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Periodical volume 22. August 1917

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1917

Sitzung am 22. August ltil7 143 .die jetzl in der Z e i t der K riegsverordnungen nach­ vidualisiert w ird. E s komm t doch schließlich sehr gerade typisch geworden sind: aus die A r t des H a u sh a l te s an , die von der G a s ­ einschränkung betroffen w irb . W enn z. B . jemand ( L e h r richtig!) b ishe r W armwasserversorgung gehabt hat, so ba t er natürlich im vorigen J a h r e bei regu lärer W a r m ­ M a n will irgendeine M ate r ie o rdnen, m a n beruft wasserversorgung einen verhä l tn ism äß ig geringen schnell ein p aa r Leute zusam men und erWßt, nach­ Gasverbrauch gehabt. W enn er außerdem noch elek­ dem m a n sie gehört, eine ganz wichtige V ero rdnung , trische Beleuchtung hatte , so ha t e r natürlich ganz d a m i t die Lache i n s R o llen kommt. Und d a n n wenig, vielleicht sogar überhaup t kein G a s ver­ ü ber läß t m a n es den Betroffenen, sich h in terher zu braucht. W enn solch W o h nu ng s inh ab e r n u n jetzt beschweren. D a n n verspricht m a n bie_ H ä r te n a u s ­ keine W armwasserversorgung hat und auch alles zumerzen. D abe i steht nicht einm al, soweit ich die andere noch eingeschränkt w ird , so kann er u n te r gar V ero rdn un g kenne, ein H ä r tep a rag rap h da r in , sodaß keinen Umständen weiter seinen Gasverbrauch ein­ schon von V e ro rd n u n g s wegen die Möglichkeit gege­ schränken. D e n n er hat int vorigen J a h r e null ver­ ben ist, den H är ten abzuhelfen. Gegen diese Ä r t , braucht u n d m u ß jetzt 0 p lu s x verbrauchen, d . h. V ero rdn un ge n zu erlassen, m u ß m a n sich nicht -nur er m uß seinen Gasverbrauch v e r m e h r e n , ivenn a u s den G rü n d e n , die H e r r Kollege W öllm er schon er nicht viel schlechter gestellt sein will a ls die ausge füh r t hat , sondern auch wegen dieser A r t der anderen. Uebereilung, Oberflächlichkeit und absoluten Rück­ sichtslosigkeit gegenüber den In te re ssen des P u b l i ­ ( S e h r richtig!) kum s auf d a s allerschärfste wehren. N on den industriellen Verhältnissen spreche ich ( S e h r richtig!) nicht; darüber h a t H e r r Kollege Dr. Borchard t schon die notwendigen A usfüh run gen gemacht, und ich Schon deswegen begrüße ich es, daß durch unsern stimme ihm d a r in zu. W ie H m Kollege Dr. A n t ra g die Angelegenheit hier n u n unsererseits in s B orchard t schon richtig gesagt hat, ist die G r u n d ­ R o llen gekommen ist und daß andererseits auch be­ frage bei der G asverso rgung die M isere der K o h - r e i t s die M ag is tra te von G ro ß -B e r l in möglichst l e n Versorgung. N u n hat der H e r r O berbü rge r­ schnell versucht' haben, dem Uebel noch abzuhelfen, meister ausgeführt, ihn habe das, w a s ihm über die soweit es geht. G ru n d la g en der K ohlenlieferung mitgeteil t worden M e in e H erren , w e n n es sich n u r d a ru m h a n ­ ist, überzeugt, daß sich hier im wesentlichen nicht delte, wie H err Kollege W öllm er gesagt hat, daß sich viel ändern lasse. I c h zweifle nicht daran , daß die die Bevölkerung m it ' dem G a s bei sonst gleichblei­ Z ah len , die m itgeteil t w orden sind, so gewesen sind, benden Verhältnissen u m 10 oder u m 2 0 % ein­ daß die H erren diese Schlüsse haben