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Periodical volume 4. Februar 1914

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1914

2 8  Sitzung vom 4 Februar 1914
W ir  tre te n  n u n m e h r in  die T a g e so rd n u n g  der D a s  A rb e its fe ld , d a s  I h n e n  zunächst zugew iesen 
S itz u n g  ein. w ird , ist d en  A ufgaben , d ie  S ie  b ish e r  beschäftigt 
habe» , nahe  v e rw a n d t. S ie  w erden aber in  dieser 
Stadtv. Otto (z u r  G esch äftso rd n u n g ): Ic h T ä tig k e it sehr bald  fin d en , «daß es e in  sehr g ro ß es  und  
möchte im  N am en  m ein e r f r e u n d e  den  W unsch a u s ­ auch redn  schwierig zu beackerndes A rb e its fe ld  ist, ein  
sprechen. den P u n k t  10 unserer heu tigen  T a g e so rd ­ F e ld , d a s  nickn n u r  e inen  tüchtigen u nd  klugen V e r­
n u n g  nach dem  P u n k t  6  zu v e rh an d e ln . W ir  hoffen w a lte r , sondern  auch e inen  M enschen von w arm em  und 
e in m al, d a ß  dieser P u n k t  heute n u r  eine kurze E r ­ seinem  E m p fin d e n  braucht. W ir  sind sicher, d aß  S ie  
ö rte ru n g  finden  w ird , u n d  wünschen zum  zw eiten , d aß  diese G ab en  m itb r in g e n , und  w ir  hoffen, d a ß  der 
die nam entliche A b stim m u n g , die u n s  angekünd ig t E rfo lg , der I h n e n  b ish e r  tre u  gewesen ist, I h n e n  
w orden  ist. v o r möglichst vollen  B änken  s ta ttfin d e t. auch in  die M itte  C h arlo tten b u rg s . in  unsere M itte  
h in e in  folgen w ird . D esw eg en  haben w ir  d ie  feste 
Vorsteher Dr. Frcntzel: S ie  haben den A n tra g  Zuversicht,' d aß  S ie  in  der A u sü b u n g  I h r e r  T ä tig k e it 
des H e rrn  K ollegen O tto  gehört. W en n  W iderspruch reiche B e fried ig u n g  finden  w erden. Ic h  begrüße S i e  
nicht e rfo lg t, so nehm e ich an , d a ß  die V ersam m lu n g  noch e in m a l herzlichst.
m i t  dem  V orschlage e inverstanden  ist. —  Ic h  w erde 
dem entsprechend v erfah ren . Stadtrat Augustin: Ic h  danke dem  H e rrn  O b e r­
W ir  kom m en zu P u n k t  1 d e r  T a g e so rd n u n g : b ü rgerm eiste r und  dem  H e rrn  S ta d tv e ro rd n e te n v o r­
steher v ie lm a ls  fü r  die außero rden tlich  lie b e n sw ü rd i­
Einführung des neugewähltcn T tadtrats Augustin. gen W o rte , m it denen  sie mich soeben b eg rü ß t haben. 
D e r  H e rr  O b erb ü rg e rm e is te r har ganz m it R echt d a r ­
Ic h  erte ile  d a s  W o rt dem  H e rrn  O b e rb ü rg e r­ au f hingew iesen, daß  m ein  H err A m tsv o rg än g er eine 
m eister. ausgezeichnete V e rw a ltu n g  g e fü h rt h a t, u n ö jc h  kann 
sagen, daß  nicht N ur dieses D e z e rn a t der S ta d tv e r ­
Oberbürgermeister Dr. Scholz: M e in  lieber H e rr  w a ltu n g  C h a rlo tte n b u rg  ü b e ra ll e inen ausgezeichneten 
K ollege A u g u stin ! N achdem  d ie  S ta d tv e ro rd n e te n ­ R u f  gen ieß t, sondern die S ta d tv e rw a ltu n g  von C h a r ­
versam m lu n g  S i e  zum  besoldeten M a g is tra tsm itg lie d e  lo tten b u rg  im  allgem einen . F ü r  mich ist es n a tü rlich  
der S t a d t  C h a rlo tte n b u rg  e rw ä h lt und  der H e rr  R e ­ a u f  der e inen  S e ite  e in  sehr b e ruh igendes G efüh l, in  
g ie ru r  g sp räsiden t I h r e  W ah l bestä tig t h a t. lieg t m ir  e in  solches D e z e rn a t, in  e ine solche G em ein d ev er­
die angenehm e P flich t ob, S i e  in m itte n  der S t a d t ­ w a ltu n g  e in tre te n  zu können. A u f  der an d eren  S e i te  
v e ro rd n e ten  in  I h r  neu es A m i e in zu fü h ren . b in  ich d u rch au s dav o n  überzeug t, d a ß  d a s  a lle rd in g s  
Z w ei G edanken  sind es w ohl im  w esentlichen, d ie  eine B e la s tu n g sp ro b e  fü r  m eine  P e rso n  bedeute t, w ie 
