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Periodical volume 14. Mai 1919

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1919

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Sitzung am 14. Mai 1919
«tadtv. Jastrow: Ich muß leider auch ettvas Vorlage betr. Erweiterungsbauten auf dem Gelände 
berichtigen, was Herr Kollege Rothholz eben aus­ dcS Waldhauses Eharlottcnburg in Sommerfeld. —
gesprochen hat. E r ineinte, daß ein großer Teil der Drucksache 102.
M itglieder aus dein Jugendheim ausgetreten wäre. 
Das stimmt nicht. Es sind von etwa 1000 oder (D ie Versammlung beschließt nach dem Antrage 
1100 M itgliedern einige 20 zurückgetreten. Das des Magistrats, wie folgt:
i'ann man doch wirklich nicht als einen großen Teil l. Dem Bauentwurf zur Errichtung von Erwei- 
bezeichnen. Es waren etwa 20 jüdische Mitglieder, terungslmuen auf dem Gelände des Wald- 
die da glaubten, daß durch die politische Tätigkeit —  hanfes Charlottenburg im Sommerfeld (Ost­
nicht des Jugendheims, denn es ist vom Ausschuß havelland) wird zugestimmt.
und auch im  Vorstände festgestellt worden, daß im I I .  Die Kosten im Gesamtbeträge von 1 626000c/Z 
Jugendheim keine politische Tätigkeit stattgesunden sind in folgender Weise zu decken: 
bat, sondern des Fräulein von Grekke als Kandßdatin a) Aus den durch, Gemein'debeschilstß vom 28. 11. 
öov Däu-tsch-nationalen Vc^kspartei —  der Anschein und 4. 12. 1918 fü r Notstastdsarbeiten be­
erweckt würde, daß im Jugendheim antisemitische willigten 10 M illionen . . 1 050 000 .//
Tendenzen herrschten. Dadurch sind einzelne M i t ­ 1») Aus der durch Gemeinde 
glieder des Jugendheims ausgetreten. beschließ vom 12. 12, und 
18. 12. 1912 bewilligten
(Zuruf.) „Kaiser-Wilhelm - I  ttbilmi ms-
stiftung 1 9 1 3 " ......... 300 000 „
Ich kann m ir nicht helfen, das ist nun einmal im c) Aus der Anleihe von 1912
Ausschuß festgestellt worden. Ich bin jetzt viele (noch verfügbarer Betrag) . 162 753 „
Jahre im Vorstände des Jugendheims, bin von der 
Stadtverordnetenversammlung hineindelegiert und (1) Aus späteren Anleihen zu
bekenne ganz offen und frei, daß ich niemals während d e c k e n ................ 113 247 „
meiner Tätigkeit dort antisemitische Tendenzen vor­ zusammen 1 626 000 
    
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