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Periodical volume 29. März 1916

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1916

Sitzung um 1P. April 1016 81
r a te n ,  banse ich herzlichst f ü r  bas  einhellige V e r ­ M eine  F re u n d e  sind durchaus bereit, den jungen 
t rau en ,  m i t  bem S i e  mich in  ben M a g is t ra t  delegiert Mädchen Gelegenheit zur Vorbere itung  ans das  aka­
haben. I c h  werde m i t  derselben Sachlichkeit und  m it  demische S t u d i u m  zu geben, soweit d as  angängig  
derselben Treue , m it  der ich an  anderen  S te l len  tätig  ist; m eine F re u n d e  haben auch die Ueberzeugung, daß 
gewesen bin, auch zum  Besten unserer M i tb ü rg e r  die Zusammensetzung der Bevölkerung auf  Westend 
und  zum  W oh le  unserer schönen S t a d t  E ha rlo t ten -  die E rr ich tu ng -e ine r  S tu d ie n a n s ta U  dort wünschens­
burg  arbeiten. wert erscheinen lä ß t ;  aber einem Teile meiner F r u n d e  
erscheint e s  doch zweifelhaft, ob bereits setzt das  B e - >  
( B ra v o ! ) d ü rfn is  nach E rr ich tung  einer S tu d ie n a n s ta l t  aus 
Westend vorliegt. D ie  Z ah len ,  die der M ag is tra t  
Vorsteher Dr. Frentzel: W ir  fahren fort und  in  seiner V orlage  gibt, scheinen u n s  nicht voll be­
kommen zu P u n k t  2 : weisend zu sein.
D e r  M a g is t ra t  sagt zunächst, daß von der 
Vorlage betr. Sicherstellung des kommunalen Wahl­ obersten Klasse des L yzeum s aus Westend, die hier 
rechts der Kriegsteilnehmer. —  Drucksache 44. in  F ra g e  kommt, 15 Schü le r innen  beabsichtigen, in  
die S tu d ie n a n s ta l t  einzutre ten , um  das  Reifezeugnis  
(D ie .  Versam m lung  beschließt nach dem A n ­ der Obcrrealschule zu erwerben. D a n n  heißt es 
trage  des M a g is tra ts ,  w ie  folgt:- wörtlich w eiter :  „W e n n  von  den übrigen  4  öfsent- 
l i c h e u j tn d  7 p riva ten  Lyzeen unserer S t a d t  n u r  se 
V o n  bei Aufstellung und  A uslegung  der eine Schülerin  zur  Oberrealschule überginge, w ürde 
Liste der stimmfähigen B ü r g e r  (Gemeinde- die Klasse die M ax im alfregnenz  von 30  schon nahezu 
wählerliste) wird  im  J a h r e  1916 Abstand ge­ erreicht haben." J a ,  „w e n n !"  Dieses „ W e n n "  ist 
nom m en. F ü r  e twa im  J a h r e  1916 vor­ es, das  w i r  hier gern vermieden gesehen hätten. W ie 
zunehmende Ersatzwahlen zur  T tadvero rd -  ich a u s  den Akten en tnom m en habe, sind inzwischen 
netenversan tm lung  ist die Gemeinbewählerliste  drei weitere M e ld u n g e n  eingegangen. Aber wir 
des J a h r e s  1914  maßgebend.) rneinen, selbst wenn 18 S ch ü le r inn en  beabsichtigen, 
in die S tu d ie n a n s ta l t  e inzu tre ten , so erscheint es  doch 
P u n k t  3: zweifelhaft, ob in  e in e r  S t a d t  wie C h ar lo t tenb urg ,  
die bereits  über zwei S tu d ie n a n s ta l te n  verfügt, eine 
Vorlage betr. Nachbewilligungen beim Etat der Kran- weitere S tu d ie n a n s ta l t  lebensfähig ist.
kenanstaltcn. —  Drucksache 45. D esha lb  e r lauben  w ir  u n s  die B i t te  au  den M a ­
gistra t zu richten, doch eine Umfrage bei sämtlichen 
( T i e  V ersam m lung  beschließt nach dem A ntrage  höheren Mädchenschulen in C har lo t tenb u rg  zu ver­
