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Periodical volume 27. Februar 1918

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1918

Sitzung am 27 Februar 1618 21 außer Leu Zuschlägen an u n s gestellt — noch nicht trag lich es ,' w enn m an -die gew altigen Lasten am Ende sind, daß sie im Gegenteil vielleicht nu r in Vergleich zieht, die alle anderen G em einden in gerade eben erst angefangen haben, und w enn diese O st und West gegenüber G roß -B erlin zu tragen Forderungen erst durch das Reich und den S t a a t in haben. verschärftem M aße an u n s herantreten , dann, so glaubten w ir im M agistra t, wäre es abwegig, wäre Freilich ist e ins in unserm H au sh a lt nicht in Rechnung gestellt worden. V or wenigen S tu n d en es vielleicht verkehrt, von unseren S teuerzahlern noch weiter höhere Zuschläge zu verlangen. hat die P rov inz ialverw altu ng den sogenannten provinziellen Lastenausgleich beschloßen. M eine B ei dem Vorschlag des Steuerzuschlages von H erren, unser Wunsch wäre gewesen, daß dieser Kelch 190% sind w ir ferner von der E rw ägung ausge­ an u n s vorübergegangen wäre. S o wie die V erhält- gangen, daß dieser Zuschlag ein in G roß-B erlin niste aber gelegen haben, w ar auch nach den E rk lä­ einheitlicher sein müsie, und wie bisher die Z e itung s­ rungen der S taa tsreg ie ru n g ohne einen Lastenans- notizen gelautet haben, ist auch ein solcher Zuschlag gleich überhaupt nicht w eiter zu arbeiten und schon in allen größeren G em einden B e rlin s m it 190% vom J a h re 1918 an nicht w eiter zu arbeiten. I n ­ den bewilligenden .Körperschaften vorgeschlagen w or­ folgedessen m ußte der T runk , auch wenn er b itter den. B ish e r hatten die westlichen V ororte im m er war, nun einm al getan werden; es stand n u r dahin : einen um 10% höheren Zuschlag a ls die S tad tg e ­ in welcher F o rm . Dieser sogenannte Lastenausgleich meinde B erlin . W ir haben bereits im vergangenen ist kein Lastenausgleich, e r ist eigentlich ein D o ta ­ J a h re erklärt, daß fü r eine derartige D ifferenzierung tionsfonds, eine S u m m e, au s der gewiste B eträge kein R aum ist, keine Veranlassung vorliegt, und an die sogenannten notleidenden G em einden gezahlt w ir haben diesen S tan dpun k t auch in diesem J a h re , werden. Im m e rh in beträg t diele S u m m e fü r die das glaube ich sagen zu können, m it E rfolg bei den S tad tgem einde C harlottenburg 600 000 dH. E s ist bisherigen V erhandlungen vertreten* u n s in letzter S tu n d e gelungen, die Last, die noch D a wir uns nicht in der Lage sahen, aus irgend­ um weitere 150 000 dH fü r unsere Rechnung höher welchen Fonds nennenswerte Beträge zur Verfügung gewesen wäre, also 750 000 dH betragen hätte, um zu stellen, blieb uns nur der Vorschlag der Erhöhung 1% der P rovinzialsteuern herabzum indern, nämlich der Gemeindeeinkommensteuer auf 190% übrig. von 19% auf 18% , so daß w ir wenigstens nu r in Unsere Fonds sind erschöpft; denn der kleine Rest, 19>8 ein M eh r von 600 000 dH zu tragen haben, den der Ausgleichsfonds noch zur Verfügung hat, ein R esultat, m it dem w ir im m erh in zufrieden sein glaube ich kaum gegenüber den Forderungen, die hier können, daß w ir e s überhaupt erreicht haben. D enn vorliegen, erwähnen zu dürfen. Ich darf weiter nach ich hoffe, daß dieses einm alige Erreichen im Jahre1918 dieser Richtung betonen, daß der kleine Betrag von der V orgänger von weiterem Erreichbaren sein w ird. etwa 500 000 cH gegenüber den Beträgen, die sofort M eine H erren, eine Deckung konnten w ir, da dieser bei Kriegsende von u n s gebraucht werden werden, ver­ Beschluß erst vor wenigen S tu n d e n gefaßt ist. Ih n e n hältnism äßig wenig darstellt. Alle möglichen Anforde­ vorläufig nicht vorschlagen; es w ird u n s auch e in ig er rungen der verschiedenen Verwaltungen sind zurück­ m aßen schwer werden, nachdem der H aushaltsp lan gestellt. W ir haben einmal seitens des M agistrats fertiggestellt ist, eine Deckung zu finden. W ir wer versucht, annähernd vorsichtig die Sum m en festzu­ den über diese F rage m it Ih n e n im Ausschuß be­ stellen, die von den verschiedenen BerNxrltungszweigen ra ten ; der M ag istra t m uß sich seine S te llu n g nach in den ersten Jah ren als besonders dringend ge­ dieser Richtung vorbehalten. braucht werden. W ir haben da als dringendste F o r­ derungen, nur uit. das Allernotwendigste zu be­ F ü r jede V erw altung und insbesondere fü r kommen, folgende Ziffern erhalten: im ersten J a h r jeden K äm m erer ist es nicht leicht, im m er höhere un d *2,5 M illionen Mark, im zweiten J a h r 1,5 M illionen höhere Lasten zu fordern und im m er n u r nehmen Mark und eine gleiche Summ e im dritten Jah r . zu wollen und n iem als bringen zu können. A ber Diese Beträge warten als Extrazuschüsse, die von w ir sind n u n einm al dazu da, 'd e r Z ukunft Rechnung uns verlangt werden, in den kommenden Jah ren nach zu tragen und bezüglich der finanziellen Lage die­ dem Kriege, und daneben sind weiter von diesen jenigen Erw ägungen anzustellen, nach denen unserer Jahren diejenigen Beträge an Teuerungszulagen M einung nach am besten vorgesorgt w ird . Ich habe und an mehr Zinsen zu tragen, die wir jetzt in den vorhin den Grundsatz der T ragung von Lasten durch laufenden H aushalt nicht einstellen zu können glau­ die Zukunft voll anerkannt. A uf der anderen S e ite ben, die aber natürlich allmählich in den laufenden aber glaubt der M ag istra t noch m ehr auf -die Z u ­ Haushalt hineinkommen müssen, weil sie einen Teil kunft nicht schieben zu können, a ls ohne w eiteres der laufenden Belastung der Stadtgemeinde dar­ schon von ihm a u s vorgeschlagen w ird. D enn jede stellen. Zeit hat neue Aufgaben, jede Z e it w ird auch neue Lasten bringen, und bei unserer Zukunft stehen diese M eine H erren, m an kaun sich auf den S ta n d ­ Lasten schon heute sichtbar in Aussicht. Ich nannte punkt stellen, daß die Zukunft große Lasten über­ sie Ih n e n vorhin dam it, daß zunächst einm al unser nehmen m uß. größere Lasten als die G egenw art, weil laufender H aushalt w ird in O rdn ung gebracht w er­ w ir die furchtbar schwere Z eit zu tragen haben, sie den müssen. D enn wenn auch die S ta d t C harlo tten ­ ohne M u rren tragen, in der H offnung, der Zukunft burg durchaus fü r sich in Anspruch nehmen kann, ein kesseres Dasein zu bereiten. Ich erkenne diesen daß sie sich finanziell a ls fundiert betrachten konnte S tan d p u n k t vollauf an. Aber dieser S tan dpun k t und auch heute noch kann, so ist es natu rgem äß, daß m uß selbstverständlich ein M aß haben, er m uß das die Erschütterung, die dieser K rieg m it sich gekracht A usm aß haben, daß auch die G egenw art das träg t, h a t, auch an u n s nicht spurlos vorübergegangen ist w as sie tragen kann, und der M agistrat ist der und vor a llen D ingen vorübergehen w ird . ' Auch M einung, daß das. w as von Ih n e n verlangt wird, .unser H aushalt ist etw as in U nordnung gekommen, bei den jetzigen Erwerbsverhältnissen durchaus nichts und die zukünftigen J a h re werden ihn erst a llm äh­ Unerträgliches ist, ganz besonders nichts Uner- lich und langsam wieder in O rdnung bringen
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