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Periodical volume 20. Dezember 1916

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1916

JS4 L  itzuilg oii! 20. . Dczenibcr 1010
Das Ausgabesoll beim Hauptplan Ordent­ hälmissen nicht an die Stadtverordnetenversammlung 
liche Verwaltung, Krpitel X 111 — Anleihe- herantreten zu sollen. Wenn der .Herr Stadtver­
dienst — Abschnitt 14 Nr. 8 für 191(i „ In s ­ ordnete übrigens meint, daß die großen Abnehmer 
gemein" wird um 800 dt verstärkt. Der Be­ bevorzugt wären, fo befindet er sich in einem Irrtum . 
trag ist dein Dispositionsfonds zu entnehmen.) Für die Berechnung ist nicht die Anzahl der Lampen, 
sondern deren durchschnittliche Brennzeit maßgebend. 
Punkt 2: Der Hausbesitzer, der eine große Anzahl von Lam­
pen aus den Fluren hat, sie aber nicht gleichzeitig 
Borlage betr. Teuerungszuschlag für Reinigungs- brennt, was sehr oft geschieht, ist sogar im Nachteil 
arbeitcn in den Schulgebäuden. - • Drucksache 127. gegen denjenigen, der nur wenige Lampen hat, die 
sämtlich täglich, brennen; denn dieser wird die durch­
«Tie Versammlung beschliestt nach dem Antrage schnittliche Brennstuudenzahl von 1200 oder, falls 
des Magistrats. >vic folgt: sic herabgesetzt, wird, von 1050 bczw. 830 Stunden 
eher erreichen. Die Befürchtung des Herrn Stadt­
1. Die in dem Ordentlichen Haushaltsplan Ka­ verordneten, daß die kleinen Besitzer benachteiligt wer­
pitel I I 1—IV  angegebenen Entschädigungen den, tr ifft also nicht zu.
für die Reinigung von Schtilmumen sind ab 
1. Oktober 1916 für die Dauer des Krieges Studio. Bergmann: Ich habe aus den Worten 
um 33%'> als Teuerungszuschlag zu er­ des Herrn Magistratsvertreters nichts anderes enr 
höhen. nehmen können, als daß eine Differenzierung statt­
2. Die erforderlichen Beträge für das Rech­ findet, daß derjenige, der wenig braucht, mehr be­
nungsjahr 1916 sind den laufenden Mitteln zahlen muß als derjenige, der mehr braucht. Das 
zu entnehmen.) geht ja auch aus der Vorlage klar hervor. Ich habe 
ausdrücklich gesagt, ivir wollen vorläufig unsere An­
Punkt 3: sprüche zurückstellen und abwarten, wie sich der ganze Etat gestaltet. Immerhin, nachdem ich höre, daß 
Borlage betr. Elektrizitätstarif für Treppen­ der Unterschied nur 95 000 d t beträgt,
beleuchtung. —  Drucksache 128. (Zuruf: N u r ? !)
Stadtv. Bergmann: Meine Herren! Meine 
Freunde sind 'der Ansicht, das; in dieser Vorlage eine glaube ich, daß das keine so erhebliche Summe ist, um die Differenzierung aufrechtzuerhalten.
Ungleichheit besteht, die möglichst beseitigt werden 
müßte. Hiernach ist der Besitzer eines besseren Hauses, «Die Versammlung beschließt mit großer Mehr­
das mehr Beleuchtung .aufzuweisen hat, ganz 'be­ heit nach dem Antrage des Magistrat, wie folgt:
deutend im Vorteil gegenüber dem Hausbesitzer, der 
nun einmal nicht imstande ist, sich diesen Luxus zu 1. Die im Elektrizitätstarif unter- A  3 für die 
leisten. Im  allgemeinen wird zwar die Praxis ge­ Beleuchtung von Treppenhäusern vorgesehen? 
übt, daß der Großabnehmer von Licht und Kraft Benutzungszeit von 1200 Stunden wird für 
einen erheblich billigeren Tarif genießt als die klei­ das Rechnungsjahr 1916 auf 950 Stunden her­
neren Abnehmer. Hier aber sollte die große Diffe­ abgesetzt.
renzierung doch nicht Platz greifen, zumal sie einen 2. Für den Fall der Wiedereinführung der 
großen Teil der Einwohner trifft und gerade den Sommerzeit und Fortdauer der Treppen­
Hausbesitzer-stand, der sich an und für sich schon in beleuchtung für das ganze Jahr bis 10 ilh r 
schlechter Lage befindet. abends bzw. bis 9 Uhr abends wird die Be­
Dennoch wollen meine Freunde davon absehen, nutzungsdauer wie folgt herabgesetzt:
in diesem Augenblick einen Antrag auf gleichmäßige n) bei einer Dauer der Sommerzeit vom 
Behandlung sämtlicher Abnehmer zu stellen. W ir 1. M ai bis Ende September bei - Einstellung der Be­
tun das, weil wir gegenwärtig nicht übersehen können, leuchtung um io Uhr auf 1050 Stunden, • 
welche Herabminderung der Einnahme durch diese bei Einstellung der Be­
Gleichstellung entstehen könnte. W ir behalten uns 
aber vor, bei Gelegenheit der Beratung des Haus­ leuchtung um 9 Uhr auf 830 Stunden,
halts auf die Angelegenheit zurückzukommen, möchten 1>) bei einer Dauer der Sommerzeit vom 1. A pril bis Ende September 
jedoch schon heute den Magistrat bitten, bis dahin bei Einstellung der Be­
eine Aufstellung machen zu lassen, aus der ersichtlich leuchtung um 10 Uhr auf 1000 Stunden, 
ist. welche Mindereinnahme entstehen würde, wenn bei Einstellung der Be­
man gleichmäßig den Tarif für Treppen- und Haus­ leuchtung um 9 Uhr auf 800 Stunden.
flurbeleuchtung von 45 auf 30 Pf. herabsetzt. Per­
sönlich möchte ich m ir die kleine Bemerkung ge­ 3. Bei Einführung der beschränkten Treppen­
statten, daß die Differenz gar nicht so bedeutend sein beleuchtung nur für einen Teil des Jahres sind 
würde, wenn w ir den Tarif für Hausbesitzer allgemein die Garantiezahlen entsprechend umzurechnen.)
auf 30 Pf. herabsetzten, da voraussichtlich infolge des 
niedrigeren Tarifs eine größere Zahl von Anmel­ Vorsteher Dr. Frcntzel: Punkt 4 der Tagesord­
dungen erfolgen dürfte. nung:
Vorlage betr. Jahresabschluß des Deutschen Opern­
Stadtrat Aschcnhcim: Wenn der Tarif auf Ih auses und des Schiller-Theaters für 1915/16. — 
30 Pf. herabgesetzt wird, so entsteht ein Ausfall von Drucksache 129.
etwa 95 000 
    
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