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Periodical volume 18. September 1918

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1918

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Litzung am 18. Septem ber 1918
sicht a u f  den  b e re i ts  geleisteten  V orschuß v o n  2 0 0  Jl erhöhen . M a n  kann im  Z w eife l d a rü b e r  sein, w elcher 
diese V e rz ö g eru n g  v o n  den  B e te il ig te n  e r tra g e n  w er­ R e g e lu n g  d e r  V o rz u g  zu  g äben  ist. N achdem  a b e r  d ie  
den  w ird . I c h  b itte  S i e ,  a u s  diesen G rü n d e n  dem  städtischen A rb e ite r  selbst in  e in e r  E in g a b e  eine E r ­
A n tra g e  a u f A u ssch u ß b e ra tu n g  zu zu s tim m en . hö h u n g  der lau sen d en  K rie g s te u e ru n g sz u la g e  ge­
wünscht haben , können  w ir  u n s , g laube ich, m it  der 
S ta d tv .  H irsch: M e in e  H e rre n !  Auch m eine  V o rla g e  d es M a g is t r a t s  in  dieser B ez ieh u n g  a b ­
F re u n d e  h aben  b e a n tra g t ,  d ie  V o rla g e  e inem  A u s ­ fin d en .
schuß zu  überw eisen . U m  gleich den E in w a n d  vorw eg  D a g e g e n  habe ich d ie a lle rleb h aftesten  B edenken  
zu  n ehm en , d a ß  durch e ine  A u ssch u ß b e ra tu n g  even­
tu e ll e ine V e rz ö g eru n g  d er A u s z a h lu n g  e in tre te n  dagegen , d a ß  in  d e r V o rla g e  keine R eg e lu n g  >der 
könnte, so h a t H e r r  O t to  schon b e to n t, d aß  ein  V o r ­ L ö h n e  u n d  G e h ä lte r  fü r  d ie  H ilfsk rä f te  vorgesehen 
schuß b e re its  gezah lt ist. E s  kom m t h in z u , d a ß , w enn  ist. E s  h e iß t in  d e r V o rla g e  led ig lich :
w ir  d ie  E r le d ig u n g  d er V o r la g e  beschleunigen w ollen , D ie  K rie g sh ilfsk rä fte  e rh a lten  d ie e in ­
ja  dem  n ich ts im  W ege steht, d a ß  d e r  A usschuß  schon m alig e  K rie g s te u e ru n g sz u la g e  nicht, diese P e r ­
in  den allernächsten T a g e n  zusammentritt, so daß  sonen w erd en  durch E rh ö h u n g  ih re r  B eso ld u n g  
d a n n  eine a u ß e ro rd en tlich e  S ta d tv e ro rd n e te n v e r ­ m it  W irk u n g  vom  1. J u l i  d. J s .  ab ausgebessert 
sam m lu ng  in  d er nächsten Woche ev en tu e ll d ie V o r ­ w erden .
tage  verabschieden könnte. A lso eine V erzö g eru n g  Ic h  g lau b e , m ein e  H e rre n , d ie S ta d tv e r o rd ­
b rauch t durch e ine  A u ssch u ß b e ra tu n g  nicht e in zu ­ n e ten v e rsam m lu n g  h a t a lle  V e ra n las su n g , zu  e rfah ren , 
tre te n . in 'w e lc h e r  W eise d e n n  die K rie g sh ilfsk rä f te  au fge­
E benso  w ie  der H e r r  V o r re d n e r  haben  auch bessert w erden  sollen bzw . in  welcher W eise sie a u f ­
m ein e  F re u n d e  gegen E in z e lh e ite n  d ek ^ V o rlag e , der gebessert w o rd en  sin d , un d  ich g lau b e , w ir  haben  
w ir  grundsätzlich selbstverständlich zu stim m en , recht fe rn er auch alle V eran lassu n g , zu  v e rla n g e n , d a ß  w ir  
erhebliche B edenken . M e in e  H e rre n , es ist rich tig , bei dieser R e g e lu n g  e in  W o r t  m itz u re d e n  h aben . E s  
d a ß  d ie G rundsä tze , von  denen  sich der M a g is tra t  geht doch n ich t a n , d a ß , w ähren d  d ie G e h ä lte r  und  
le iten  lä ß t ,  den  V o rz u g  gegenüber d en  G rundsätzen  d ie  L ö h n e  fü r  alle  ü b rig e n  K a te g o rie n  v o n  B e a m te n  
v erd ienen , d ie d e r  staatlichen R e g e lu n g  z u g ru n d e  ge­ u n d  A ngeste llten  durch G em eindebeschluß  g ereg e lt 
leg t sind. A b er w e n n  ich m ir  d ie  V orschläge des w erden , d ie R eg e lu n g  fü r  d ie H ilfsk rä f te  dem  M a ­
M a g is t r a ts  betrachte u n d  sie zu  den  V orschlägen in  g is tra t  a lle in  überlassen  b le ib t. H e r r  K ollege O t to  
V erg leich  setze, d ie augenbliM ich  Lurch den  B e r l in e r  h a t b e re i ts  e rw ä h n t, daß  eine R e ih e  v o n  E in g a b e n  
