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Periodical volume 22. August 1917

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1917

-itzung am 22. August 1917 139
ge.ingere E r s p a rn is  a ls  20  %  des b isherigen ©o: gibt sich ja von selbst, da es sich um die A bänderung  
Verbrauchs zu genehmigen. E r  har ausdrücklich einer V ero rdnung  handeln  soll, die sie erlassen 
erklärt —  es w urde ihm in dieser Beziehung von haben — , die m aßgebenden  B es tim m ungen  sollen 
dem V ertre te r  des H e r rn  Reichskanzlers beigeireten aber durch die G em eindevertre ter  bezw. un te r  Z u ­
— , daß das  ausgeschlossen sei. W i r  müssen also dam it  ziehung der G em eindevertre ter  getroffen werden. 
rechnen, daß die allgemeine V erfügung  des H e r rn  D ie  Sache liegt also augenblicklich so, daß w ir  die 
Reichskommissais, die den G asverbrauch au f  80  %  Sicherheit haben: die V ero rdn un g  w ird  abgeändert, 
des v o . j  ihrigen Verbrauchs Jfiir ganz Deutschland und bezüglich der A b änderung  im einzelnen sind die 
festsetzt, in  Wirksamkeit bleibt, und w ir  können die G em eindevertreter in der Lage, nicht n u r  ihre W ü n ­
K ri t ik  der auf G r u n d  dieser V erfügung  von den sche geltend zu machen, sondern entscheidenden E i n ­
V e r t r a u e n s m ä n n e rn  erlassenen V ero rdn un g  für fluß auf die Gestaltung der T in g e  auszuüben . D a s  
G ro ß -B e r l in  n u r  unter diesem Gesichtspunkt oer ist die f o r m  e l f e  finge der Sache.
notwendigen^ E r s p a rn is  a u s  der a llgemeinen Ver­ I m  übrigen  darf  ich m itteilen , d aß  sich die G roß-  
o rd n u n g  betrachten. B e r l in e r  G em einden  m a t e r i e l l  aus folgendes 
M e in e  H erren , formell richtete sich oie berech geeinigt haben. D ie  Z ug runde legung  der Gasmesser 
tigte Krit ik  der B e r l in e r  Gemeindeverwaltungen a ls  einzig entscheidendes M o m e n t  fü r  die e rforder­
zunächst dagegen, daß hier zum ersten M a l  wohl ein liche E rsp a rn is  m uß  beseitigt werden.
V ero rdnungsw eg  beschütten w orden  ist, den gerade 
die Gem einden  u n te r  keinen Umständen gutheißen 
können. ( S e h r  richtig! und  B ra v o ! )
( S e h r  g u t! ) ju  G ru n d e  zu legen ist allgemein der vorjährige 
Verbrauch und  bei ihm ist eine prozen tuale  E rsp a r ­
E s  ist nach meiner Ueberzeugung und nach U eber n is  festzulegen. D a s  w ürde also an  sich n u r  be­
zeugung der sämtlichen G ros t-B er l iner  Gem einden  deuten, daß die allgemeine V ero rdnung  des H e r rn  
ausgeschlossen, daß in  einer solchen F rage ,  die derar Reichskommissars f ü r  G a s  und E lek tr iz i tä t  auf 
in  d as  gesamte Leben und  die Tätigkeit der B ü rg e r  G ro ß -B e r l in  A nw endung  findet. W eiter  hat m an  
und auch der G em einden  einschneidet, V ero rdnungen  sich gesagt, daß  d am it  allein auch kein zufrieden­
erlassen werden von P e rso nen ,  die zw ar m i t  der stellender M aßs tab  erreicht w ird ,  und zwar deshalb 
Gem einde durch ih r  A m t  verbunden sind, in dieser nicht, weil na tu rg em äß  gerade die kleinsten V e r ­
Bez iehung  aber durch die Gem einde gar  nicht be braucher, deren In teressen  w ir  in erster L in ie  zu 
e influßt werden können, nämlich durch die V e r ­ chützen haben, schon der N a t u r  der D in g e  nach und 
t rau en sm än n er .  D ie  erste F ord e run g ,  die wir heute insbesondere nach der G esta ltung der W irtschafts­
stellten und  die ich speziell auch m i t  allem Nachdruck verhältnisse jetzt im  Kriege bereits  im  vorigen J a h r e  
