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Periodical volume 26. Februar 1914

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1914

70 Sitzung vom 24. Februar 1914
kennen, werden es wissen, sie liegen beide in der Bis­ habe, Charlottenburg bei seinen 100% nur 0,8%. 
marck,rmße. W ir haben dann ferner zwei Säle in Man will eben nur Millionäre nach Charlottenburg 
der Berliner Straße, denen es vielleicht noch insofern ziehen und Millionäre sind immerhin noch dünn 
einigermaßen geht, als sie gerade balanzieren. Der gesät. Selbständige Gewerbetreibende hat Char-
Rest lebt nicht nur von der Hand in den Mund, lotienburg ja kaum mehr; es sind meist nur noch 
sondern er bleibt alle Vierteljahre seine Miete Filialen von Berliner Geschäften. Wenn Sie heute 
schuldig und erledigt im nächsten Vierteljahr, was er unsere Geschäftsstraßen durchwandern, so werden Sie 
im vorhergehenden schuldig geblieben war. Diese nur noch ganz, ganz alte Charlottenburger Geschäfte 
Verhältnisse haben w ir früher auch nicht gekannt. finden, außerdem nur Filialen aus Berlin, die in­
Sie haben sich erst herausgebildet, als bas Char­ folge des Renommees der Berliner Firma in Char- 
lottenburger Rathaus fertig wurde, als die Säle aus lottenburg noch einigermaßen Geschäfte machen.
»tosten der Stadt für alle möglichen Vereinigungen Meine Herren, w ir haben von einer Resolu­
hergegeben wurden, als diese Vereinigungen nicht tion gehört, die eingebracht worden ist und die auch 
einmal das Licht bezahlen brauchten. Alles das unser Fraktionsvorsitzender unterschrieben hat. Ich 
wurde den Charlottenburger Saalbesitzern entzogen, erkläre, daß ich von dieser Resolution nichts gewußt 
alle diese Versammlungen haben früher in Charlotten­ habe und ihr auch nicht zustimme. Ich kann nicht 
burger Sälen stattgefunden. Nirgends in der Welt finden, daß diese Resolution irgend etwas besagt, was 
wird man das in dem Maße wieder finden, wie es für diejenigen, die heute von der Steuer betroffen 
hier betrieben wird. werden sollen, von Wert sein könnte. Es scheint mir 
so, als wenn diese Resolution nur ein Pflaster aus 
(Sehr richtig!) die Wunde sein soll, die durch die Steuer geschlagen 
wird. Was soll das heißen: der Magistrat soll uns 
Aus der einen Seite schädigen Sie die Saalbesitzer, nach einem Jahre über die Wirkung der Kinosteuer 
aus der anderen Seite wollen Sie ihnen das Wenige, berichten. Soll der Magistrat uns auch darüber be­
was sie haben, durch ungerechte Steuern auch noch richten, wieviel weniger elektrisches Licht w ir gelie­
abnehmen. fert haben? W ir haben bis jetzt für zirka 400 000 
    
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