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Periodical volume 5. September 1917

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1917

Sitzung ant 5. September 1917 l ° y
t u n ,  u m  festzustellen, wie -och die Rückvergütung, vom  2. 5. 17 n un m eh r  au f  die D e p u ta t io n  über­
d. H. d a s  Recht au f  M in d e ru n g  seitens des M ie te r s ,  zugehen hat.)
zu veranschlagen ist. Natürlich  werden sich sehr viele 
Leu te  d am it  nicht zufrieden geben, und  ich glaube Vorsteher Dr. Frentzel: P u n k t  19 der  T a g e s ­
doch, daß über kurz oder lang Gerichtsurteile  nach der o rdnung :
Richtung h in  erfolgen werden, die eben fü r  die All- 
geineinheit a l s  Beispiel für die Abzüge dienen w er­ Vorlage betr. Neubau einer behelfsmäßigen Mifro- 
den, die gemeinhin vorzunehmen sind. fkopieranstatt auf dem (Gelände des .Krankenhauses Westend. —  Drucksache 110.
Stdbtb. Bernhard: J a ,  m eine H erren ,  m i r (D ie  V ersam m lung  beschließt nach dem A n trage  
ist die S ach lage  noch nicht ganz klar. Zunächst sehe des M a g is tra ts ,  wie folgt:
ich nicht ein, w eshalb  nicht von  irgendeinem  tech­
nischen V erband  und von  dem V erband  der H a u s ­ 1. D em  N eu b au  einer behelfsm äß igen  M ikvo- 
w ir te  m indestens genau  so wie fü r  die W arm w asser­ skopieranstalt au f dem G elände des K ranken­
versorgung auch für die H eizung  ein bestimmter hauses W estend w ird  zugestim m t.
Prozentsatz festgestellt w erden  konnte, der bei voll­ 2. D ie  Kosten im geschätzten B etrage  von 12 000
kommenem A u sfa l l  der H eizung  eventuell a l s  A b­ • M a rk  sind a u s  dem D isp o sitio n sfo n d s zu en t­
zug in  Betracht käme. D e n n  die Einschränkung der nehm en.)
W arm wasserbelieferung  steht ja auch noch nicht ganz 
und  generell fest. Info lgedessen  wird  ja auch dort  W ir  kommen nun m eh r zur  B eh an d lun g  des
im m e r  von  F a l l  zu F a l l  zu bestimmen sein, welcher 
Prozentsatz  n u n  von  der G enera lquo te  zurückzuver­ Dringlichen Antrages der Stadtv. Dr. Stadthagen 
güten  ist. Dasselbe t r i f f t  m e ines  E rach tens  doch und Gen. betr. Aufstellungen über den vorjährigen 
auch bei der H eizung  zu. (Gasverbrauch.
D a n n  möchte ich aber w eite r  die -Frage stellen: 
w a s  he iß t  3 %  von  der M ie te ?  I s t  d a s  berechnet Antragsteller Stadtv. Dr. Stadthagen: M eine  
von  den — H e r r e n ! I c h  glaube, es ist von de» S ta d tv e ro rd n e te n ­
versamm lung m it  B efr ied igung  aufgenom m en worden, 
(Z u ru f ) daß es dem M a g is tra t  im  Z usam m enhang  m i t  den  
anderen G ro ß -B e r l in e r  G em einden  gelungen ist, die 
—  M e in e  H erren ,  h ier ist ja  die einzige S tu n d e ,  drohende starke Einschränkung des G asverb rauchs  
wo w i r  über diese F ra g e  m a l  A u sk u n f t  bekommen h in tanzuhalten  und sie auf  ein geringeres M a ß  her­
können. —  Ic h  möchte wissen, ob dieser Z e n t r a l ­ unterzudrücken. D ie  jetzigen B es tim m ungen  sind aber, 
he izungsverband  diese 3 %  z. B .  u n te r  Berücksich­ so erfreulich der Gesamtcrfolg ist, für die M ie te r  inso­
t igu ng  d e r  augenblicklichen gestiegenen Kosten des fern sehr unklar, a ls  sie nicht in  der Lage sind, sich 
V e rm ie te r s  bestimmt ha t .  D e n n  d a s  Risiko der darüber zu vergewissern, wieviel sie n u n  im  Herbst 
M ate r ia l ie n s te ig e ru n g  m u ß  bei feststehender M ie te  und W in te r  verbrauchen dürfen. E s  ist zw ar in  den 
