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Periodical volume 28. Mai 1919

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1919

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Sitzung am 28. Mai 1010
Die Versammllluno nimmt 'bot)an Kenntnis, Stabtu. Suse: Bei dieser Gelegenheit möchte
baß der mit dem zahnärztilickM Benein Ehar- ich den M agistrat bitten, daß tu  dem S tadtte il M ar- 
totmtbuTfl, Schöneberg narb Groß-BeÄ-in W , tüwifenfesbe die S r  ra ßenbesiprengu n g in der warmen 
Abteilung Charlotienburg, gchchlosfenle Vertrag Jahreszeit in  größerem Umfange erfolgt, a ls  es bis­
nebst Nachtrügen über die zaihnärztli>che Ver- her geschehen ich I n  den Straßenzügen Sickinaen- 
forgiung der KriegeifoiniMiten zum 1. M ai 1919 schüße, Uifnauftuaiße, Hutkenftuaßie, die mmrittewar 
gekündigt worben W. T ie erklärt sich damit an die Gaswerke grenzen, »auf der andern S e ite  an 
oinoerftartoen, bas; die zghnärztliäre Behand­ die Loiewgsche Fabrik, die frühere Gießerei von Jach­
lung der Kviegersamillien, soweit sie bisher mann und die A. E. G. unb unter einer starken 
pauschal oaraaiM im tie , nach den Mündest» Staub- und Niußnritoiifißimfli toi den, laß t die Stroßen- 
sä Yen der M M ziualrare mir 4t) % Fujschlag despreichuwg biet zu wünschen übrig. Eine Besserung 
bezahlt wind.) in bloser Beziehung wird von den Bewohnern der 
Dortchen Gegend dringend gewünscht.
Vorsteher Dr. Borcharbt: Eingegangen 'ist! folgen» 
der A ntrag: (Die Versammlung beschließt nach dem Antrage 
des M agistrats, wie folgt:
Die Stadtvaroridnetenbersammlung er­
sucht den Dtagistmh i'htr so schnell »dir irgend F ü r Verstärkung 'der Hau shaltsplamiummci- 
möglich 'eine Vovlage bietr. die sofortige A us­ Drb. Verwaltung Kapitel IX  Abschn. 2 N r. 5 
führung des Tunnels unter der Neuen Moor» fü r 1918 —  Außerordentliche Schneebeseiti­
straße zur Ver&i.nöwngi der beiden Tsille des gung — werden 54 733,70 Jl nachträglich aus 
Lietzeniseeparks Äs Notstandsarbeit zu machen. lausenden M isteln bewilligt.)
Gebert, Wilk Vorstehor Dr. Vorchardt: Punk t 9 der Tages­
unb weisere Unterschritten. Der Antrag wirb auf ordnung:
die Tagesordnung der nächsten Sitzung kommen.
Vorlage betr. sJicchbctw|licu.tnn vom Mitteln für das 
W ir scannten zu Punkt 6: Arbeitsamt. -— Drucksache 119.
Borlage betr. Verstärkung der M ittel zulr Erneuerung Stadtv. Dr. Stadthotgen: Meine verehrten AH» 
der Dampskesselanlage in der Kaiser-Friedrich-Schule. wesendenk Meine Freunde sind durchaus für die 
—  Drucksackte 116. Bewilligung dieser M ittel. W ir vermissen aber bei den Einrichtungen, die w ir bisher haben und fü r die 
(Die Vet'i'Cinrmffiuing feefdhiefu nach dem Antrage wir hier M ittel 'bewilligen sollen, die Gewähr­
des MogissAats, wie facht: leistung, daß die offenen S tellen auch wirklich voll­ständig durch Erwerbslose besetzt werben. W ir be­
Die im Haushalltspilan für 1919 bei der dauern insbesondere, daß die Fahl der weiblichen Erwerbslosen noch lange nicht in Wm M aße ab ­
Orb. Vtotodlimig .Stapftet V II  B. 9 zur Ver­
Jl genommen hat, wie es bei dem M a n g e l  a n  fügung stehenden M ittel werden um 30 000 , Di  e n st b o t e n  u n d  H a u s a n g e s t e l l t e n  
M ctftüm Dieser B etrag ist! den Vorbehalts- der Fall sein sollte. 'Es ist ja nicht Iso, baß heutzu­
trtitteln zu entnehmen.) tage nur solche Haushalte Dienstboten oder Aus- 
wärterinnen gebrauchen, in  denen die Hausfrauen 
Punkt 7 der Tagesordnung: nichts tun  —  solche Haushalte gibt es überhaupt 
sehr wenig — , sondern die meisten Hausfrauen 
Vorlage betr. Verstärkung von Mitteln für die haben noch eine dsrer.amifliche Tätigkeit; viele 
Müllbeseitigung. —  Drucksache 117. müssen auch B erufsarbeit leisten, und können das 
bei der Sorge für ihre Kinder nur außerorden'tltch 
(Die Berfaminlung beschließt nach dem Antrage schwer: sie sind infolgedessen auf die Hilfe von an ­
des M agistrats, wie focht: deren freien Personen, «die nicht für andere zu sor­
Folgende Aiusgatienuncmern des Tonber- gen haben, angewiesen. D ie Klagen sind in Char- 
PliOins 9 für 1918 werben Uan die nachstehenden lottenb'Urg ganz allgemein, d a ß ' es fetzt kaum 
Betrüge verstärkt: möglich ist, ein Mädchen oder eine A ufw ärts«» zu 
Abschnitt 3 N r. 12 —  Feuerung bekommen. Trotzdem ist die Fahl der erwerbs­
und Heizung — von 6000 c 11 um  1456,32 Jl losen F rau en  ganz außerordentlich hoch. Leider 
O'uf 7456,32 4 , kann man au s  den Nachweisen, die wir erhalten, zumal büe Statistiken ja immer erst einige M onate 
AbßchkM 3 Nr. 13 —  (M wu be­ später in unsere Hand kommen, nicht deutlich er­
wirt erhaltung— von 4000 Jl um 783,09 „ sehen, wie sich die Erwerbslosenstatistik gestaltet. 
aus 4783,09 Jl, Ich habe m ir in meiner UnteMitzungskommission, 
Abschnitt 3 N r. 20 —  Verschie­ die etwa den fünften Teil der städtischen Erwerbs­
denes •— von 180 585 Jl  um 6889,68 „ losen erfaßt, vielleicht auch mehr, die Fahlen zu­
«Ulf 187 474.68 
    
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