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Periodical volume 24. Juni 1914

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1914

Sitzung vom. 24. Juni 1914 229 hin berechtigt, wenn man bedenkt, daß die Räume hausdepulation gejagt worden, daß die Verwal­ jederzeit dem Krankenhause im ganzen werden zugute tung selbst für seine gegenwärtigen Zwecke an dem kommen können. schon bestehenden Röntgeninstitut eine Erweiterung S ie sehen jedenfalls, meine Herren, daß man beabsichtige. Aus allen diesen Gründen wird, glaube sich bei diesem Pavillon m it seinen recht verschieden­ ich, der Magistrat ernsten Anlaß haben, der Frage artigen Zwecken noch in einer gewissen Unsicherheit des Röntgeninstituts seine besondere Aufmerksam­ über die wirkliche dauernde Ausnutzung der Räume keit zuzuwenden. befindet. Aber die Kosten, die künftig d a u e r n d ihm erwachsen werden, können nicht beträchlich sein. Stadtv. Dr. Feilchcnfeld: Meine Herren! Ich Vielmehr bestehen die wesentlichen in der baulichen glaube auch, daß w ir nach den Ausführungen des Herstellung, sowie in der Anschaffung von Apparaten Herrn Referenten den Anträgen zustimmen sollen. — das letztere ist gewiß keine geringfügige Aus­ Ich möchte aber doch ausdrücklich noch einmal be­ gabe — , während der Betrieb relativ b illig sein wird, tonen, daß die Resolution, die ich Ihnen ebenfalls weil, wie schon gesagt, hoffentlich das neu anzu­ ivie der Herr Referent zur Annahme empfehle, vom stellende Personal sehr gering sein und weil eben Magistrat wirklich eingehend berücksichtigt werde. keine stationäre Behandlung von Kranken dort statt­ Wenn w ir heute diesen Anträgen ohne weiteres finden wird. Allerdings wird die Instandhaltung der zustimmen, jo geschieht es aus dem Grunde, den der Apparate manche Kosten machen und das Konto für Herr Referent schon angeführt hat, daß w ir es mit Erneuerung von Röntgenröhren usw. gewiß nicht un- dem Magistrat für wünschenswert halten, daß der beträchlich sein. Bau des Anjchlußpavillons zugleich m it dem der Was die Röntgenbehandlung betrifft oder viel­ Privatstation jetzt in Angriff genommen werde und mehr — da auch Radiumbehandlung stattfinden w ir eine Verzögerung nicht für zweckmäßig hallen. soll — , die „Strahlenbehandlung" in diesem neuen Der Magistrat sollte sich aber m it den Aenderungen, In s titu t, so ist im Ausschuß gleichzeitig erwogen wor­ die w ir vorschlagen, etwas näher beschäftigen; eS ist den, ob nicht das im Krankenhause bereits v o r ­ im Interesse des Röntgeninstituts unbedingt not­ h a n d e n e Röntgeninstitut entweder den Zwecken, wendig, nicht nur zur Verbilligung, die ganz ent­ die im neuen Pavillon erreicht werden sollen, m it schieden dadurch herbeigeführt wird, sondern auch zur dienstbar gemacht werden kann, oder ob es sich nicht Vereinfachung des Betriebs, wenn das Strahlen- empfiehlt, dieses Röntgeninstitut von dort in das institut nicht auseinandergerissen wird. W ir haben neue Haus zu verlegen. Daß dies aus vielen Grün­ von dem Herrn Dezernenten und von Herrn Ge­ den zweckmäßiger und billiger wäre, ergibt eine ganz heimtat Bessel-Hagen im Ausschuß gehört, daß es einfache Erwägung: die Apparate brauchten, zum nicht möglich sein wird, eine wesentliche Erweiterung Teil wenigstens, nicht doppelt angeschafft zu werden, des jetzt bestehenden Röntgeninstituts vorzunehmen. die Reparaturen könnten verbilligt werden und die Es könnte noch ein kleiner Aufbau ausgeführt werden, in der Strahlenbehandlung besonders geübten Aerzte eine wesentliche Ergänzung des Ins titu ts ist jedoch