Publication:
Berlin, 1915
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-8296580
Path:
Sitzung am 22. Dezember 1915 163
haben, die sich —  das ist ja nun auch hier geschehen —  Ich  habe Ih n e n  dann endlich unter N r. 8 der 
Lieferungen gesichert haben. Aber ich glaube, m an Tagesordnung den
sollte auch heute die F rage nochmals in s  Auge fassen. 
Industrie lle  Werke in Westfalen haben des in  gro­ Bericht über die Geschäftsführung der Versam mlung  
ßem Umfange getan; es haben das S täd te  wie F re i­ im  J ah re  1915
burg, D ortm und, A ugsburg und andere durchgeführt; zu geben.
das könnte der S ta d t  C harlotrenburg ebenfalls nicht 
unzugänglich sein. Z u  B eginn des Geschäftssahres hatten drei 
D ie F rage, wie oille diese E rörterungen auf die S tad tverordnete ihre M andate niedergelegt, in  der 
Leute draußen im  Schützengraben wirken, ist zweifel­ ersten Sitzung wurde ein S tad tvero rdneter neu ein­
los durchaus ernst. M eine Herren, ich bedaure das geführt, so daß die V ersam m lung daher ihre T ä tig ­
tief. Ich  habe schon einm al hier gesagt, daß die S tim ­ keit m it 75 M itgliedern aufnehmen konnte. I m  
m ung, die zu Anfang des Krieges fast im  gesamten Laufe des J a h re s  schieden noch 3 S tadtverordnete 
Volke vorhanden gewesen ist, durch die Vorgänge auf aus, wogegen 5 neu eintraten, so daß am J a h re s ­schluß 77 M itglieder vorhanden sind.
dem Lebensmittelmarkt außerordentlich beeinträchtigt 
worden ist. E s  sind das Zustände, die zum großen E s  wurden 18 Vollsitzungen und 43 Ausschuß- 
T eil nicht notwendig gewesen sind. Notwendige E n t­ sitzungen abgehalten.
behrungen tragen w ir alle, und durch die Lebcnsm ittel- 
knappheit werden u ns unsere Feinde ganz gewiß nicht Z u r  B eratung  lagen der Versam m lung 669 
überwinden. Aber M ißstände in  der P roduktion  und Sachen vor. Unerledigt blieben
Verteilung, wobei dem einen mehr zufließt, a ls  ihm die V orlage betr. Festsetzung neuer G rund­
zusteht, und die anderen größere N ot leiden müssen sätze für die E rnennung zu ungeprüften Sekre­
und wobei künstlich und planm äßig die Preise in  die tären
Höhe getrieben und die Vorräte, knapp gehalten wer­ und
den, lassen sich vermeiden und müssen vermieden wer­
den, um  das M aß an Einheitlichkeit aufrechtzuerhal­ einige W ahl- und Petitionssachen.
ten, das überhaupt möglich ist. An sämtlichen Sitzungen des J a h re s  haben 
Ich  möchte wünschen, daß der Frage der S p e r lo­ 8 M itg lieder teilgenommen, und zwar die Herren 
kalsten, wie sie hier dargelegt worden ist, m it N um ­ Kollegen B raune, Dr. Eyck, Dr. Feilchenfcld, Dr. 
m ernverteilung näher getreten w ird, und dem M ag i­ Frentzel, Ja s tro w , Kantzcnbach, Leupold und W alther.
strat nochmals an s Herz logen, sich der F rage der M it A blauf dieses J a h re s  scheiden aus der V er­
Schlachtviehbeschaffung und der eigenen Schlachtung sammlung aus die H erren G ersdorff, Münch, Scheel 
ebenfalls zuzuwenden. und W alther. Ich  spreche diesen scheidenden K ol­
legen den Dank für die A rbeit, die sie unserm 
Vorsteher Dr. Frentzel: D a s  W ort ist nicht städtischen Gemeinwesens gewidmet haben, h ie rm it 
weiter verlangt; ich schließe die Besprechung über nam ens der Versam m lung aus.
diese Anfrage. D ie Angelegenheit ist dam it erledigt.
Ich  habe weiter noch m itzuteilen, daß gegen 
W ir kommen zu P unk t 7 : die Vorschläge des Wahlausschusses zur T agesord­
nung Nr. 11 c und 14 f  und z Einspruch erhoben wor­
Festsetzung des ersten Sitzungstages im  Jahre 1916. den ist, so daß w ir u n s  m it diesen D ingen noch in 
der nichtöffentlichen Sitzung zu beschäftigen haben 
M eine Herren, ich schlage Ih n e n  den 5. J a n u a r  werden.
vor. E r  liegt zwar ziemlich nahe am  Jah resan fang , Ich  schließe die letzte öffentliche Sitzung dieses 
aber der 12. wäre ein etwas später T erm in . Ja h re s .
(D ie Versam m lung beschließt demgemäß.) (Schluß 7 U hr 59 M inu ten .)
                            
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