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Periodical volume 24. Juni 1914

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1914

226 Sitzung vom 24. Juni 1914
der Bewilligung einer größeren Summe näherzu­ Stadtv. Wöllmer: Meine Herren! Tie Frei­
treten; denn das, was der Magistrat hier vorschlägt, gebigkeit meines Herrn Vorredners ist sehr bemerkens­
ist doch außerordentlich bescheiden, wenn man erfährt, wert. W ir sind der Meinung, daß w ir lediglich der 
daß beispielsweise München 60 000 Jt im Jahre für Anregung des Magistrats folgen und weitere An­
diesen Zweck opfert, daß Cassel 16 000 cH dafür aus­ träge nicht stellen sollten. Ich kann nicht verhehlen, 
gibt und außerdem Räume im Rathaus zur Ver­ daß sogar im Kreise meiner Freunde einige Bedenken 
fügung stellt, damit ein dort bestehender Verkehrs­ darüber laut wurden, ob w ir uns überhaupt an die­
verein förderlich wirken kann. Und fast alle größeren sem Privatunternehmen beteiligen sollten, da das I n ­
Städte Deutschlands haben auf diesem Gebiete schon teresse Charlottenburgs an dieser Sache doch nicht so 
Namhaftes geleistet. Ich w ill nicht alles aufzählen, groß ist. Unsere Fraktion wird dem Antrage des 
was in dieser Beziehung schon geschehen ist. Einige Magistrats zustimmen, aber einen höheren Betrag 
Städte haben Führer in die Welt hinausgehen lassen, nicht bewilligen.
andere haben Automaren in ihren Städten aufge­
stellt, die nach Einwurf eines lOPf.-Stücks einen Stadtv. Dr. Borchardt: Auch für meine Freunde 
Führer verabfolgen. Duisburg hat inmitten seiner kann ich erklären, daß w ir weiteren Anregungen des 
Stadt an hervorwgender Stelle einen Rundbau er­ Herrn Kollegen Riesenberg in der von ihm genannten 
richtet, in dem ständig ein Beamter waltet, der allen Richtung nicht mit Freuden entgegensehen, daß w ir 
Fremden den richtigen Weg weist. solche Anregungen zwar prüfen werden, aber schon 
Wenn nun auch Charlottenburg nicht mit heute glauben versichern zu können, daß w ir sie ab­
München in einem Atemzüge genannt werden kann, lehnen werden. W ir finden den Betrag von 1000 JtL, 
so ist die Summe, die Charlottenburg hier aufwenden der hier gegeben werden soll, sogar reichlich hoch für 
w ill, doch sehr bescheiden. Zwar gibt Berlin zunächst diesen Zweck, wenn man bedenkt, daß Berlin nur 5000 
nur 5000 
    
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