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Periodical volume 4. Februar 1914

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1914

122 Sitzung vom 11. M ärz 1014
D agegen  sollen die öffentlichrechtlichen V ersicherungs- D a  m u ß  m a n  sich zunächst fra g en : w a s  stellt 
U nternehm ungen  erst e in m a l die Wechsel einlösen, die o-entt ü b e rh a u p t e ine L ebensversicherung  d a r ?  D ie  
a u f die Z u k u n ft gezogen sind. O b  sie d a s  können w er­ L ebensversicherung  ist e in  G eschäft, d a s  ich h e u te  e in ­
den, d a rü b er können die A nsichten jeden falls  w eit a u s - gehe u n d  d a s  erst nach 25  o d er 3 0  J a h r e n  oder m it  
e inan d erfleh en . m ein em  T o d e  perfekt w ird . D a  sp ie lt n a tü rlic h  der 
Also ich fasse m eine Ansicht d ah in  zusam m en, das; G eg e n k o n trah e n t, m ir  dem  ich d a s  G eschäft m achen 
es bedauerlich ist, d aß  sich d e r preußische S parkassen tag  w ill, e ine  sehr g ro ß e  R o lle , u n d  w en n  sich eine S p a r ­
in  dem S in n e  ausgesprochen h a t. A ber w ir  sind ja  kasse fin d e t, d ie m ir  diesen K o n tra h e n te n  w a rm  em p­
h ie r nicht a ls  der höhere R ich te r des S parkassen tag es fieh lt, so besteht d ie g ro ß e  G e fa h r , d aß  d er a n d e re , 
versam m elt, w ir  haben  h ierü ber nicht zu  G ericht zu d e r d ie E m p fe h lu n g  bekom m t, w illig  u n d  k ritik lo s  
sitzen. U n s  in teressiert h ier die S p a rk as ie  der S ta d t  folge. W ir  k ö nn ten  heute —  d a s  h a t H e rr  Dr. C rü g e r  
C h a rlo n e n b u rg , un d  w ir  w erden ja  vom  M a g is tra t m it R echt a u s g e fü h r t  —  ab so lu t n ich t übersehen , w ie 
hö ren , w ie e r d a rü b e r denkt. Ic h  hoffe, d aß  m it dieser sich die öffentlichrechtlichen L eb en sv ersich eru ng s­
A nfrage  die A ngelegenheit auch schon ihre E rled ig u n g  a n s ta lte n  entw ickeln w erden . W e n n  sie sich g u t  en t­
gefunden haben w ird . I c h  w iederhole aber die B e ­ wickeln u n d  g egen ü b er den p r iv a te n  V els tcherungs- 
m erkung von v o rh in : auch d a n n  schadet diese E rö r te ­ gescllschaften eine gewisse K o n k u rren z  d a rs te llen , so 
ru n g  n ich ts; e s  h and e lt sich um  einen  V o rg an g , der habe ich von m einem  S ta n d p u n k te  a u s  h iergegen  
zeigt, d aß  m a n  in  Z u k u n ft g u t tu n  w ird , agrarischen n ich ts e in zu w en d en . A b e r e in  U r te i l  nach d e r  R ich­
B ew erbungen  gegenüber eine gewisse Vorsicht w a lten  tu n g  h in  kann  m an  nach L age  d er S a ch e  h eu te  u n te r  
zu lassen. ' keinen U m stän d en  fä llen , u n d  a ls  S t ä d t e r  kann  ich 
mich v o n  v o rn h e re in  nicht fü r  e ine A n s ta lt  e rk lären , 
(L ebh afte r B e ifa ll.) die ih ren  B o d en  und ih r F u n d a m e n t im  A g ra rie r tu m  
Stadtrat und Kämmerer Scholtz: M e in e  H e rre n !  gefunden  h a t u n d  in  e rs te r L in ie  doch auch besten I n ­
E in e  sachliche E rk lä ru n g  v e rm ag  ich a u f  die A n fra g e  s ti tu tio n e n  nützen w ill.
