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Periodical volume 29. September 1915

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1915

Sitzung am 29. Septem ber 1915 101
zu sehen, in  irgend jem and —  wer es auch sei —  die W ahl statt. Bei S tim m engleichheit entscheidet 
E rw artu n g  zu erwecken, daß er später einm al weniger b a s  L os.
S te u e rn  zu zahlen habe.
Ich  m uß noch besonders da rau f aufmerksam, 
(S ta d tv . M eyer: Ich  verzichte!) machen, daß nach der V orlage des M a g is tra ts  den 
Gemeindebeschlüssen entsprechend einer der zu W äh­
Vorsteher Dr. Freutzel: Z ürn  W orte ist n iem and lenden R ich te rqua litä t besitzen m uß.
m ehr gemeldet: ich schließe die Besprechung. D e r M eine H erren , ich b itte  nun , die Z ettel, die vor 
R eferent verzichtet. Ih n e n  liegen m it e i n e  m R ainen  zu beschreiben, da 
E s  liegt also der A n trag  des P e t i t io n s a u s ­ w ir zunächst, wie ich vorgelesen habe, verpflichtet sind, 
schusses au f Ueberweisung a ls  M a te r ia l  und ferner den in  einem W ahlgange einen H errn  zu w ählen.
A n tra g  des H errn  Kollegen E rdm annsdö rffe r auf 
lieHergang zu r T agesordnung  vor. (D ie  W ahl erfolgt. D a s  E rg eb n is  w ird e rm itte lt.)
S tad tv . Erdmannsdörffer (zu r Geschäftsord­ D a s  R esu lta t der W ahl ist folgendes: 65 gültige 
n u n g ): Ich  habe nicht den A n trag  au f Uebergang S tim m e n  sind abgegeben: davon lau ten  62 auf H errn  
zu r T agesordnung  gestellt, sondern n u r  den S ta n d ­ S ta d t r a t  Goeritz (D a n z ig ) , 2 auf H errn  Dr. H au te t-  
punkt vertre ten , n i c h t  f ü r  den A n trag  des m aus, 1 au f H errn  Dr. Fischer. H e rr S ta d tr a t  Goeritz 
Ausschusses zu stimmen- I m  E f f e k t  kom mt es auf (D an z ig ) ist sonach au f die D a u e r von 12 J a h re n  
dasselbe hinaus- zum besoldeten S ta d tr a t  von C harlo ttenbu rg  ge­
w ählt.
Vorsteher Dr. Freutzel: D a n n  liegt n u r ein A n ­ W ir  treten  nunm ehr in  die W ahl des zweiten 
trag , der d es  Petitionsausschusses, vor au f Ueber- S ta d tr a t s  ein. Ic h  b itte  S ie , die Z ette l zu be­
Weisung der P e tit io n  an  den M ag istra t a ls  M a te ria l. schreiben.
Ic h  b itte  diejenigen H erren , die diesem A n trag  zu­
stimm en wollen, die H and  zu erheben. (D ie  W ahl erfolgt. D a s  E rg eb n is  w ird e rm itte lt.)
(Geschieht.) E s  sind 63 S tim m zette l abgegeben. D av o n  sind 
6, weil unbeschrieben, u n g ü ltig : es A eiben somit 
—  D a s  ist die M ehrheit. D ie  P e t it io n  w ird  dem 57 gültige Z ettel übrig . V on diesen haben erhalten 
M ag istra t a ls  M a te r ia l überwiesen. 34 H err S ra d tra t  Dr. H o u te rm an s  (P o sen ), 11 H err 
Dr. Fischer (B u e r) und 2 S tim m e n  sind zersplittert. 
W ir  kommen nunm ehr zu P u n k t 8 der T ag es­ H err Dr. H o u te rm an s ist also m it absoluter M e h r­
ordnung : heit zum S ta d t r a t  gewählt.
W ahl von zwei besoldeten Stadträten auf die A m ts­
