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Periodical volume 17. Februar 1915

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1915

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Auch da sind in großem Umfange Berlin, in kleinerm W ir kommen zu Punkt 8 der Tagesordnung:
Umfange Schöneberg, Charlottcnburg usw. dazu 
übergegangen, Kartoffeln von ihren Vorräten abzu­ Bericht des Ausschusses über die Mitteilung betr. 
geben,'aber nur als Aushilfsmittel in der Zeit der Entwurf für die äußere Ausgestaltung des Empsangs- 
Not; denn für später werden auch hier die Händler gcbäudes und der Fahrkartenausgabe auf dem Bahn­
einzutreten in der Lage sein und der Bevölkerung hof Witzlebcn. — Drucksachen 11, 25.
dieses wichtige Nahrungsmittel wieder zuführen. 
Auch hier müssen w ir uns auf die Selbsthilfe stutzen Berichterstatter Stadtv. Wolffenstein: Meine 
und nicht darauf, daß die Gemeinde zu den übrigen Herren! Dem Ausschuß ist das Modell vorgelegt 
zahllosen Lasten, die sie augenblicklich in bezug auf worben, das Sie jetzt draußen im Vorjaal sehen. 
die Nahrungsmittelversorgung der Bevölkerung auf Der Ausschuß war mit der Veränderung am Modell 
sich genommen hat, auch noch die weitere aufgebürdet durchaus einverstanden, weil dadurch die Män­
erhält, daß sie ihrerseits sämtliche wichtigen Nah­ gel abgestellt worden sind, die der Entwurf, den 
rungsmittel ankauft und der Bevölkerung in vollem Sie dort sehen, noch aufweist. Einige Wünsche 
Umfange zu liefern hat. W ir haben Aussicht, un­ wurden noch bezüglich der Dächer über den Taeppen- 
mittelbar unsererseits in größerem Umfange durch hausanlagen geltend gemacht, dahingehend, daß sie 
die Händler erhebliche Mengen von Kartoffeln m der als Satteldächer und nicht als -flache Dächer angelegt 
nächsten Woche hereinzubekommen. Die Verhältnisse, werden sollen. Ferner wurde gewünscht, daß das 
die das im wesentlichen erschwert haben, sind dre Stationsgebäude an der Dresselstraße hinsichtlich 
Höchstpreise für den Kleinbetrieb. Auch diese werden seines Daches ebenso ausgebildet weiden sollte wie 
in den allernächsten Tagen durch Verfügung des das Stationsgebäude in der verlängerten Kantstraße.
Oberkommandos geändert werden, und es ist danach Ich habe im großen und ganzen eigentlich nichts 
begründete Aussicht vorhanden, daß auch die Kar- weiter zu berichten und vielleicht nur noch hinzuzu­
wffelschwierigkeiten ganz oder zum größten Teil dem­ fügen, daß einzelne kleine Mängel, die die Modelle 
nächst beseitigt sein werden. noch aufweisen, wohl von der Bauverwaltung bei der weiteren Ausarbeitung beseitigt werden. Ich bitte 
W ir wollen hoffen, daß die Bevölkerung daraus Sie also, dem Beschluß des Ausschusses zuzustimmen 
die Lehre zieht, die größeren Schwierigkeiten, die ihr und den Magistrat zu ersuchen, den Wünschen des 
fetzt auferlegt sind, ebenfalls mit möglichster Geduld Ausschusses zu entsprechen.
und einem 'gewissen Humor zu ertragen in der Hoff­
nung auf Besserung, die in allernächster Zeit bevor­ (Die Versammlung beschließt nach dem Antrage 
stehen wird. des Ausschusses, wie folgt:
Von der Mitteilung des Magistrats vom 
l (Bravo!) 9. 1. 15 wird Kenntnis genommen und der 
Magistrat ersucht, dafür Sorge zu tragen, daß 
(Die Versammlung beschließt einstimmig nach die äußere Ausgestaltung des Empfangsge­
dem Antrage des Magistrats, wie folgt: bäudes an der Kantstraße nach dem vorgeleg­
Die Kosten für die Feststellung der Mehl­ ten Modell (rechte Seite) erfolgt und bei dem 
vorräte und die Brotmarkenausgabe mit Fahrkartenhause an der Dresselstraße der Dach­
36000  werden aus dem Dispositionsfonds stuhl gleichartig ausgebildet wird, ferner,_ daß «M
bewilligt.) für die Treppenhäuser Satteldächer vorgesehen werden.)
Vorsteher Dr. Frentzel: Meine Herren! W ir Vorsteher Dr. Frentzel: W ir kommen zu Punkt 9:
kommen zu Punkr 5 zurück, bei dem Sie die Ein­
setzung eines Ausschusses beschlossen haben. Vorge­ Einsetzung eines Ausschusses zur Vorberatung des 
schlagen werden Ihnen hierfür die Kollegen Ahrens, Stadthaushaltsetats für 1915.
Dr. Frentzel, Dr. Hubatsch, Jolenberg, Dr. Lands­
berger, Leupold, Mann, Meyer, Mosgiau, Otto, Ich möchte Ihnen mitteilen, daß die Beratung 
Riesenberg, Ruß, Scharnberg, Dr. Stadthagen und des Etats in der Sitzung am 3. März erfolgen wird. 
Wöllmer.' Andere Vorschläge erfolgen nicht, — die Es werden deswegen voraussichtlich die für den 
Herren sind damit gewählt. 24. Februar und für den 10. März angesetzten 
Plenarsitzungen ausfallen. W ir würden uns also 
Punkt 7: zunächst hier am 3. März zusammenfinden und dann 
den Etat beraten.
Vorlage betr. Verwendung von Sparkasseniiber- Nach der Gepflogenheit der früheren Jahre 
schüssen. — Drucksache 24. empfiehlt es sich, die Ausschußmitglieder — denn un­zweifelhaft wird der Etat wieder den Ausschuß be­
schäftigen — bereits jetzt zu wählen, damit diejenigen 
(Die Versammlung beschließt mit großer Mehr-' Herren, die Referate für die einzelnen Kapitel über­
heit nach dem Antrage des Magistrats, wie folgt: nehmen, sich schon vor der Plenarsitzung mit ihren 
Zur Entlastung des Kapitels X  „Volks­ besonderen Obliegenheiten befreunden können.
gesundheitspflege" sind aus den vorhandenen 
Sparkassenüberschüssen 190 000 J l  in den (Die Versammlung beschließt die Einsetzung 
Etat für 1915 einzustellen.) eines Ausschusses zur Vorberatung des Stadthaus­
haltsetats und wählt als A u s s ch u ß m i t g l i e d e r 
Das Protokoll der heutigen Sitzung vollziehen die Stadtv. Bergmann, Bollmann, Dr. Byk. 
die Herren Stadtv. Wenig, Wenzke und Wolffenstein. Dr. Frentzel, Hirsch, Jachmann, Jolenberg, Kauf-
        
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