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Periodical volume 19. März 1919

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1919

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Sitzung am 19. MSrz 1919
Stadtv. Frank ( fo r tfa h re n d ): M i r  ist durch den (D e r  A n tra g , lau ten d :
Schlustontrofl leider d a s  W o rt abgeschnitten w orden. D ie  S ta d tv e ro rd n e te n v ersam m lu n g  w olle be­
Ic h  h a tte  vor, die A ngaben  des S ta d tv .  S k a lie r  schließen, den M a g is tra t zu ersuchen, m it ih r in  
richtig zu stellen. gemischter D e p u ta tio n  über M aß n ah m en  zu be­
ra te n , um  au f Len dazu  re ifen  W irtschafts­
Vorsteher-Stellv. Dr. Frentzel: Ic h  g laube, H err gebieten e ine  S o z ia lis ie ru n g  in  möglichst kurzer 
Kollege, es w ird  I h r e r  Geschicklichkeit gelingen , eine Z e it durchzuführen 
andere passende G elegenheit a u s f in d ig  zu machen, um  w ird  ebenfalls angenom m en .)
d as  zu sagen, w a s  S i e  sagen w ollen.
D a s  P ro to k o ll vollziehen heute die H erren  P u n k t 16 der T ag e so rd n u n g :
S ta d tv .  B ra n d t, Dr. F e ig  und F ran k .
Anfrage der Stadtv. Gebert und Gen. betr. Bureau­
Stadtv. Gebert (z u r G eschäftso rdnung): M ein e  hilfspersonal. —  Drucksache 49.
D am en  und  H erren ! Ic h  möchte den geschäftsord- 
n u n gsm äß igen  A n tra g  stellen, die P u n k te  14 und  1b  (D ie  A nfrage  la u te t:
von 'd e r  T ag eso rd n u n g  abzusetzen. E s  ist be re its  
11 U hr. U n te r welchen V oraussetzungen lehn t der 
M a g is tra t  e ine V e rh an d lu n g  m it dem  V erbände 
(Z u stim m u n g .) der B u reau an g este llten  D eutsch lands betr. t a ­
rifliche R egelung  der L ohn- und A rb e itsb ed in ­
Vorsteher-Stellv. Dr. Frentzel: S i e  w ollen also gungen  fü r d a s  B u re au h ilfsp e rso n a l a b ? )
P u n k t 16 noch erled igen?
Fragesteller Stadtv. Gebert: M e in e  D am en  und 
(Z u stim m u n g  des S ta d tv .  G eb ert.) H e rren ! I c h  w ill wünschen und  hoffen, d aß  u n s  dieser P u n k t d e r  T ag eso rd n u n g  nicht a llzu  lange 
M ein e  D am en  und  H erren , S i e  haben den A n ­ au fha lten  w ird .
trag  gehört. I c h  b itte  diejenigen, die diesem A n trage  I n  den  öffentlichen Z e itu n g en  w a r  zu lesen, daß  
zustim m en w ollen, die  H an d  zu erheben. unser M a g is tra t  S te llu n g  gegen die H ilfsk rä fte  e in ­genom m en habe, und  es hieß da :
(Geschieht.) D ie  städtischen H ilfsk räfte  des M a g is tra ts  C h a rlo tten b u rg , die zw eifellos m it  zu den 
D a s  ist die g roße  M eh rh e it. D ie  P u n k te  14 und schlechtestbezahlten A ngestellten  rechnen können, 
15 sind von der heu tigen  T ag eso rd n u n g  abgesetzt. h a tten  sich v o r  kurzer Z e it  durch den V erband  der B u reauangeste llten  a n  den M a g is tra t ge­
Ic h  teile w e ite r m it, daß  der von H e rrn  Dr. w an d t und  um  Aufbesserung ih re r  G e h ä lte r ge­
Hertz v o rh in  e rw ähn te  A n tra g  bezüglich A ufhebung beten. D a b e i w urde  d e r Wunsch g eäu ß e rt, daß  