natürlich im m e r  der V erm ie te r  t ragen , und  es f rag t  Z e i tungen  davon die R ede gewesen, der M ie te r  
sich daher, wie der von  dem Kollegen B ro de  ange­ brauchte n u r  die K arte , die beim Gasmesser hinge, 
gebene Prozentsatz eigentlich gew onnen  w ird . Ic h  nachzusehen, d a rau f  stände alles , und  er brauchte d a ­
weiß  nicht, ob H e r r  Kollege B ro d e  in  der Lage ist, von n u r  10 %i abzuziehen. S o  einfach ist d a s  leider 
darüber  A usku n f t  zu geben, b i t te n  möchte ich aber, nicht. A u f  der K arte  befinden sich im allgemeinen die 
daß  d ie  D e p u ta t io n ,  der die S o r g e  für die Kohlen- Angaben über den monatlichen Verbrauch im  vorigen 
'belieferung und  die F ü h lu n g n a h m e  m it  den B e h ö r ­ J a h r e  nicht m ehr;  das  tr iff t  n u r  noch in  einzelnen 
den aufgetragen  ist, sich dieser F r a g e  auch im  I n ­ F ä l len  zu. D e r  M ie te r  ist also gar nicht in  der Lage, 
teresse der M ie te r  möglichst w a r m  a n n im m t . sich davon zu überzeugen, welche G asm enge  er jetzt 
verbrauchen darf. Auch die Rechnungen vom V o r ­
(Z u ru fe . ) jahre geben, selbst wenn  sie au fbew ahrt  sind, w a s  
wohl meist nicht der F a l l  ist, kein klares B ild .  D e s ­
—  M e in e  H erren , zunächst möchte ich n u r  ganz ge­ halb habe ich m ir  m i t  meinen F re u n d e n  den A n tra g  
horsamst d a ru m  gebeten haben; ob es geschieht, zu stellen erlaubt, daß der M ag is tra t  bei den nächsten 
werden w ir  ja n a ch h e r  sehen. Ablesungen, mindestens —  ich habe mich vorsichtig 
ausgedrückt —  auf A n t ra g  des M ie te r s ,  dem M ie te r  
Stadtv. Brode: Ic h  kann H e r rn  Kollegen B ern -  eine K ar te  übergeben läß t ,  auf  der verzeichnet ist, 
hmd n u r  erwidern, daß  w ir  u n s  auf  das  Gutachten w as  im vorigen J a h r e  in  einem oder zwei M o n a te n  
von m ehreren  Sachverständigen stützen; eine genaue gebrauche ist und  w a s  er jetzt verbrauchen darf .  I c h  
D e ta i l l ie ru n g  kann ich ih m  hier wirklich nicht geben. glaube, d a s . Rechnen wird manchen E inw o hn ern  unserer S t a d t  auch etw as schwer, und insofern ist es 
(D ie  V ersam m lung  beschließt m it  großer M e h r ­ ganz gut, wenn der B e trag ,  der jetzt erreicht werden 
heit entsprechend dem A n trage  des M a g is t ia t s  zu darf, darauf  steht, namentlich da bei kleinerem V e r ­
P u n k t  18 der T ag eso rd nu ng  die Einsetzung einer brauch die Z ah len  e tw as  a n d e rs  sind a ls  der v o r ­
V erw a l tu ng sd epu ta t ion ,  in die die S t a d t v .  Brode, jährige Verbrauch weniger 10 % .
Dr. Byk, Gebert, Dr. Frentzel, Friedrich, Haack, Jo le n -  M ein e  H erren , m an  w ird  gegen den A n tra g  an  
berg, Kantzcnbach, M a iz a h n  und  Scharnberq  gewählt sich zunächst einw enden, daß er eine ungeheure B e ­
werden, betrachtet d am it  den A n tra g  der S t a d tv .  O t to  lastung der V erw a ltu ng  darstelle, und  es ist frag lo s, 
und G en . un te r  P u n k t  17 der T ag eso rd nu ng  für e r ­ daß, w enn das allgem ein bei den  70-, 80-, 90  000  
ledigt und  erklärt sich d am it  einverstanden, daß die H au sh a ltu n g en , die w ir  in  C h arlo tten b u rg  haben, 
T ätigkeit  des bestehenden Ausschusses zur V orbe­ geschähe, d ann  90  0 00  K arten  au sg e fü llt w erden 
r a tu n g  des A n tra g e s  der S t a d tv .  B ro de  und Gen. m üßten , w as doch n u r  m it einer sehr großen A nzahl
        
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