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Periodical volume 8. April 1914

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1914

1'42 Sitzung vom 8. April 1»14
Punkt 2 der Tagesordnung: zu derselben Zeit drei Briefe abgeschickt werden, die 
dann zur gleichen Zeit ankommen. Es ist m ir das 
Mitteilung betr. Verwendung der Mehreinnahmen in der bestimmtesten Weise mitgeteilt worden; m ir 
bei der Höheren Waldschule. — Drucksache 91. haben selbst die Armenkommissionsvorsteher gesagt, 
daß in dieser Beziehung nicht alles recht in Ordnung 
(Die Versammlung nimmt zustimmend sein kann.
Kenntnis.)
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage 
Punkt 3 der Tagesordnung: des Magistrats, wie folgt:
Die Etatsnummer Ord. Kapitel I  Abschnitt 5 
Vorlage betr. Verstärkung der Etatsnummer Ord. Nr. 1 für 1913 (Porto, sowie Gebühren im 
Kapitel 1—5—1 für 1913. —  Drucksache 92. Postscheck- und Ueberweisungsverkehr und 
Porto für die Wählereinladungen zu den 
Stadtv. Dunck: Meine Herren! Es handelt Stadtverordneten- und Landtagswahlen) wird 
sich hier um Porti. Ich möchte namens meiner aus laufenden Mitteln um 4200 < M  verstärkt.)
Freunde eine Anregung geben, wie man hier etwas 
sparen kann, wenn auch nicht Tausende, so doch etliche Lorsteher-Stellv. Dr. Hubatsch: Punkt 4 der
hundert Mark im Jahre. Es gehen vielen von uns Tagesordnung:
oft mehrere Briefe im Laufe eines Tages von der 
städtischen Verwaltung zu. Jeder einzelne dieser Vorlage betr. Verstärkung der Etatsnummer Ord. 
Briese ist frankiert. Is t es nicht möglich, daß man Kapitel I I I —3— 1 für 1914. — Drucksache 93.
diese Briefe im Bureau sammelt und sie unter 
e i n e m  Kuvert vor Bureauschluß expediert? Das (Die Versammlung beschließt nach dem Antrage 
Sprichwort sugt doch: Wer den Pfennig nicht ehrt, des Magistrats, wie folgt:
ist des Talers nicht wert. Die Etatsnummer Ordinarium Kapitel I I I  — 
3 —  1 für 1914 — Alterszulagekassenbeitrag 
Bürgermeister Dr. Maier: Meine Herren! Ich — wird um 49 189 < M  aus dem Dispositions­
möchte darauf aufmerksam machen, daß diese Frage fonds verstärkt.)
im Magistrat schon im Jahre 1903 ventiliert worden 
ist. W ir sind aber zu der Ueberzeugung gekommen, Punkt 5 der Tagesordnung:
daß es nicht ausführbar ist, generell eine Anordnung 
etwa dahin zu treffen, daß sämtliche Briefe an die Vorlage betr. Wahl von 7 unbesoldeten Magistrats­
Herren Stadtverordneten gesammelt werden. W ir mitgliedern. — Drucksache 94.
haben in der Praxis unliebsame Erfahrungen gemacht, 
ivenn w ir auch nur zwei Briefe zusammengepackt Stadtv. Meyer: Meine Herren! Ich beantrage
haben, namentlich wenn sie Einladungen enthielten. die Ucberweisüng der Vorlage an einen Ausschuß 
Dadurch sind Verwirrungen und unliebsame Verzöge­ von 15 Mitgliedern.
rungen entstanden. Die Herren Stadtverordneten 
haben sich darüber beschwert. Ich möchte auch ferner (Die Versammlung beschließt nach dem Antrage 
darauf aufmerksam machen, daß die Versendung in des Stadtv. Meyer die Einsetzung eines Ausschusses 
einzelnen Stadtbriesen unter Umständen auch billiger von 15 Mitgliedern und wählt zu Ausschußmit­
ist als die Versendung in einem Sammelpaket, weil gliedern die Stadtv. Ahrens, Bollmann, Dr. Bor- 
w ir 1000 g in Stadtbriefen für 20 -I versenden können, chardt,, Dunck, Dr. Frentzel, Guttmann, Dr. Hubatsch, 
während wir, wenn w ir dasselbe Gewicht als Paket Meyer, Mosgau, Otto, Rackwitz, Riesenberg, Ruß, 
versenden, dafür 35 H bezahlen müssen. Also der Vor­ Dr. Stadthagen und Vogel.)
schlag zur Sparsamkeit läßt sich nur dann m it Erfolg 
verwirklichen, wenn w ir exakt im einzelnen Fall fest­ Borsteher-Stellv. Dr. Hubatsch: Punkt 6 der
stellen, ob eine Sendung gesammelt oder einzeln ex­ Tagesordnung:
pediert billiger ist. W ir haben uns bereits im Jahre 
1903 auf den Standpunkt gestellt, daß es in unserer Vorlage betr. Beschickung einer Gartenkunstaus­
Zeit des schnellen Verkehrs unverantwortlich wäre, stellung. —  Drucksache 95.
wenn wir grundsätzlich den Standpunkt vertreten 
würden, Briefe an die Herren Stadtverordneten, die (Die Versammlung beschließt nach dem Antrage 
vielleicht morgens um 8 Uhr zur Expedition fertig des Magistrats, wie folgt:
sind, erst nachmittags um 4 oder M>5 Uhr zur Post zu Zur Beschickung der Großen Berliner Kunst- 
geben. Daraus erklärt es sich, daß die Briefe einzeln ausstellung 1914 —  Abteilung Gartenkunst — 
weggeschickt werden. Die heutige Praxis beruht also werden 350 J  l aus dem Dispositionsfonds 
auf wohlbedachten Erwägungen, wie ich besonders fest­ bewilligt.)
stellen möchte.
Punkt 7 der Tagesordnung:
Stadtv. Dr. Byk: Meine Herren! Nicht nur 
wir Stadtverordnete erhalten manchesmal mit der­ Vorlage betr. Nachbewilligungen im Gasanstalts« 
selben Post mehrere Briefe, sondern auch den Herren etat. —  Drucksache 96.
Armenkommissionsvorstehern gehen, wie mir mit­
geteilt worden ist, mitunter drei Briefe mit derselben (Der Versammlung beschließt entsprechend dem 
Post zu. Man kann doch nur annehmen, daß da in auf Seite 133 der Vorlagen abgedruckten Antrage des 
mancher Beziehung nicht alles so recht in Ordnung Magistrats die Verstärkung mehrerer Etatsnummem 
ist. Denn es darf doch nicht sein, daß von der Armen­ um zusammen 145 840,43 
    
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