würden es leichter haben, wenn sie an e i n e m Orte nicht denkbar. Nun sind 40 000 d l bereits für die tätig sein können. Erweiterung des Röntgeninstituts vorgesehen, und in Deswegen hat der Ausschuß, der sonst an den dem Pavillon, der heute beschlossen werben soll, sind entschieden noch Räume vorhanden, die für diesen Kosten des Voranschlages nichts Wesentliches hat ab­ Zweck nutzbar gemacht werden können. W ir haben, streichen können — er empfiehlt Ihnen, wie Sie aus um nicht kleinlich zu sein, die etwas großen Warte- Nummer 1 des Ausschußbeschlusses ersehen, lediglich räume ohne weiteres zugestanden. W ir haben ferner bei den Gartenanlagen einen Abstrich von 3000 d l, zugestanden, daß besondere Räume für den äugen- so baß eine Gesamtsumme von 333 000 d l gegenüber ärztlichen Betrieb und für den Ohren- und Hals- den vom Magistrat vorgeschlagenen 336 000 JC zu betrieb vorgesehen werden. Es wird aber den Betrieb gewärtigen sein würde — , nach langer Beratung doch im Krankenhause in keiner Weise schädigen, wenn in bestimmter Weise ernst Stellung dazu nehmen zu diese beiden Abteilungen in denselben Räumen unter­ müssen geglaubt, ob die Doppeleinrichtung von Rönt­ gebracht werden. Der Augenarzt wird kaum länger geninstituten wirklich im Interesse des Krankenhauses als eine bis höchstens anderthalb Stunden täglich dort und der ganzen künftigen Verwaltung des neuen beschäftigt sein, der Spezialarzt für Ohren- und Hals­ Pavillons liegt, und empfohlen, diese Frage noch krankheiten wird vielleicht drei, höchstens vier S tun ­ einmal gründlich zu erwägen. Betrachten Sic die den beschäftigt sein, sodaß doch einen großen Teil Resolution des Ausschusses nicht als eine bloß papierne des Tages über die poliklinisch-n Räume freistehen Resolution! Nach dem Eindruck, den ich von den würden. Ich glaube, es ist ebensogut wie in anderen Verhandlungen des Ausschusses gehabt habe, möchte Krankenhäusern möglich, die Behandlung in diesen ich an den Magistrat die ernste B itte richten, bezüg­ beiden Abteilungen in denselben Räumen erledigen lich dieses Punktes nochmals sehr sorgfältigeErwägun- zu lassen. Dadurch würde die Verwaltung Raum ge­ gen anzustellen oder durch die Krankenhausdeputation mimten, neben kleinen weiteren Aenderungen bau­ anstellen zu lassen. Freilich wird m it der Ausführung licher A rt, um das ganze Strahleninstitut in einem des vorgeschlagenen Pavillons etwas gedrängt, und Hause unterzubringen. Dadurch wird es möglich sein, zwar weil sich aus bautcchnischen Gründen Vorteile eine bessere Ausnutzung der Apparate zu erzielen, die ergeben würden, wenn setzt, wo der benachbarte so­ für Tiesenbcstrahlung und für diagnostische und thera­ genannte Klassenpavillon errichtet wird, gleichzeitig peutische Zwecke nicht so sehr verschieden sind, wie es m it den Vorarbeiten für diesen neu zu schaffenden von den Fabrikanten oft behauptet wird. Ich hab' Pavillon begonnen würde. Aber unter diesen bau­ mich bei zwei Röntgenologen in diesen Tagen noch technischen Gründen sollte man picht die Erwägung einmal genau informiert: man kann m it demselben leiden lassen, ob sich hinsichtlich der Einrichtung des Apparat sowohl die Tiefenbestrahlung vornehmen, als Röntgeninstituts nicht eine Besserung gegen den bis­ auch vollkommen die Zwecke in diagnostischer und the­ herigen Vorschlag ermöglichen ließe. Es ist ohnehin rapeutischer Hinsicht erfüllen. Äußer der besseren sowohl im Ausschuß wie auch früher in der Kranken- Ausnutzung der Apparate würde auch eine Verein-
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