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Periodical volume 26. Februar 1914

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1914

Sitzung vom 26. Februar 1914 85
(teu er auch eilten  U ebergang  haben , un d  d a s  gleiche A ls  ich d a m a ls  zu der gleichen P o s itio n  d a s  
beabsichtige ich h ie r . I m  ü b rig en  mache ich m ir  die W o rt n ah m , w urde  m ir  gesagt, d aß  es nicht zu be­
G rü n d e  zu  eigen, die der M a g is tr a t  d a fü r  gehabt g re ifen  sei, w ie m an  eine S tre ic h u n g  a u s  p ä d a g o g i­
h a t, d a s  S ch u lg e ld  a u f 100  Ji festzusetzen. Ic h  be­ schen G rü n d e n  b e fü rw o rten  könnte. D em gegenüber 
finde mich d a  in  g u te r  Gesellschaft. verw eise ich S i e  d a ra u f , d aß  ich am  0. M ä rz  1012 , 
am  19. J u l i  1912 und  am  0 . M ä rz  1913  in  gleichem 
Stabtu. Dr. Lorchardt: I c h  en tnehm e a u s  den S in n e  gesprochen habe. A m  6. M ä rz  1912  a ttestie rte  
A u sfü h ru n g e n  des H e r rn  K ollegen B o llm a n n , d aß  m ir  H e rr  B ü rg e rm e is te r  M a i l in g ,  daß  m e in e  sachlichen 
er, fa l ls  sein A n tra g  A n n ah m e  fin d e t, an k ü n d ig t, er D a rle g u n g e n  —  ich b itte , d a s  im  S te n o g ra m m  nach­
w ürde  im  nächsten J a h r e  den A n tra g  stellen, d a s  zulesen —  a u f  die M a ß n a h m e n  der S ch u lv e rw a ltu n g  
S chu lgeld  au f 120  Ji  heraufzusetzen. U m  die Sache e inen  E in f lu ß  gew onnen  h ä tte n . N u n  b in  ich aber 
abzukürzen , b itte  ich S i e ,  den zukün ftigen  A n tra g  durch diese M a ß n a h m e n , auch sow eit sie die R ev ision  
B o llm a n n  heu te  schon an zu n eh m en . I m  ü b rigen  desN ach h ilfe -U n le rrich ts  betreffen , auch nicht befried ig t, 
möchte ich dem  H e rrn  K ollegen  B o llm a n n  bem erken, u nd  ich habe desw egen im  A usschuß noch fü r  die 
daß  ich z u r  L u stb ark e itss teu er m e in e s  W issens kein S tre ic h u n g  w e ite re r 10 0 0 0  Ji  fü r  den N achhilfe­
W o rt gesprochen habe. u n te r r ic h t gegenüber den 50  0 00  Ji, die der M a g i­
s tra t eingesetzt h a t, gestim m t.
(D ie  V ersam m lu n g  stellt K a p ite l I I  B  —  M e in e  H e rren , ich komm e lediglich a u s  p ä d a ­
höhere L eh ran s ta lten  fü r  die weibliche J u g e n d  —  gogischen u n d  hygienischen E rw ä g u n g e n  zu m einen  
u n te r  A b leh n u n g  des A n tr a g s  d es S ta d tv .  B o ll­ V orschlägen.
m a n n  in  E in n a h m e  u n d  A u sg ab e  nach dem  V o ra n ­
schläge d e s  M a g is tr a ts  m i t  dem  a u f  S e i t e  52  u nd  54  (H ö rt , h ö r t! )
d e r V o rla g e n  angegebenen A en d eru n g en  fest.)
Vorsteher Dr. Frcntzcl: W ir  kom m en n u n  zu — - Ic h  b in  bei der U n te rh a ltu n g  nicht im stande, mich verständlich  zu  m achen; ich w ürde  b itte n , m ir  d a s  zu 
Kapitel I I I .  Bürgermädchenschule, Gemeindeschulen erm öglichen. —  Ic h  befinde mich bei m einen  B e ­
und Kindergärten. denken bezüglich d es N achh ilfe-U n terrich tes in  U eber­
Berichterstatter Stadtv. Otto: D e r  E ta t s a u s ­ e in s tim m u n g  m i t  dem  C h a r lo tte n b u rg e r  L eh re r­
schuß em pfieh lt d ie  A n n ah m e  m i t  den  a u f  D ruck­ vere in , m i t  dem  C h a rlo tte n b u rg e r  R ek to ren v e re in  
seiten  51 , 52  u n d  54  der V o rla g e n  angegebenen un d  m it  den C h a rlo tte n b u rg e r  S c h u lä rz te n . D e r  
A en d eru n g en  u n d  em p fieh lt: C h a r lo tte n b u rg e r  L eh re rv e re in  sagt in  seinen T hesen : 
1. den M a g is tr a t  zu ersuchen, eine P r ü f u n g  v o r­ N achh ilfeun terrich t dü rfe  n u r  fü r  n o rm a l befäh ig te  
zunehm en , ob d ie  versuchsweise e ingeführte  und gesunde K inder, und zw ar a u s  vorübergehenden 
N e u o rg a n isa tio n  der G em eindeschulen nach den Ursachen, angew andt w erden. I n  seiner E ingabe vom  
