Path:
Periodical volume 6. Dezember 1916

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1916

S ltju itg  am 6. Dczemvei 1 HG 1 7 9
P u n k t  G: gen ist, besonders zu b e g r ü ß e n . . Ebenso erscheint es  
m i r  gerade a l s  Aufgabe der G em einden, die hier in  
Borlage betr. Anmietung weiterer Räume für den erster L in ie  zum V orangehen  berufen sind, bahn­
Arbeitsnachweis. 1—  Drucksache 119. brechend auf  diesem Gebiete  zu wirken und  nicht zu w ar ten ,  b is  der S t a a t ,  wer weiß w ann ,  vorgehen 
( D ie  V ersam m lung beschließt nach dein Anklage w ird . I c h  hoffe, daß  sich diese Tendenz im weiteren 
des M agis tra ts ,  wie folgt: Verlaufe  der B e ra tu n g e n  sehr entschieden durcki- 
D e r  A n m ie tun g  einer W oh nu ng  im  städti­ setzen wird.
schen Hause B er l in e r  S t r a ß e  81 zu r  E rw e i te ­
run g  des städtischen Arbeitsnachweises vom S ta d tv .  Dr. Rothholz: Ich stehe vollständig 
1. A p r i l  1917 ab zum jährlichen M ietspre ise  auf  dem S ta n d p u n k t  des H e r rn  Kollegen Katzenstein 
von 1200 dl wird  zugestimmt.) u nd  wünsche auch, daß die Vorlage in der nächsten S itzung  g la tt  erledigt w ird.
D a s  P ro toko ll  vollziehen heute die H erre n  
S t a d t v .  B r i r ,  Haack und  Ja c h m a n n . S ta d tv .  Dr. Liepmann: Nachdem H e r r  Kollege B e rg m a n n  die Bedenken zum Ausdruck gebracht hat, 
P u n k t  7: die auch in unserer M i t t e  zum T eil  geäußert  w orden sind, brauche ich sie h ier nicht weiter  auszu füh ren  
Vorlage betr. Pach te rm äß igung  für den P se rd em ar t t  und  erkläre mich im N a m e n  unserer F rak t io n  m it  der Ausschußberatung einverstanden.
a m  K önigsdam m . —  Drucksache 120.
(D ie  V ersam m lung  beschließt m i t  g roßer  
(D ie  V ersam m lung  beschließt nach dem A ntrage  M ehrhe i t  die Einsetzung e in es  Ausschusses von 
des M ag is tra ts ,  wie folgt: 15 P erso nen  und w ählt  zu Ausschußmitgliedern  die 
D ie  Jah resp ach t  fü r  d as  G elände am  >>ö- S ta d iv .  Dr. B a u e r ,  B e rg m an n ,  Dr. C rüger ,  
n ig sd am m  zur A bha ltung  von Pferdem ärk ten  Dr. Feilchenfeld, Dr. G enzm er ,  Jü rg e n sc n ,  K atzen - 
w ird  bei Aufrechterhaltung des  b isherigen stein, Dr. L andsberge r ,  Leupold , Dr. L icp m an n ,  
P ach tvertrages  vom 1. A p r il  1917 ab b is  zur M eyer,  M o t te t ,  Panschow, Dr. R othho lz  und  Zucht.)
B eend igung  des Kriegszustandes u m  weitere 
1500  Jl, also von 3000  dl auf  1500 dt, er­ Vorsteher Dr. Frcntzcl: W i r  kommen zu  P u n k t  9 
m äßigt.) unserer T a g e so rd n u n g :
P u n k t  8: Vorlage betr. E rw e i te ru n g  der O fenanlage auf  
Gaswerk IT. —  Drucksache 122.
Vorlage betr. E rr ich tung  einer Wohlsahrtsschule für j  \
Fürso rge r innen . —  Drucksache 121. S ta d tv .  Dunck: M e in e  H erren! E s  handelt
sich u m  eine E rw e i te ru n g  der Gaswerke, w ofür  
S ta d tv .  B e rg m a n n :  M e in e  H erren !  M eine 510  000  M .  a u s  A nle ihem it te ln  angefordert werden. 
