha tte . schlüge. ,
B ezüglich d e r ärztlichen  Z eugnisse  bestand E i ­ Stadtv. Dr. Stadthqgen: V e reh rte  A nw esende! 
n igkeit d a r in ,  daß  diese Zeugnisse nicht zu  d e n  neu-, M e in e  F re u n d e  stim m en  d e r V orläge  zunächst in  der, 
aufzustellenden P erso n a lak ten  zu  nehm en sind, so n ­ F o rm , in  «der sie a u s  dem  A usschuß he rvo rgegangen  
dern  daß es dem  M a g is tra t  überlassen bleiben m uß . ist, an  sich zu . W ir  hä tten  aber e ine  kleine A e n ­
welchen G ebrauch e r von den  ärztlichen Z eugnissen  deru n g  in  N r. 5 n ö tig , näm lich s ta tt  „A kten" zu  
machen w ill. S i e  sind a ls  N ebenakten  zu fü h re n  sagen: „ P e rso n a la k te n " , da v o rher zwischen P e r ­
und den ncuanzu legenden  P e rso n a lak ten  nicht bei-, sonalak ten  und B e la s te n  unterschieden ist, und  ditz 
zufügen. B e iak ten , die d ie  ärztlichen Z eu g n iije  e rh a lte n , dem  
E in ig e  Schw ierigkeiten  bereitete  d ie  F assu n g  B etreffenden  nicht zugänglich gemacht w erden sollen, 
des P u n k te s  4, und  zw ar a u s  dem G ru n d e , w eil d ie  .E s ist d a s  n u r  eine redak tione lle  A en d eru n g .
M e in u n g en  d a rü b e r g e tre n n t w a ren , ob die v o rh a n ­ F e rn e r  ha lten  w ir  es fü r  richtig, die N r . 6 noch 
denen P ersona lak te^  au fbew ahrt w erden sollen im  S in n e  unserer Auffassung zu  ergänzen, die im  A u s ­
oder zu vernichten sind. E s  ist wohl a n ­ schuß durch unseren V e rtre te r  zum  A usdruck ge­
zunehm en, daß , w enn der M a g is tra t voll kommen ist und die auch au f anderen  S e i te n  U n te r­
und ganz d a s  Recht' h a t, a u s  den v o rh a n ­ stützung gefunden ha t. W ir  schlagen I h n e n  einen 
denen P e rso n a lak ten  d asjen ig e  in  die n eu en  P e r - Zusatz folgenden W o r tla u ts  v o r:
        
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