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Periodical volume 4. Dezember 1918

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1918

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Sitzung am 4 Dezember 1918
Punkt 2: Wunsch haben w ir zu äußern, der dahin geht, daß der 
Achtstundentag so schnell wie möglich auch in den­
Wahl eines Beisitzers an Stelle des verstorbenen jenigen Betrieben der Stadt eingeführt werde, in 
Stadtverordneten Ruß. denen nach der Vorlage die Umänderung des Betriebs 
vor der Hand noch nicht möglich ist. W ir haben den 
Stadtv. Otto: Ich schlage vor, Len Herrn dringendsten Wunsch, daß das auch hier so schnell 
Möllerten Kantzenbach zu wählen, und beantrage, die wie möglich geschieht.
Wahl durch Zuruf vorzunehmen.
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage 
Vorsteher Dr. Frentzel: Ich höre keinen Wider­ des Magistrats, wie folgt:
spruch. Andere Vorschläge werden nicht gemacht. Ich 
stelle fest, daß Herr Stadrv. Kantzerrbach zum Gei» Der Einführung des achtstündigen A r­
sitzer dieser Versammlung gewählt worden ist. beitstages für die Arbeiter in allen Ver- 
waltungSzweigen einschl. der Betriebsver- 
Punkt I : ■ Wallungen, soweit nicht besondere technische 
Schwierigkeiten im Hinblick auf die Eigenart 
Borlage betr. Wahl eines Abgeordneten und eines einzelner Betriebe einer derartigen Maßregel 
Ersatzmannes zum Bcrbandsausschuß des Wohnungs­ entgegenstehen, im allgemeinen m it Wirkung 
verbandes Groß-Berlin. —  Drucksache 154. vom 1. Dezember 1918 ab unter Belastung der 
für die neunstündige Arbeitszeit bisher ge­
Die Wahl findet erst um %l/z  Uhr in einer be­ währten Bezüge wird zugestimmt. Die er­
sonderen Wahlhandlung gemeinsam von Stadwer-. forderlichen M itte l sind bei dem Lohnfonds 
ordnerenversammlung und Magistrat statt. W ir haben bzw. bei den für die Zahlung der Kriegs- 
jetzt nur Kenntnis von der Vorlage zu nehmen. E in  teuerungszulagen und Kriegsbeihilfen be­
Widerspruch erfolgt nicht. Es ist Kenntnis ge­ stimmten Fonds zu verausgaben.)
nommen.
Vorsteher Dr. Frentzel: Es werden mir soeben 
Punkt 4: zwei dringliche Anfragen übergeben, die ich verlesen 
möchte. Die erste Anfrage lautet:
Borlage betr. Bestellung eines ständigen Stellvertre­
ters des Vorsitzenden des Versicherungsamtes. -— Welche Schritte gedenkt der Magistrat zu 
Drucksache 155. tun, um die Aufhebung der Schneeschippvcrord- 
nung schleunigst herbeizuführen?
ES ist Herr Assessor Gluck vom Magistrat für 
die Stelle eines ständigen Stellvertreters des V or­ Unterzeichnet ist die Anfrage von den Herren 
sitzenden des Versicherungsamtes vorgeschlagen worden. Dr. Stadthagen, Dp Liepmann, Wenzke, Otto, 
— Ein Widerspruch erfolgt nicht. Einwendungen Meyer, Dr. Frentzel, Gebert, Dr. Byk und verschiedenen 
gegen diese Wahl sind nicht erhoben; Herr Assessor anderen Herren.
Gluck ist demnach gewählt.
J L  mochte all den Magistrat die Frage richten 
Punkt 5: ob er in der Lage ist, diese Anfrage heute schon zu 
beantworten?
Vorlage betr. Unterstützung der Lehrkräfte der (Zustimmung des Oberbürgermeisters Dr. Scholz.)
höheren - und mittleren Privatiiiädchenschulen.
Drucksache 156. — Dann werden w ir sie am Schlüsse der Tagesord­
nung behandeln.
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage Die zweite dringliche Anfrage lautet:
des Magistrats, wie folgt:
1. I n  Erweiterung des Geineindebeschlnfses vom Welche Schritte gedenkt der Magistrat zu 
18. und 29. M ai 1918 werden für die Dauer tun, um gemäß dem Erlaß der jetzigen Regie­
des Krieges die Teuerungszulagen von rung eine stärkere M itarbeit der Frauen in den 
monatlich 25 J {  auch den vollbeschäftigten Deputationen herbeizuführen?
Lehrkräften der Manteuffelschen Mädchen- Unterzeichnet: Dr. Stadthagen, Dr. Liepmann, Joch- 
Mittelschule vom 1. Oktober 1918 ab gewährt. mann, Otto, Gebert.
2. Die bisherige Einschränkung der Zahlung der 
Kriegsbeihilfen und -teuerungszulagen auf Kann diese Anfrage auch nachher erledigt werden? 
Lehrkräfte m it n i^ t  mehr als 3000 J l  Gehalt (Zustimmung des Oberbürgermeisters Dr. Scholz.)
jährlich fällt vom 1. Oktober 1918 ab fort.
3. Die zu 1 erforderlichen Beträge sind dem V or­ —  Tann werden w ir nach Schluß der Tagesordnung 
schußkonto „Kriegsteuerungszulage" zu ent­ diese beiden Anfragen behandeln.
nehmen.) W ir kommen zu Punkt 7:
Punkt 6: Vorlage betr. Bereitstellung von Mitteln zur Auf­
stellung der Wählerlisten für die Wahlen zur Na­
Vorlage betr. Einführung des achtstündigen Arbeits­ tionalversammlung. —  Drucksache 158.
tages. —  Drucksache 157.
I n  den Antrag des Magistrats sind noch die 
ctadtv. Gebert: Meine HerrenI W ir haben Worte „aus Vorbehaltsmitteln" einzufügen, so daß
gegen diese Vorlage nichts einzuwenden. Nur einender Antrag lautet:
        
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