d e s  H e r rn  S ta d tv .  Dr. C rü g e r  nicht a b zu g eb en ; d e n n  A u s  diesen G rü n d e n  w ü rd e  ich mich strik t d a ­
w eder der V o rs ta n d  der städtischen S p a rk a ß e  C h a r ­ gegen aussprechen , d a ß  unsere  städtische S p a rk a s ie  und  
lo tte n b u rg  Noch d e r  M a g is t r a t  der S t a d t  C h a r lo tte n -  un ser M a g is t ra t  irg en de in e  V e rb in d u n g  nach dieser 
ö u rg  h aben  sich b is h e r  m it  dieser F ra g e  b efaß t. R ic h tu n g  h in  m it  den  öffentlichrechtlichen Versiche­
W ir  h aben  dazu  um so w e n ig e r V e ra n la s su n g  gehab t, ru n g s a n s ta lte n  e ingehen. I c h  w ü rd e  mich auch ebenso 
a ls  auch, w ie m ir  b ekann t ist, e in  B eschluß des V o r ­ dagegen  aussprechen , w enn  er sich m it  irg e n d e in e r 
s ta n d e s  d es B ran d e n b u rg isc h e n  S p a rk a sse n v e rb a n d e s , an d e ren  V ersicherungsgesellschaft in  gleichem  S in n e  
also d es jen ig en  U n te rv e rb a n d e s , d e r zunächst fü r  u n s  v e rb rü d e rn  w ü rd e . E s  kann  n ie m a ls  Sache der S p a r ­
in  F ra g e  kom m t, noch nicht g e faß t ist. D iese r V e r­ kasse sein, d e ra r tig e  e inzelne I n s t i t u t e  zu  em pfeh len . 
b a n d  h a t zw a r die F ra g e  schon e in m a l b e ra te n , ab e r W oh l kann die S parkasse  a u f  G ru n d  ih re s  g anzen  
e in en  d e fin itiv e n  B eschluß nicht g e faß t. W ir  n ehm en  A u fb a u s  d ie L ebensversicherung  a ls  solche ganz  a l l ­
also sow ohl bei der S p a rk asse  C h a r lo tte n b u rg  w ie g em ein  em p feh len ; ab er n ie  u n d  n im m e rm e h r h a t sich 
auch im  M a g is t r a t  e ine vö llig  a b w a rte n d e  H a ltu n g  in  die S parkasse  z u m  A g e n t e n  e i n e r  g a  n  z b e - st i m  m  t e n  G r u p p e  v o n  V e r s i c h e r u n g s ­
dieser F ra g e  e in . g e s e l l s c h a f t e n  z u  m a c h e n .
(A u f  A n tra g  des S ta d tv .  Dr. C r ü g e r ,  der ge­ A u s  diesen G rü n d e n  habe ich n a m e n s  m e in e r  
n ü g en d  u llte rftü tz t w ird , e rfo lg t d ie B esprechung  der F re u n d e  zu  erk lären , d a ß  w ir  fü r  eine d e ra r tig e  V e r­
A n fra g e .) b in d u n g  n ie  u n d  n im m e rm e h r zu  haben  sein w ü rd e n .