in  dieser S tu n d e  auch I h r e  S ee le  bew egen. S i e  tre ten  der H e rr  O b erb ü rg e rm e is te r m it Recht au sg e fü h rt h a t. 
zum  ersten M a le  a u f  den  zw ar heißen , aber im m er A ber seien S i e  überzeug t, m eine H erren , daß  ich alle 
in teressan ten  B o d en  der eigentlichen G em ein d ev er­ m eine K rä fte  einsetzen w erde, um  den g u ten  R u f  der 
w a ltu n g . u nd  S ie  schicken sich an . Nachfolger eines S ta d tv e rw a ltu n g  C h a rlo tte n b u rg  und  besonders der 
M a n n e s  zu w erden , der nicht n u r  a u f dem  auch von A rm en v erw a ltu n g  aufrecht zu erhalten .
I h n e n  zu v e rw a lten d en  G eb ie te  seiner S ta d t  A u s ­
gezeichnetes geleistet h a t, sondern  der auch w e it über .(B ra v o ! )
d ie  G ren zen  ih re s  W eichbildes h in a u s  an regend  und  
bahnbrechend gew irkt h a t. W ir  hegen zu Is m e n  d as Vorsteher Dr. Frentzel: W ir  kom m en zu P u n k t  2 
feste V e r tra u e n , d aß  I h r e  P ersön lichkeit diese doppelte der T a g e so rd n u n g :
B e la s tu n g sp ro b e  a u sh a lte n  w ird . W ir  hoffen und  
w ünschen aber auch, d aß  S i e  sich in  I h r e m  neuen  M itteilung betr. Gewerbeschule. —  Drucksache 28 .
A m te  zu frieden  u nd  glücklich füh len  m ögen . D e n n  
n u r  der M a n n , den seine T ä tig k e it beglückt, ist au f ( D e  V e rsam m lu n g  n im m t K e n n tn is .)
die T a u e r  befähigt, in  ih r  W erte  zu schaffen, d ie  d e r 
A llg em ein h e it zu g u te  kom m en. P u n k t  3 :
I N  dieser H o ffn u n g  un d  m it diesem W unsche 
begrüße ich S ie  a ls  neuen R a t  d e r S ta d t  und  heiße Vorlage betr. Pflichtstundenordnung für die Lehr­
S ie  im  K reise des M a g is tr a ts  herzlichst w illkom m en. kräfte an der Biirgermädchenschule. —  Drucksache 29 .
U n te r  H in w e is  au f d en  von I h n e n  b e re its  geleisteten 
S ta a ts d ie n e re id  nehm e ich S ie  hierdurch m it H a n d ­ (D ie  V ersam m lu n g  beschließt nach dem A n tra g e  
schlag in  E id  und  P flic h t u n d  gestatte m ir . I h n e n  die des M a g is tr a ts ,  die P flich ts tu n d en o rd n u n g  fü r  die 
A n ste llu n g su rk u n d e  zu überreichen. L eh rk rä fte  an  d e r  B ürgerm ädchenschule in  d e r auf 
D ruckseite 38 der V o rlag en  abgedruckten F o rm  a b z u ­
(G eschieht.) ä n d e rn .)
Vorsteher Dr. Frcntzel: S e h r  geehrter H e rr P u n k t  4  der T a g e so rd n u n g :
S ta d t r a t !  N achdem  S i e  soeben durch den H e rrn  
O b erb ü rg e rm e is te r i n . I h r  neu es A m t e in g e fü h rt Vorlage betr. Festsetzung der Dienstbezüge für den
w ord en  sind, e rlaube ich m ir , S ie  im  N a m e n  d ieser Direktor des Lyzeums V. —  Drucksache 30.
V ersam m lu n g , die S ie  zu diesem  A m te  berufen  un d  
e rw ä h lt h a t, herzlichst zu beg rüßen . S ie  sind b ish e r  Stadtv. Dr. Damm: M ein e  H e rre n ! M e in e  
in  e inem  städtischen G em einw esen  noch nicht tä t ig  ge­ F re u n d e  haben schwere B edenken gegen d ie  V o rlag e  
w esen; aber w ir  hegen d ie  feste Z uversicht, d a ß  es des M a g is tr a ts .  D iese B edenken sind in  erster L in ie  
I h n e n  sehr b a ld  gelingen  w ird , sich nicht n u r  in  die p rin z ip ie lle r  N a tu r .  M i t  Rücksicht a u f d ie  äußers t 
F o rm , sondern  vo r allen  D in g e n  auch in  d a s  W esen w ichtige T a g e so rd n u n g , die w ir  heu te  noch zu e r ­
u n d  d a s  S e in  der städtischen S e lb s tv e rw a ltu n g  e in zu ­ led igen  haben , möchten w ir  im  P le n u m  nicht i n  die 
a rb e iten . E rö r te ru n g  der B edenken e in tre ten . D e sh a lb  bean-
        
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