d es  B e lag eru n g szu stan d es n u n m eh r form gerecht e in ­ bei eventuellen  V e rh an d lu n g en  V e rtre te r  des 
gegangen ist und  d a ß  e r  a u f  d ie  T ag e so rd n u n g  der V erb an d es hinzugezogen w erden sollten. E s  
nächsten S itzu n g  gesetzt w erden w ird . w ird  bem erkt, daß  diesem Ersuchen se itens der 
üb rig en  G em einden  G ro ß -B e r lin s  fast überall 
Stadtv. Gebert (z u r  G eschäftso rdnung): Ic h stattgegeben w orden ist und  daß d ie  V e r­
möchte d a ra u f  aufm erksam  machen, d aß  P u n k t  13 handlungen  m it dem V erbände zu günstigen 
noch nicht erled ig t ist. D ie  A bstim m ung  fehlt noch. R esu lta ten  geführt haben. H e rr  O ber­
bürgerm eister Dr. Scholz dagegen kann sich 
Vorsteher-Stellv. Dr. Frentzel: G ew iß , w ir  w a­ nicht entschließen, m it  e inem  V erb an d sv er­
ren  noch nicht so w eit. tre te r  zu verhandeln , da, w ie er a n n im m t, recht­liche Bedenken dagegen bestehen. W ir  sind ge­
W ir  kom men jetzt z u r  A bstim m ung. E s  lieg t zw ungen, den H e rrn  O berbürgerm eiste r au f die 
lediglich der A n tra g  B ad e . B lu m , Dr. B orchard t usw. B estim m ung  des § 13 letzter Absatz d e r V e r­
vor. d e r 'je tz t la u te t: fügung über T a r ifv e r trä g e  vom  23. D ezem ber 
D ie  S ta d tv e ro rd n e te n v ersam m lu n g  wolle be­ 1918 h inzuw eisen , und hoffen, daß  dieser öf­
schließen, den  M a g is tra t  zu ersuchen, m it ih r fentliche H in w e is  n u n m eh r genügen w ird , den­
in  gemischter D e p u ta tio n  über M a ß n a h m e n  zu selben von seiner irr ig e n  Ansicht zu befreien. 
bera ten , welche geeignet sind, die reisen W ir t­ G leichzeitig w urde u n s  ein S ch re iben  se iten s des 
schaftsgebiete in  K om m uneeigen tum  zu über­ V erb an d es ü b e rm itte lt. W ir  'haben u n s , a ls  w ir  
führen, dieses S chre iben  bekamen u n d  diesen A rtikel lasen, 
n u r  gew undert, w ie es möglich ist, d aß  m an  nach 
nachdem die H erren  A n tragste lle r sich m it der von u n te r  den heu tigen  V e rh ä ltn iß e n  einen d e ra rtig en  ab­
u n s  b ean trag ten  S tre ic h u n g  e inverstanden  erklärt lehnenden S ta n d p u n k t  einnehm en kann. Ic h  w ill 
haben. h ie r ausdrücklich konstatieren, daß  d ie  G roßbetriebe  
a lle r A r t  m it  dem T age  d e r R e v o lu tio n  ih ren  ab ­
(D ie  V ersam m lung  beschließt m it  g ro ß e r M eh rh e it lehnenden S ta n d p u n k t  den O rg an isa tio n en  gegenüber 
nach diesem A n trag e .) aufgegeben u nd  V erh and lungen  m it den in  B etrach t 
kom m enden Gewerkschaften gepflogen haben. W ir  
W ir  kommen n u n  zu r A bstim m ung über den m üßen  e s  lebhaft bedauern , daß  e ine  S t a d t  w ie C h a r- 
zw eiten  A n tra g , den  A n tra g  der H e rren  Dr. B ro h  lo ttcn b u rg  e in en  d e ra rtig en  reak tio n ä ren  S t a n d ­
und  G en . punkt noch e in n im m t. —  J a ,  H e rr  O berbürgerm eister
        
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