vertre ten  habe, ging also dahin , daß die allgemeine o gespart haben, daß sie setzt tatsächlich nicht in  der 
V e ro rd n u n g  des H e r rn  Reichskommissars in diesem Lage sind, noch weiter zu sparen.
P u n k te  un te r  allen! Umständen abgeändert werden 
müsse, daß  also die V ero rdn un ge n  fü r  die einzelnen ( S e h r  richtig!)
Gem einden  nicht von einzelnen V er t ra u e n sm ä n n e rn ,  
sondern von  den Gem einden  selbst zu erlassen seien. E s  m uß  also ganz abgesehen von dieser prozen tualen  
Abnahme gegen das  V o r ja h r  noch ein w eiteres  M o ­
S e h r . g u t ! ) m ent  eingeschoben werden, d a s  diese kleinen V e r ­
braucher schützt, lind das  will m an , wenn  ich mich 
Diese F o rd e ru n g  w urde zwar nicht formell zugesagt, io ausdrücken soll, in einem E x is tenzm in im um  f in ­
aber m a n  kann wohl a u s  dem Verlause der ganzen den, d as  u n te r  allen Umstünden jedem straffrei, also 
Diskussion entnehmen, daß der H err  Reichskommissar ohne den Aufschlag, ga ran t ie r t  w ild .  Ueber die Höhe 
sich von ih re r  Richtigkeit überzeugt bar. ^ des E x is tenzm in im um s fit eine E in ig u n g  a l le rd ings  
W ei te r  w urde  materiell über die F r a g e  d is ­ noch nicht erzielt worden, und  zw a r  wesentlich des­
kutiert, und der E n  der folg — - ich will  mich hier­ halb nicht, weil die G em einden  in dieser B eziehung  
aus E inze lhe iten  nicht einlassen —  w ar  folgender. gern weiter gehen wollten, w ährend  der H e r r  Reichs- 
D e r  H e r r  Reichskommissar ha t  zugesagt, daß. die ommissar —  auch a u s  verständlichen G rü nd en  —  
V ero rdnung , und zw ar so schleunig wie möglich, im m er die allgemeine E r s p a rn i s  in  den V o rderg run d  
a b g e ä n d e r t  wird. E r  ha t  dazu gesetzt, w a s  ich schieben m ußte  und  ein allzu hohes M in im u m  hier 
schon vorweggenommen habe, daß an  der G esam ter­ icht zugeben wollte. D a rü b e r  w ird  bei den V e r ­
sparn is ,  die im  Gasverbrauch im ganzen Deutschen handlungen , die ich erw ähnt habe, noch weiter ge­
Reich erzielt werden m u ß ,  nichts zu hindern sein brochen werden müssen.
w ird . E r  ha t  aber weiter zugesagt, daß die abge­ Endlich und  d r i t ten s  ist von den G ro ß -B e r l in e r  
änderte V ero rdnung  i n  a l l e r  K ü r z e  erscheinen G em einden  a l s  letzter P ro g ra m m p u n k t  fü r  die künf- 
w ild . D a s  äußere E rgebn is  der heutigen B e ­ ige Gestaltung der dringende Wunsch geäußert  w o r­
sprechung w ar,  daß eine Kommission a u s  den B e r ­ den, daß m an  nicht den M on a tsverb rauch ,  sondern 
l ine r  Gemeindeverw altungen  eingesetzt worden ist, die mindestens den Vierte ljahrsverbrauch  bei der Berech­
beschleunigt —  die erste S itzung  findet bereits  m o r­ nung  zugrunde legen möge. D a s  würde bedeuten, 
gen vorm it tag  um  10 U hr  statt —  über die A bände­ meine H erren , daß ein Ausgleich stattfinden kann, 
rung  dieser V ero rdn un g  zu beraten haben w ird .  E s  daß  sich also die Möglichkeit ergibt, w enn  e iner  in  
ist also, wie S i e  sehen, bereits praktisch d am it  ge­ einem M o n a t  e tw as über sein M in im u m  h in a u s -  
brochen, daß etwa die V ertrauens leu te  allein die "äme, d as  durch erhöhte E r s p a rn i s  in  einem an d e rn  
V ero rdn un g  erlassen oder abändern  sollen, sondern M o n a r  wieder e inzubringen.
die A bänderung  dieser V ero rdnung  soll zw ar unter 
Zuz iehung  der V er t rau en s leu te  erfolgen —  das  er­ ( B ra v o ! )
        
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