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Periodical volume 26. Februar 1914

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1914

Sitzun; vom 8. April 1914 1 5 7
wie der Ausschuß Ih n e n  empfohlen hat, a ls  M a teria l Vorsteher Dr. Frentzel: E in  Widerspruch erfolgt 
sondern zur Berücksichtigung zu überweisen. E s  wird nicht; w ir können also gleich dem Antrag des Kollegen 
S ie  vielleicht wundernehmen, wenn ich S ie  bitte, doch M eyer entsprechend P unkt 10 der Tagesordnung hin­
bei dem A ntrage des Petitionsausjchusses zu bleiben, zunehmen:
trotzdem ich selbst Ih n e n  im  Ja h re  1911 a ls  Bericht­ Besprechung der Anfrage der S tad tv . Jachm ann und 
erstatter über eine ähnliche P etition  die Ueberweisung Gen. betr. Anliegerbeiträge in der Hardenbergstraße.
zur Berücksichtigung empfohlen habe. D a s  hat seine —  Drucksache 90.
ganz besonderen Gründe gehabt. Ich  glaube auch, 
meine Freunde stehen durchaus heute nicht anders als Ich  bemerke weiter noch, daß zu der P etition  IV  
vor drei Ja h ren  in  der Beurteilung dieser Frage. ein A n trag  der Herren A hrens, Bade, Dr. Borchardt 
W i r  h a l t e n  n a c h  w i e  v o r  d i e  E r ­ und Gen. eingegangen ist. über diese P e titio n  zur 
s c h l i e ß u n g  v o n  N o  r d - W e s t e n d  i m  a l l g e ­ T agesordnung überzugehen.
m e i n e n  I n t e r e s s e  C h a r l o t t e  u b u r g s  
f ü r  s e h r  e r  m it u s  cht. W enn w ir aber eine der­ Berichterstatter S tad tv . Dr. S tad thagen : M eine
artige P etition  zur Berücksichtigung überweisen, dann H erren! E s  liegt eine P e titio n  der Anlieger der 
identifizieren wir uns m it den Wünschen der P e ­ Hardenbergstraße vor und, inzwischen eingegangen, 
tenten, auch eine gleichartige P e titio n  des H aus- und G rund- 
besitzervereins von 1895, die Anliegerbeiträge, 
: (S eh r richtig!) welche der M agistrat zurzeit von den Interessenten 
auf G rund  des § 15 des sogenannten F luchtlinien­
m it allen Wünschen, die geäußert sind. D a mache ich gesetzes eingefordert hat, b is zur endgültigen rechts­
auf einen Punkt aufmerksam, den der H err Referent, kräftigen Entscheidung im anhängig gemachten Ver- 
wenn ich mich recht erinnere, nicht erwähnt hat. Die w altungsstreitverfahrcn zu stunden. D ie Petenten  
Petenten sprechen davon, daß früher entgegengehalten haben in  ihrer P e titio n  eine eingehende B egründung 
worben sei, die Kosten einer Brücke über die Spree fü r den A ntrag  gegeben. Diese Begründung geht 
verteuerten die Sache zu sehr. D azu sagen sie: darauf aus, die Rechtsgültigkeit der Erhebung dieser 
Dieser Punkt darf „um so weniger die E r ­ B eitrage überhaupt zu bestreiten. Schon dieser Um­
schließung aufhalten, a ls  ja  das Einkommen des stand m ußte dem Petitionsausschuß Veranlassung ge­
Stadtsäckels in  einer Weise erhöht werden soll, ben, auf die M aterie  an  sich in gewissem Umfang 
daß mehr a ls eine Verzinsung der angelegten einzugehen. D azu  kam aber auch, daß in  der vo­
Kapitalien aus der Bebauung herauskommen rigen S tadtverordnetenversam m lung, wie S ie  wissen, 
muß." eine A nfrage Jachm ann und Gen. gestellt w ar, wie 
M eine Herren, der M agistrat hat uns, ich glaube, die Verhältnisse m it den Anliegerbeiträgen in der 
schon bei früherer Gelegenheit, erklärt, daß eine Brücke Hardenbergstraße liegen, und daß H err Kollege O tto  
