Path:
Periodical volume 26. Februar 1914

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1914

Sitzung vom 26 Februar 1014 7 9
mannsdörffer, Dr. Feilchenfeld, Dr. Frentzel, in  die höchste Gehaltsstufe der D irektoren einer sechs- 
Dr. Friedlaender, Dr. Genzmer, Gersdorff, f(affigen A nstalt hineinrückt.
Haack, Harnisch, Heidenreich, Dr. Hubatsch, Nach E rörterung  der Angelegenheit hat der A u s­
Jastrow , Jm berg, Jolenberg, Aauftnann, schuß daher m it M ehrheit beschloßen, J h n e ir  die A n­
Kerb, Kern, Dr. Landsberger, Lassan, Dr. Liep- nahme der M agiralsvo rtage zu empfehlen.
manu, Litten, Meyer, Dr. Mommifen, M osgau, 
M attes, Neukranz, Neumann, O tto, Dr. Perl, (D ie  Versam m lung beschließt nach dem A ntrage 
Protze, Dr. Rothholz, Schwaß, Dr. Stadthagen, des M ag istra ts , wie folgt:
Wagner, Weise, Wenzke, Wolsfenstein, Wölt- F ü r  den zum D irektor des Lyzeum s V  ge­
mer, w ählten S tadtschulrat Dr. Poppe au s Kiel w ird 
m it Nein die Stadtverordneten Ahrens, Bade, das G ehalt aus 10 600 J i  (8800Ji  G ehalt und 
Dr. Bauer, Bollmann, Dr. Borchardt, Gebert, 1800 JI M ietentschädigung) festgesetzt.
Hirsch, Kantzenbach, Klick, Panschow, Rackwitz, D ie  erforderlichen M itte l sind im  E ta t fü r 
Richter, Scharnberg, Scheel, Walther, Wenig. 1914 vorzusehen.)
Zander.
(D as Ergebnis wird ermittelt.) Vorsteher-Stellv. Dr. Hubatsch: W ir kommen zu 
Meine Herren, das Resultat der Abstimmung N r. 4:
ist das, daß 43 Herren m it J a  und 17 Herren mit Bericht des Etatsausschusses über den Stadthaus- 
Nein gestimmt haben. Danach ist die Steuerordnung haltsetat für 1914
sti dieser Fassung angenommen worden. und zwar
W ir haben nun  noch abzustimmen über die 
P unk te  b ) und c) der M agistratsvorlage, die lau ten: Sonderetat Nr. 1. Kanalisation.
b) Die Erträge der Lustbarkeitsstouer im laufen­
den E tatsjahr sind einem neu einzurichtenden Berichterstatter Stadtv. Gebert: M eine H erren! 
Abschnitt im Kapitel X V  des E ta ts  —  Ge­ Z u m  S o n d ere ia t N r. 1 ist zu bemerken, daß zu den 
meindesteuern —  zuzuführen, im E tatsjahr A usgaben der Ausschuß besondere Bemerkungen nicht 
1914 in  Kapitel X V  unter Abschnitt 9 N r. 1 gemacht ha t; a llerd ings aber zu den E innahm en. D er 
des E ta ts  einzustellen. Ausschuß hat beschlossen, daß die K analisatio ns­
c) Die eingegangenen Zuschriften sind hierdurch gebühren erhöht werden sollen, und zw ar auf 1 ,15% , 
erledigt. während der M ag istra t vorgeschlagen hatte, diese G e­
bühr auf 1 ,2%  zu erhöhen.
(Die Versammlung beschließt demgemäß.) D er Ausschuß beschäftigte sich dann in zweiter 
Lesung m it dieser Vorlage und beschloß, wie ich es 
F e rn e r haben w ir noch über die R esolution des Ih n en  eben bekannt gegeben habe. Der Betrag er­
H errn  Kollegen M eyer abzustimmen, mäßigt sich daher um 35 000 JI auf 1205 000 JI. 
den M agistrat zu ersuchen, der S tadtverord­ E s muß demnach unter Abschnitt 7 zum Zuschuß von 
netenversammlung Anfang 1915 über die m it 45 000 JI hinzugesetzt werden: erhöht sich um 35 QOO 
der Lustbarkeitssteuer gemachten Erfahrungen Mark, so daß 80 000 JI zu buchen sind.
zu berichten. Außerdem  lagen zwei P e titio n en  vor, und zw ar 
von den Grundbesitzervereinen 1894 und 1903, die 
(D ie  V ersam m lung beschließt demgemäß.) durch den Beschluß des Etatsausschusies a ls  erledigt 
zu betrachten sind.
D am it ist Punkt 2 der Tagesordnung erledigt. I m  übrigen empfiehlt der Ausschuß, die in B e­
tracht kommenden A enderungen, sowie ich sie I h n e n  
W ir kommen nunmehr zu Punkt 3: bekannt gegeben habe, anzunehm en.
Bericht des Ausschusses über die Vorlage betr. Fest­ Stadtv. Dr. Liepmann: Meine Freunde und ich 
setzung der Dienstbezüge für den Direktor des habe ungemein bedauert, daß auch diesmal wieder 
Lyzeums V. —  Drucksachen 30 und 38. der Grundbesitz zu den allgemeinen Lasten stärker 
herangezogen wird als früher,
Berichterstatter Stadtv. Meyer: M eine H erren! 
D er M agistra t ist bei der Bemessung der Dienstbezüge (S e h r  richtig!)
des D irek to rs des Lyzeums V  von der Tendenz au s­
gegangen, dem gewählten H errn  keine wesentlich ge­ nachdem anerkannt worden war, daß der Grundbesitz 
ringeren Bezüge zu gewähren, a ls  er bisher in  seiner in Charlottenburg schon in einer bis zur Grenze seiner 
S te llu n g  a ls  S tad tschulrat in Kiel gehabt hat. Leistungsfähigkeit gehenden Höhe besteuert wird. E s  
D a  eine Regelung der F rage , wie die Bezüge hat uns gefreut, meine Herren, daß w ir wenigstens 
solcher H erren zu bemessen sind, die an die Spitze erreicht haben, statt der höheren Heranziehung von 
unserer Schule berufen werden, ohne un m itte lbar vor­ 1 240 000 Ji, die im Entwurf des H aushalts a ls  
her a ls  D irektoren im  Schuldienst gestanden zu haben, Gebührenlast vorgesehen war, den Grundbesitz um 
ortsstatutarisch nicht getroffen ist, w ar der Ausschuß 35 000 Ji besser fortkommen zu lassen. Die 
in  seiner großen M ehrheit der Ansicht, daß auch hier­ 135 000 Ji, die der Grundbesitz noch immer bei den 
fü r im  Einzelfalle die allgemeine Tendenz unserer Kanalisationsgebühren mehr zahlen soll als früher, ihm 
Besoldungsgesetze maßgebend sein m uß, derzufolge abzunehmen, war bei dem Kanalisationsetat nicht an­
eine Verschlechterung eines von au sw ärts  nach C har­ gängig, ohne eine Aenderung des Gemeindestatuts 
lottenburg berufenen B eam ten in seinen Bezügen vorzunehmen; dies war nicht möglich, weil die höchst­
möglichst vermieden werden soll. D a s  kann im  vor­ zulässige Grenze des Zuschusses aus allgemeinen' 
liegenden F a lle  n u r dadurch erreicht werden, daß der M iteln zu den Kanalisationsgebühren bereits er­
neugewählte D irektor nach dem M agistratsvorschlag reicht ist.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.