Stadtv. Reumann: M e in e  H erren ! W e n n  der Stadtv. Dr. Crüger: N u r  e ine  g anz  kurze B e ­
H e rr  K ollege Dr. C rü g e r nicht den A n tra g  gestellt h ä tte , m erk un g . M i r  lag  bei d e r B esprechung auch n u r  
diese A nfrag e  zu besprechen, so h ä tte  ich e s  g e tan , u n d  d a ra n  —  ich g lau b e , d a s  fü r  m ein e  F ra k tio n  a u s ­
zw ar au f G ru n d  der A n tw o rt, die soeben seitens des sprechen zu  d ü rfe n , d ie v o lls tä n d ig  geschlossen h in te r  
M a g is tra tsm itg lie d e s  gegeben w orden  ist. D e r  H e rr  der A nfrag e  steht — , d aß , w enn  die S ach e  in  dem  
K ä m m e re r h a t gesagt, m an  nehm e in  dieser F ra g e  n u r  S p a rk a sse n v o rs ta n d  u n d  e tw a  im  M a g is t r a t  z u r  E r ­
eine a b w a rten d e  H a ltu n g  e in . D a  ist es v ielleicht ganz  ö rte ru n g  kom m t, m an  w eiß , w ie die S ta d tv e ro rd n e te n ­
g u t, w enn  M a g is tra t  un d  S parkasse  hö ren , w a s  die 
M a jo r i tä t  der S ta d tv e ro rd n e te n v e rsa m m lu n g  in  dieser v e rsa m m lu n g  d a rü b e r  denkt. Ic h  möchte auch noch e inen  k leinen  S c h r i t t  w e ite r  gehen u n d  w ü rd e  e s  
A ngelegenheit m ein t. A u s  diesein G ru n d e  h a lten  m ir lebhaft b e g rü ß e n , w en n  die S t a d l  C h a r lo ttc n b u rg  
es fü r  richtig, daß  w ir diese A ngelegenheit h ier be­ auch im  B ran d en b u rg isch en  S p a rk a sse n ta g  in  d e r 
sprechen, nachdem e inm al die A nfrag e  des H e rrn  
Dr. C rü g e r gestellt ist, w o fü r w ir  dem A n trags te lle r gleichen R ic h tu n g  w irken  w ürd e .
n u r  dankbar sein können. Z u r  S ach e  selbst habe ich w e ite r  n ich ts  h in z u ­
M ein e  H erren , in an  m u ß  sich d a s  A bkom m en, d a s  z u fü g en , d a  ja  der M a g is t r a t  gegen m ein e  A u s fü h ­
die S p a rk a s ie n  m it  der öffentlichen Lebensversicherung ru n g e n  n icht S te l lu n g  g e n o m m en  b a t. I c h  m u ß  also 
treffen  w ollen , n u r  n äh e r ansehen, u m  zu wissen, w as a b w a r te n , ob es noch geschieht. S o l l t e  es nicht ge­
fü r  eine enge V e rb in d u n g  zwischen diesen beiden I n ­ schehen, so w ü rd e  ich um so eher an n e h m en  d ü rfe n , daß  
s titu ten  geschaffen w erden  soll: m an  verschreibt sich ja  die B e h a n d lu n g  der F ra g e  in  der S ta d tv e ro rd n e te n ­
gleichsam gegenseitig m it  H a u t  u n d  H a a re n . v e rsa m m lu n g  n ich t g anz  ohne E in dru ck  a u f  d en  M a ­
E in e  S p a rk a s ie  ist e in  I n s t i t u t ,  d a s  in  erster L in ie  g is tra t  gewesen ist.
A nsp ru ch  a u f  V e r tra u e n  erheben  m u ß , u n d  w enn  sie 
eine bestim m te G ru p p e  von  V ersicherungsgesellschaften Stadtv. Dr. Borchardt: M e in e  H e r r e n ! N ach  den 
em pfieh lt, so lä ß t  sich an n eh m en , d a ß  sie auch bei den ­ A u s fü h ru n g e n  speziell d e s  H e r rn  K ollegen  N e u m a n n  
jen igen  L eu ten , die a n  dieser S parkasse  in teressiert sind, könn te  e s  scheinen, a ls  ob bei dem  zwischen S p a rk assen  
e in  starkes V e rtra u e n  fü r  ih re  A nsichten un d  M e in u n ­ un d  öffentlichrechtlichen L e b en sv ersich e ru n g san sta lten  
gen finden  w ird . g e p la n te n  A bkom m en  d ie S p a rk a s te n  d irek te A g en ten
        
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