b ish e rig en  E rfa h ru n g e n  sich b ew äh rt h a t und  22 . M ä rz  1912  sag t der R e k to rv e re in : N achhilfe 
ü b e r  d a s  E rg e b n is  zu berich ten ; dürfe  n u r  bei fü r  d ie  Klasse genügend begabten  und  
2 . die P e t i t i o n  des R e k to rs  G ra ß m a n n  b e tr . G e ­ gesunden K in d e rn  u n d  n u r  a u s  vo rübergehenden  U r­
h a ltsv e rh ä ltn isse  dem M a g is tr a t  a ls  M a te r ia l  sachen P la tz  g re ifen . D ie  A erz te  sind der M e in u n g , 
zu überw eisen ; das; die N achhilfe in  d e n  U -Ä lassen nicht ohne S c h a ­
3 . eine B ittsch rif t d er L eh re r der B ü rgerm ädchen ­ den  e r te il t  w erde. D a s  is t w iederho lt zu m  A usdruck 
schule u m  G leichstellung im  G e h a lt m i t  den gekom m en; ich verw eise a u f  m eine frü h e ren  A u s fü h ­
L eh re rn  a n  den L yzeen a n  den P e t i t i o n s a u s ­ ru n g e n  in  d ieser B ez iehung .
schuß abzugeben; I n  klaffendem  W iderspruch m it diesen A u s fü h ­
4 . zu  A bschnitt 3 d e r A u sg ab en  N r .  35 —  A r­ ru n g e n  steht die P r a x i s ,  in  der auch K in d e r  —  m it 
b e itss tu n d en  w äh ren d  der W in te rm o n a te  — e in se itiger M in d e rb eg ab u n g  in  e inem , ja  sogar in  
den M a g is tr a t  zu ersuchen, in  eine P r ü f u n g  m eh reren  H aup tfächern  —  N achh ilfestunden  haben . 
d a rü b e r  e in zu tre ten , ob es  möglich ist, diesen D iese M in d e rb eg ab u n g  ist keine vorübergehende, son­
Ansatz in  Z u k u n ft zu e rm äß ig en . dern eine dauernde Ursache und  kostet u n s  außerdem  
A u f W unsch d es E ta tsausschusses  h a t der M a g i­ d a s  m eiste. W e il m i r  n u n , a ls  M itg lie d  d e r S ch u l-  
s t ra t eine A ufste llung  vo n  K osten, d ie  in fo lge  N e u ­ d e p u ta tio n  d a ra n  lieg t, a lle s  d a s , w a s  ich bei u nsern  
o rg a n is a tio n  der G em eindeschulen gegenüber dem R eform versuchen  abzustellen  beabsichtige, auch ganz  
b ish e rig en  S y stem  im  E ta ts s a h re  1913  m ehr e n t­ energisch zu  beseitigen, so w erde ich jede G elegenheit 
stehen, eingereicht. benutzen, gleichgültig ob es eine pädagogische, hygie­
I c h  stelle d en  A n tra g , den  A n trä g e n  d e s  E ta ts -  nische oder fin an z ie lle  V eran lassu n g  ist, a u s  p äd ag o ­
ausschusfes b e iz u tte te n  u n d  so K a p ite l I I I  zu ge­ gischer Ursache a u f  d ie  S ache einzugehen .
n ehm igen . D esw eg en , m eine  H e rre n , b itte  ich S i e  d r in g en d , 
den A n t ta g  d e s  A usschusses, n u r  4 0  0 0 0  Ji  fü r  den  
,.Vorsteher Dr. Frentzel: Zu Kapitel I I I  ist von N ach h ilfeu n te rrich t vorzusehen, anzu n eh m en . I c h  b in  
den Herren Ahrens, Bade, Dr. Borchardt, Gebert ü b erzeug t, d aß  w ir  m i t  solcher B eschränkung M iß ­
usw. der Antrag eingegangen: stände abstellen, u n d  zw ar in  U eb ere in s tim m u n g  m it 
B e i d e r A u sg ab e  die P o s i t io n  A bschnitt 3 den T hesen  d es C h a rlo tte n b u rg e r  L eh re rv e re in s , m it 
N r .  8  a u f 82  4 8 0  Ji. zu erhöhen. der E in g a b e  d e rR ek lo ren , die im A u ssch u ß  le id e r m it  
Die Position N r. 8 betrifft den Nachhilfeunterricht. 7 gegen 6 S tim m e n  abgelehnt w orden  ist —  es h an ­
delte sich n u r  u m  eine einzige S tim m e , u n d  es  faßen  
Stadtv. Schwarz: Meine Herren! I c h  möchte nicht la u te r  S ch u lm än n e r im  A usschuß — , und  m it 
Tie bitten, den Antrag der Herren S o z ia ld em o ­ der A nsicht d e r  C h a rlo tte n b u rg e r  S c h u lä rz te , also m it  
kraten abzulehnen. Ich möchte dabei auf e tw as  zu­ dem U r te i l  a lle r  derjen igen  K örperschaften , die h ie r­
rückkommen, was im vorigen Jahre hier geschehen ist. ü b er zu u r te ile n  b e ru fsm äß ig  in  d e r L age sind. U eber
        
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