ziehen» müssen. schränken sollte, so w ürde dies ja schließlich gar kein Aber ich möchte doch die V er tre te r unserer G e ­ Unglück bedeuten. J e d e r würde nach Möglichkeit meinde bei den demnächst wieder stattf indenden V e r ­ versuchen, im In te re sse des V a te r la n d e s zu sparen. hand lungen dringend bitten, d o r t e inm al die G r u n d ­ Aber m a n übersieht, daß die Verhältnisse ja sonst lagen der F ra g e der Kohlenversorgung anzuschneiden; auch nicht gleich sind, sondern daß sie i n der R e la ­ ich möchte sowohl die M itg l iede r unseres K o l le g ium s t ion bereits in diesem W in te r viel ungünstiger a ls auch die M itg l iede r des M a g is t r a ts bitten , da, werden, a l s es bei der N otwendigkeit einer E r ­ wo sie es sonst noch in amtlicher Eigenschaft tun sparnis im vorigen J a h r e der F a l l gewesen wäre! können, auf d a s D ringendste daraus aufmerksam zu Z u r Beheizung w ird weniger Kohle geliefert. W ir machen, daß, wenn die Kohlcnversorgung so bleibt, wie können ganz ruh ig sagen, daß es vielen F a m i l i e n sie ist, ein Wirtschaften und, ich möchte beinahe sagen, heute noch völlig schleierhaft ist, wie sie im W in te r ein Leben der Bevölkerung in diesem W in te r über­ ihre W ohnungen beheizen sollen. h aup t kaum möglich ist. ( S e h r richtig!) ( S e h r richtig! bei den Soz ia ldem okra ten) D ie H a u s w ir te müssen oder wollen die W arm w asser­ versorgung einschränken. J a , da m u ß doch eine E r ­ Ic h bin der Ansicht, daß da doch Verhältnisse gänzung e in tre ten! D e n n w en n aus der einen L e t te zugrunde liegen, die geändert werden können. E in die Leute vor die Notwendigkeit gestellt sind, da sie Üebelstand in der Kohlenversorgung ist vor allem, kein W armwasser haben, sich m i t G a s w arm es Wasser daß es an jeder wirklichen Z en tra l isa t io n fehlt. zu bereiten, und da sie aus der anderen S e i t e nicht W i r haben einen Reichskommissar fü r G a s und genug Kohlen haben, u m sich die W oh nu ng dadurch E lektriz itä t, aber das ist nicht der Reichskommissar zu w ärm en, d a ß sie die Oefen gebührend heizen, für Kohle; und w ir haben einen Reichskommissar so ist e s doch ganz klar, daß d as a lles nach erneut für Kohle, das ist aber nicht der Reichskommissar Ausgleich strebt, der letzten E ndes im m er wieder auf für E in - und A u sfuh r . E s w ird w ie überall in Rechnung des Gases gehst. E s handelt sich eben unserer K riegsorgan isa t ion dieselbe M a t e r i e ^ u n i e r d a rum , daß die unrichtige Belieferung m i t Kohlen verschiedenen Gesichtspunkten an verschiedenen S te l l e n a n die Gem einden und überhaupt die m e ines E r ­ bearbeitet, achtens ganz unmögliche A r t der K»hlenver,or- qung f ü r d a s Reich im E ndergebn is dazu sühstt, dag ( S e h r richtig! bei den S oz ia ld em o kra ten ) es u n s an asten Ecken und E nden fehlt und deshalb jetzt eine 2 0 % ig e , ja sogar eine 1 0 % ig e G a s e in ­ und die F o lg e ist, daß dabei die O rg an isa t io n schränkung viel härter empfunden w ird , a l s d as sonst herrscht, in der die m äch tigs ten 'und stärksten I n t e r ­ der F a l l ist. , essenten sitzen. D a z u kommt, daß in den V ero rdnungen auch mach einer andern Richtung hin viel zu wenig tndt- ( S e h r richtig! bei den S oz ia ldem okra ten )
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