M a g is tra t  der d o rtig e n  S ta d tv e ro rd n e te n v e rs a m m ­ seitens der H ilfsk rä f te  a n  die städtischen K ö rp e r­
lu n g  u n te rb re ite t  sind, so kom m e ich doch zu  dem  E r ­ schaften gerichtet w ord en  sind . A u ß e r  diesen E in ­
g e b n is , d aß  d ie V o rla g e  u n se re s  M a g is t r a ts  h in te r  g aben  sind w oh l jedem  von  u n s  noch e ine  g ro ß e  R e ih e  
der d es B e r l in e r  M a g is t r a ts ,  w enn  m an  sich lediglich von B r ie fe n  u n d  W ünschen persönlich zu gegangen , 
von  sozia lpo litischen  E rw ä g u n g e n -  a u s  le ite n  lä ß t , u n d  d a r a u s  e rg ib t  sich, d a ß  in  d e n  R ech en  d e r  K rie g s -  
zurücksteht. H ilfskräfte  e ine g ro ß e  B e u n ru h ig u n g  d a rü b e r  herrscht, 
Auch in  B e r l in  sind, vorausgesetzt, daß  die daß  sie bei der R e g e lu n g  d e r  T e u e ru n g s z u la g e n  ü b e r­
Z e itu n g sn ach rich ten  rich tig  sind, die T e u e ru n g s z u ­ gang en  w ord en  sind. S i e  w ünschen te ils , d a ß  sie 
lagen  nach v ie r  G ehaltsk lassen  vorgesehen . A b er ebenso b eh an d e lt w erd en  w ie  d ie B e a m te n , te i l s ,  d a ß  
w ähren d  bei u n s  d ie  Z u la g e n  zwischen 5 4 0  und  ih n en  dieselbe E rh ö h u n g  z u te il  w ird  w ie den  A r ­
1 0 0 0  Jl lieg en , bew egen sie sich in  B e r l in  n u r  b e ite rn .
zwischen 6 0 0  u n d  9 0 0  JL M i t  a n d e re n  W o r te n :  I c h  g lau b e , d a ß  diese W ünsche im  g ro ß e n  g a n ­
die B e a m te n  der u n te re n  Klasse e rh a lten  in  B e r l in  zen, ohne d a ß  ich mich h ie r  a u f  E in z e lh e ite n  festlege, 
m eh r a l s  bei u n s , w äh ren d  d ie  B e a m te n  d e r  höheren  doch a ls  berechtig t g e lten  können. D e n n  die L ö h ne  
K lassen  in  B e r l in  w e n ig e r e rh a lten . D ie  S p a n n u n g  u n d  G e h ä lte r , d ie  unsere  K rie g sh ilfsk rä f te  beziehen , 
ist a lso  in  B e r l in  g e rin g e r a l s  bei u n s , u n d  ich sind  im  a llg em ein en  erheblich g e rin g e r a l s  d ie  G e­
g lau b e , der A usschuß  h a t alle V e ra n lassu n g , sich h ä lte r , d ie  sie in  d e r P r iv a t in d u s tr ie  o d er bei an d e ren  
reiflich zu  üb erlegen , ob w ir n ich t, u m  die S p a n n u n g  ö ffen tlichen  K örperschaften  e rh a lten . E s  ist desw egen  
au szu g le ichen , den  B e a m te n  d er u n te rs te n  K lasse, d r in g e n d  n o tw e n d ig , h ie r  d ie bessernde H a n d  a n z u ­
v ielle ich t der beiden  u n te rs te n  K lassen, m eh r zu ­ legen . W ir  d ü rfe n  nicht vergessen, d a ß  w ir  u n s  jetzt 
b illig en  sollen, a l s  d e r M a g is t r a t  b e a n tra g t h a t. im  5 . K r ie g s ja h r  b e fin d en  u n d  d a ß  w ir  eine  ganze 
D a s  G leiche t r i f f t  zu  fü r  d ie K in d e rz u la g e n . R e ih e  v o n  K rä f te n  b e re i ts  seit la n g e n  J a h r e n  bei u n s  
I n  B e r l in  sollen fü r  jedes K in d  1 0 0  J(, g e w ä h rt beschäftigen, K rä f te , d ie doch w oh l dadurch, daß  w ir  
w erd en ; bei u n s  15 %  d er S ä h e ,  d ie die V e rh e i­ sie b e h a lte n  haben , den  B e w e is  d a fü r  erb rach t h aben , 
ra te te n  ohne K in d  bekom m en. D a s  w ü rd e  fü r  die d a ß  sie b rauchbar sin d . T ro tzdem  sind n ich t n u r  d s t 
B e a m te n  der u n te rs ten  K lassen bedeu ten , daß  sie sich, G e h ä lte r  g e rin g , so n d e rn  es herrscht auch d e r w eite re  
w e n n  d ie M a g is tra ts v o r la g e  u n v e rä n d e r t  a n g e ­ M iß s ta n d , d aß  a lle  diese K rä f te  a u f  tägliche K ü n d i­
n o m m en  w ü rd e , bei 2 K in d e rn  bei u n s  u m  a n ­ gung  an geste llt sind , selbst d ie jen ig en , d ie b e re its  
n ä h e rn d  1 0 0  
    
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