F re u n d e  b ringen  der Vortage und  ihrer B e g r ü n ­ B e re i t s  im vorigen  J a h r e  ha t  sich die G asdepu-  
dung  volles V ers tä nd n is  entgegen; sie reih t sich all takion m it  der E rw e i te ru n g  der Gaswerke beschäftigt. 
den E inrich tungen  an , die in  den letzten J a h r e n  W i r  g laubten aber dam als ,  das  P ro jek t  noch zurück­
auf  dem Gebiete der Gesundheitspflege und G e ­ stellen zu können, um  es in  ruh igeren  Zeiten  a u s ­
sundheitsfürsorge geschaffen w urden . I m m e r h i n  zuführen. Diese H offnung  hat  sich leider nicht er­
w urden  auch in unserm Kreise S t im m e n  laut,  die füllt. Nachdem in diesem J a h r e  die B e tr iebs le i tung  
d a rau f  hinwiesen, daß vor längerer Z e i t  der B e ­ der Gaswerke erklärt hak, keinesfalls m ehr die V e r ­
schluß gefaßt wurde, in Z ukunft  hinsichtlich sozialer a n tw o r tu n g  dafü r  übernehm en zuk önnen, ebne
und hygienischer Neueinrichtungen ein e tw as  lan g ­ Ofenreserve weiter zu arbeiten , ist d a s  P ro jek t
sameres T em po  einzuschlagen. E s  wurde weiter nochmals eingehend durchgearbeitetw orden. Auch
bemerkt, daß  derartige Wohlfahrtsschulen, die nicht in technischer Hinsicht hat eine eingehende P r ü f u n g  
n u r  d e r  S t a d t ,  die sie errichtet, sondern der großen stattgefunden, und  die D e p u ta t io n  kam zu dem R e ­
Allgemeinheit dienen, doch in  erster R eihe vorn sultat, bei dem seitherigen Sys tem  der Schrägösen 
S t a a t  selbst unterstützt weiden m üßten . Ich will zu bleiben, weil die F u n d a m e n te  und G ebäude be­
heute d a rau f  verzichten, au f  weitere Einzelheiten re i ts  vorhanden  sind und  außerdem  dieses Stiftern 
einzugehen, und z w a r  m it  Rücksicht darauf ,  daß ich, besser geeignet ist, verschiedenartige Kohlen, auch
um  die K lä ru ng  der verschiedenen Ansichten herbei­ m inderw ertige, vergasen zu können.
zuführen, n a m e n s  m einer  F re u n d e  die Einsetzung N u n  könnte die F ra g e  aufgeworfen werden, ob 
e ines  Ausschusses von  15 M itg l iede rn  beantragen durch die V ero rdn un g  des O berkom m andos, die auf 
werde. Ich bitte S ie ,  diesem A n tra ge  zuzustimmen. eine größere E r s p a rn is  des G ases  resp. der Kohlen 
hinzielt, d a s  P rIocjhe k t  nochmals hinausgeschoben Stadtv. Katzenstein: M eine  H erren!  Gegen werden könnte. stehe auf dem S ta n d p u n k t ,  
die Einsetzung eines Ausschusses ivird sicherlich daß d a s  nicht angängig  ist; denn die V ero rdnung  
nichts einzuwenden sein; dagegen möchte ich von des O berkom m andos ist eine vorübergehende K r ie g s ­
vornherein  Veranlassung nehmen, der B eg rün du ng ,  maßregel,. w ährend  die E rw e i te run g  der Gaswerke 
die der H e r r  V orredn e r  seinem A n tra g s  gegeben gerade f ü r  den F r ie d e n  gedacht ist, für die Z e i t  nrnt 
hat, ganz entschieden entgegenzutreten. D ie  Z e i t  dem Kriege, wo sich jedenfalls der Gaskonsum be-- 
ist heute dazu  angetan, in der Schaffung sozialer deutend vergrößern  wird. Auch ist in  Betracht zu 
E inrich tungen  nicht n u r  keinen S t i l l s tan d ,  sondern ziehen, daß  diese Neuurtlagc erst im Herbst nächsten 
ein eneraisches Fortschreiten zu betätigen, und  gerade J a h r e s  bet iebsfähig sein wird. D e n n  mir alio- 
d a rum  ist eine E inrich tung , wie sie hier vorgeschla- m it  der Möglichkeit rechnen, daß der Krieg im Herbst
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.