dauer von 12 Jahren. —  Drucksache 137. (Zurufe: D a s  stim m t nicht! Es fehlen noch 
10 S t im m e n !)
M eine  H erren , S ie  wissen, daß die W ahl des 
einen S ta d tr a t s  nö tig  geworden ist durch den U m ­ —  D a n n  müssen w ir noch e inm al zählen.
stand, daß H err S t a d t r a t  S e y d e l a ls  B ürgerm eister 
in  H alle  a. S .  gewählt w orden ist. H err B ü rg e r­ (D ie  Z äh lung  w ird  w iederholt.)
meister Seydel hat bereits die Geschäfte in unserm hie­
sigen M ag is tra t abgegeben und gehört nicht m ehr zu Je tzt ist das R esu lta t hoffentlich richtig gestellt. 
-unserer Gemeindekörperschaft. W ir können ihm des­ D ie  Z ah l der abgegebenen S tim m e n  habe ich vorh in  
wegen heute nicht m ehr Lebewohl sagen. Ich  halte richtig m it 63 angegeben. H e rr Dr. H o u te rm an s hat 
es aber fü r richtig, i h m  a n  d i es c r  S  t e l l e d e n  41 erhalten, H err Dr. Fischer 13, H err Goeritz 2 ; ein 
D a n k  f ü r  s e i n e  e i f r i g e  T ä t i g k e i t ,  d i e  S tim m z e tte l trug  den N am en  K labau term ann , u n ­
e r  i m  I n t e r e s s e  u n s e r e r  S t a d t  e n t ­ gü ltig  w aren  6 S tim m e n . —  A n dem R esu lta t, das 
f a l t e t  h a r ,  a u s z u s p r e c h e n . ich Ih n e n  vorh in  verkündet hatte, ist nichts geändert.
(B ra v o !) W ir  fahren in  der T ageso rdnung  fort und 
kommen zu P u n k t 11 N r . IT:
Ic h  ernenne zu W ahlaufsehern die beiden B e i­
sitzer Kollegen Duuck und I)r. G enzm er. P'e t i t i o n d e s  D e u t s c h e n  P r i v a t b e a m ­
D er § 32 der S täd teo rd n u n g , nach dem sich die t e  n v e r e i n s  —  Z w e i g v e r e i n  C h a r  l o t - 
W ahl regelt, lau te t: t e n b u r g — b e t r .  E r r i c h t u n g  ö f f e n t ­
l i ch e r S  t e l l e n n a ch w e i s e.
F ü r  jedes zu wählende M itg lied  des M a ­
g istra ts  w ird besonders abgestim m t. D ie  W ahl Berichterstatter S tad tv . M osgau : M eine
erfolgt durch S tim m z e tte l. W ird  die absolute H erren! D e r Zw eigverein C harlo ttenbu rg  des D e u t­
S tim m en m eh rh eit bei der ersten A bstim m ung schen P riv a tb eam ten v e re in s  hat u n te r  dem 30. A pril 
nicht erreicht, so werden diejenigen vier P e r ­ an die S ta a ts re g ie ru n g  eine P e t i t io n  gerichtet und 
sonen, auf welche die meisten S tim m e n  gefallen um  die E inrich tung  öffentlicher Stellennachw eise er­
sind, au f eine engere W ahl gebracht. W ird  auch sucht. D e r  V erein  fü h rt in  seinem Schreiben aus, daß 
hierdurch die absolute S tim m e n m e h rh e it nicht er­ durch die K riegsverhältnisse die Lage au f dem S te lle n ­
reicht, so findet u n ter denjenigen zwei P e r ­ m arkt so vollständig um gew andelt sei, daß m an  gar­
sonen, welche bei der zweiten A bstim m ung die nicht vorhersehen könne, wie sie sich nach S chluß  der 
meisten S tim m e n  erhalten  haben, eine engere kriegerischen Ereignisse gestalten werde. D a s  Zurück-
        
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