über die Spree und über die Eisenbahn M illionen dam als beantragte, die weitere B era tung  dieser A n­
kostet. D erartigen Projekten, die M illionen kosten, frage zu vertagen, b is in  einem kleineren G rem ium , 
heute unbesehen ohne weitere Vorbereitung zuzu­ nämlich dem Petitionsausschuß, dem die P e titio n  be­
stimmen, das sann ich bei der Finanzlage der S ta d t re its  vorlag, eine Aussprache stattgefunden hätte.
nicht verantworten. W enn ich auch zugebe, daß die M eine Herren, der Petitionsausschuß war sich, 
Ausschließung und Bebauung der Gegend erwünscht das möchte ich vorweg bemerken, einig darüber, daß 
ist, so kann ich mich doch nicht ohne weiteres heute eine P rü fu n g  der Rechtslage im einzelnen weder 
dazu entscheiden, ob ich der F orm , wie es die Herren im  Petitionsausschuß noch überhaupt in der S ta d t ­
P etenten wünschen, gleich in Verbindung m it einer verordnetenversammlung oder in  einem S tad tv e r­
Brücke, zustimmen könnte. ordnetenausschuß möglich wäre, daß so viele recht­
Daher möchte ich S ie  bitten, dem Antrage nicht liche F ragen  aufträten , daß es ausgeschlossen wäre, 
stattzugeben, die P etition  zur Berücksichtigung zu die spezielle Rechtslage zu klären. Dagegen ist er 
überweisen, sondern sie nur a ls M aterial dem M agi­ ohne weiteres bereit gewesen, sich über die Rechtslage 
strat zu übergeben. Dabei wollen w ir ausdrücklich im allgemeinen und über gewisie Punkte, die in  der 
bemerken, daß w ir auch die Hoffnung haben, daß der P e titio n  sowohl wie in  der Ö ffentlichkeit A nlaß zu 
M agistra t die Sache energisch fördern und dauernd Angriffen gegen die S tad tverw altung  gegeben haben, 
im  Auge behalten wird. zu unterhalten. Bezüglich der allgemeinen Rechts­
(D ie Versammlung lehnt den Antrag auf Ueber­ lage möchte ich folgendes bemerken.
weisung zur Berücksichtigung ab und beschließt nach D er § 15 des sogenannten Fluchtliniengesctzes 
dem Antrage des Ausschusses, die P e tition  I I I  dem vom 2. J u l i  1875, auf G rund besten die V erw altung 
M agistrat a ls M aterial zu überweisen.) die Anliegerbeiträge jetzt eingefordert hat, lautet im wesentlichen dahin —  ich lasse die nicht in  Betracht 
Vorsteher Dr. Frentzel: kommenden Teile fort:„Durch O rtss ta tu t kaun festgesetzt 
IV . ; P e t i t i o n  d e s  A d o l f  R o h n  u n d  G e n .  werden, daß bei der A nlegung einer 
b e t r .  S t u n d u n g  v o n  A n l i e g e r b c i t r ä -  neuen . . . ( . S tra ß e  von dem 
g e n  f ü r  d i e  H a r d e n b e r g  st r a ß e . Unternehmer der neuen Anlage oder von 
den angrenzenden Eigentüm ern —  von letzteren, 
S tad tv . M eyer (zu r Geschäftsordnung): M eine sobald sie Gebäude an der neuen S tra ß e  er­
Herren! E s  dürfte zweckmäßig sein, die Erörterung richten —  die Freilegung, erste Einrichtung, 
dieser P e titio n  m it dem folgenden Punkte der T ages­ Entw ässerung und Beleuchtungsvorrichtung der 
ordnung: Besprechung der Anfrage der S tad tv . Jach­ S tra ß e  in  der dem B edürfn is entsprechenden 
m ann und Gen. betr. Anliegerbeiträge in der Harden­ Weise beschafft, sowie deren zeitweise, höchstens 
bergstraße, zu verbinden, da es sich beide M ale um jedoch fünfjährige U nterhaltung, beziehungs­
dieselbe M aterie handelt. Ich  beantrage das hiermit. weise ein verhältnism äßiger B eitrag  oder der
        
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