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Periodical volume 5. September 1917

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1917

146 Sitzung am 5. September 1917
Beginn der Sitzung 6 Uhr 15 Minuten. sich in den städtischen Einrichtungen und Anstalten zu 
orientieren. Ich muß sagen, daß es mich mit ganz 
Vorsteher Dr. Frentzel: Ich ei öffne die Sitzung. besonderer Freude erfüllt hat, diese Arbeitssrcudig- 
keit bereits vor dem A ntritt Ihres Amtes bei Ahnen 
Als Vertreter des Magistrats sind abgeordnet zu entdecken, und ich darf wohl sagen, daß die darin 
die Heven Stadtbauräte Bredtschneidet, Seeling, ausgesprochene Gesinnung Ihrerseits zu den schönsten 
Stadtschulrat Dr. Neusert, Kämmerer Scholtz, Stadt- Hoffnungen berechtigt.
ri te Dr. Gottstein, Ring, Dr. Spiegel, Stadtsyndikus 
Sembritzki. Sie haben den Staatsdienereid noch nicht ge­leistet. Ich muß Sie daher bitten, vor der E in­
Als Beisitzer walten die Herten Siadtv. M ar­ führung den vorgeschriebenen Diensteid unter Er­
zahn und Ruß. Herr Ruß führt die Rednerliste. hebung der rechten Hand zu leisten, indem Sie %ie 
Entschuldigt sind die Stadtverordneten Herren Formel ablesen.
Bade, Dr. Crüger, Dunck, Erdmannsdörsser, Gra- (Stadtrat Dr. Sußmann leistet den Eid.)
nitza, Guttmann, Hirsch, Hofer, Jachmann, Jür- 
gensen, Dr. Landsberger, Mann, Neukranz, Neu­ Nunmehr, verehrter Herr Kollege, darf ich 
mann, Otto, Rackwitz, Richter, Wagner, Wenzke Ihnen die Bestätigung-Verfügung des Herrn Re­
und Zander. gierungspräsidenten überreichen und Sie nochmals 
herzlichst willkommen heißen zu gedeihlicher M it­
Tie Vorschläge des Wahlausschusses zu Tages­
ordnung Nr. 20 liegen mit den Akten aus und gelten arbeit in unserm Kollegium.
a.s genehmigt, wenn bis zum Schlüsse der össeni- Vorsteher Dr. Frentzel: Sehr geehrter Herr
lichen Sitzung Widerspruch nicht erhoben wird. Stadtrat! Gestatten Sie, daß ich Sie, nachdem Sie 
Ausgelegt werden ferner 1 Einbürgcrungs- nunmehr in das Magistratskollegium ausgenommen 
gesuch und folgende Zuschriften: 1. der Grundbesitzer- worden sind, im Namen dieser Versammlung, die 
vereine von 1894 und von 1903 in Chariottenburg Sie zu diesem Amte mit großer Mehrheit gewählt 
betr. Gas- und Wasserpreise, 2. des Charlottenburger hat, herzlich begrüße. Sie haben den Gedanken, der 
Grundbesitzeivereins von 1895 betr. Wasserpreis und Ihrem Berufe zugrunde liegt und der in dem Wunsch 
Müllabsuhrgebühren, 3. der Charlottenburger Feuer­ und dem Willen besteht, anderen. Leidenden zu Hel­
wehrmänner betr. Kriegslohnzuschläge. sen, in Ih re r Tätigkeit bisher schon wett über den 
Ferner ist uns eine sehr erfreuliche Mitteilung Rahmen der eigentlichen Berufstätigkeit ausgedehnt. 
seitens des Magistrats der Stadt Soldau zuge­ Wie w ir soeben vorn Herrn Oberbürgermeister gehört 
gangen, wonach die städtischen Körperschaften daselbst haben und wie es vielen von uns bekannt ist, si::b 
beschlossen haben, die bisherige Soldauer Scheunen­ Tie schon früher überall da, wo es Elend zu lindern 
straße, die nach der noch anzulegenden Charlotten­ und Not zu steuern galt, als Helfer in Ta
    
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