des M a g is t ra ts ,  wie folgt: anstalten, welche S ch ü le r innen  noch beabsichtigen, in 
eine S tu d ie n a n s ta l t  e inzutre ten . D e r  Weg, den w ir  
B e im  O rd in a r iu n t  K ap ite l  V I  für  1915 d am it  dem 'M a g is t r a t  vorschlagen, ist ja  nicht neu. 
werden die in der abgedruckten Nachweisung D e r  M a g is t ra t  ist ihn bereits gegangen, a ls  es sich 
ausgeführten  E ta t s n u m m e r n  u m  zusammen um die Err ichtung  der S tu d ie n a n s ta l t  in  der S hbel-  
78  4 00  J l  verstärkt.) straße handelte. W i r  w ürden  den M a g is t ra t  in  der 
gegenwärtigen Z e i t  gern  m it  der A rbe i t  verschonen; 
P u n k t  4 : w ir  sehen sedoch keinen an de rn  Weg, u m  zu einem 
endgültigen U rte i l  in der B e d ü rfn is f ra g e  zu kommen.
Vorlage betr. Normalbesoldungsplan für die in städ­ A u f  die beiden anderen  grundlegenden F ra g e n ,  
tischen Krankenhäusern beschäftigten Hebammen. — einm al, welchen Charakter  die S tu d ie n a n s ta l t  haben 
Drucksache 46. soll, und  dann , w a s  m i t  den S chüler innen  der zwei­
ten Klasse des L yzeum s auf Westend geschehen soll, 
(D ie  V ersam m lung  beschließt nach dem A ntrage die nicht beabsichtigen, in  die S tud ienam sta l t  e inzu­
des M a g is t ra ts ,  wie folgt: treten, h ier im  P le n u m  einzugehen, erscheint m ir  
nicht erwünscht. Diese F ra g e n  sind wohl a m  besten 
D e r  N orm albeso ldungsP lan  für  die in in  dem Ausschusse zu erö rte rn .  S i e  bedürfen auch noch 
städtischen! K rankenhäusern  beschäftigten Heb­ e in e r .rech t  gründlichen E rö r te ru n g .  I c h  b itte S i e  
am m en  wird Wie folgt festgesetzt: daher:  S t im m e n  S i e  dem A n tra ge  au f  Ausschuß­
Ansangsbesoldung . . . 600  Jl, beratung  zu!
nach 2 J a h r e n  . . . .  660  „
nach 4 J a h r e n  . . . .  720  „ Stadtschulrat Dr. Ncufcrt: M e in e  H e r r e n !
nach 6 J a h r e n  . . . .  780  „ Gegen den beantrag ten  Ausschuß ist von seiten des 
nach 8 J a h r e n  . . . .  840  „ M a g is t r a ts  natürlich g ar  nichts einzuwenden. I c h  
nach 10 J a h r e n  . . . .  900  „ glaube, es wird  der eine oder andere von den H e r ­
außerdem  wird  freie W ohnung , Beköstigung, ren den Wunsch haben, noch F ra g e n  an  den M ag is tra t  
'Wäschereinigung und  Dienstkleidung im  J a h ­ in dieser durchaus nicht unwichtigen S ache  zu rich­
resw erte  von  950  Jl  gewährt.) ten. W i r  werden gern  bereit sein, diese zu bean t­
worten.
P u n k t  5: D e r  H e r r  V o rredn e r  sagte, daß  bei e in igen  seiner F re u n d e  noch gewisse Zw eifel  bestünden, ob d a s  B e ­
Vorlage betr. Ausgestaltung des Lyzeums V. — d ü r fn is  nach Errichtung  einer d r i t ten  S tu d ie n a n s ta l t  
Drucksache 47. aus  Westend vorhanden  wäre, und  er verm ißte , daß  
w ir  eine Nachfrage gehalten haben. I c h  glaube, 
Stadtv. Dr. Dam m: M e in e  H erren! I m  N a ­ eine Nachfrage ist in  diesem F a lle  nicht nötig . Viele  
m en m e iner  F re u n d e  beantrage ich, die Vorlage in 'Westend haben den Wunsch ausgesprochen, ihre 
einem Ausschüsse von 15 M i tg l ie d e rn  zu überweisen. Töchter nach der Oberrealschule zu schicken. I c h  b in
        
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