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Periodical volume 26. Februar 1914

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1914

110 Sitzung vom 21 . Februar 1914 ung en gekommen ist, w ie w ir sie seit langem haben. veran lag ten S teuersätze (§ 31 Z iffe r 1 des S i e haben — d a s gebe ich zu — auch bei den E ta t s ­ K om m unalabgabengesetzes), be ra tungen durch R eso lu tio nen dem Wunsche A u s ­ 2. die G em eindegrundsteuer in H öhe von druck gegeben, daß sparsam gewirtschafiei w erden soll. 177 ,22% der staatlich veran lag ten G ru n d - Ic h hoffe, daß S i e dem auch die T a t folgen lassen u nd G ebäudesteuer — 2 ,7 °/ des ge­ w erden ; denn ich m eine, w ir arbe iten alle an dem m einen W erte s der bebauten und 5,4°/ des gleichen Z ie l, die L asten fü r die B ürgerschaft e r träg ­ gem einen W ertes der unbebau ten G ru n d ­ lich zu gestalten und nicht ohne N o t zu erhöhen. stücke; d) im R echnungsjah re 1914 w ird die G ew erbe­ (B ra v o ! ) steuer der in der Klasse IV und — soweit der B e trag der im R echnungsjah re 1913 au f­ Stadtv. Dr. Liepmann (persönliche B em erkung): kom m enden W aren hau ssteu er ausreich t — auch M eine H erren , ich möchte dem H errn Kollegen Hirsch der u n te ren S tu fe n der in der Klasse I I I v er­ keine Retourkutsche geben und mich nicht auslasten a n lag ten S teuerpflich tigen a u ß e r H ebung ge­ über die B edeutung, die ich seinen D arlegungen zu­ stellt. D ie im R echnungsjah re 1914 au f­ messe. D agegen möchte ich wohl einen Vergleich her­ kommende W aren hau ssteu er w ird im Rech­ aufbeschwören über die B edeutung m einer A eußerungen n u n g s jah re 1915 zu r Deckung des G ew erbe- und über die Richtigkeit seiner Bem erkungen, soweit sie steuersolls der G ew erbetreibenden der Gew erbe- sich darauf beziehen, daß angeblich Kollege Hirsch und steuerklasse IV und der u n te ren S tu fe n der seine F reun de auch fü r S parsam keit eingetreten w ären. Gewerbesteuerklasse II I verw endet; D a s möchte ich doch bezweifeln und die F ra g e stellen: e) die B etriebssteuer w ird in H öhe von 1 0 0 % d er w ann ist das gewesen und m it welchem Effekt? S o festgesetzten B etrieb ssteuer erhoben; w eit ich weiß, sind die H erren im m er besonders dafür f ) die Gem eindeum satzsteuer kom m t in H öhe von eingetreten, recht tief in den Stadtsäckel h ineinzu­ 1 % des Ilm satzw ertes der bebauten und 2 % ' greifen und recht große A usgaben zu machen. des Um satzwertes der unbebau ten Grundstücke zu r E rheb un g ; Stadtv. Hirsch (zu r G eschäftsordnung): Ich g ) die nach M aßgabe des G ebäudenutzungsw ertes möchte an den H errn V orsteher die F rag e richten, ob zu erhebende K an a lisa tio n sg eb ü h r w ird a u f er m ir erlaubt, fetzt im R ahm en einer persönlichen B e­ merkung näher auszuführen, w ann und wo meine 1 ,1 5 % , die G eb üh r fü r die B eseitigung d e s F reun de fü r S parsam keit eingetreten sind? H a u sm ü lls au f 0 ,9 % festgesetzt.) (G ro ße H eiterkeit.) Vorsteher Dr. Frentzel: W ir kom m en n u n m eh rzum Vorsteher Dr. Frentzel: Ic h w ürde es I h n e n er­ Extraordinarium des Hauptetats. lauben; aber ich glaube, die V ersam m lung w ürde mich desavouieren. Berichterstatter Stadtv. Dr. Liepmann: Ic h (Heiterkeit.) em pfehle I h n e n die unv eränd erte A nnahm e des E r tra o rd in a r iu m s m it den A bänderungen , w ie S ie Stadtv. Hirsch: D a n n m uß ich d arau f verzichten, sie auf S e ite 57 der V orlagen angegeben finden und H errn Kollegen Dr. L iepm ann jetzt im R ahm en einer w ie sie der A n tra g des H e rrn K ollegen K au fm an n persönlichen Bem erkung zu erw idern. nö tig macht. Stadtv. Kaufmann (persönl. B em erkung ): B ei (D ie V ersam m lung stellt K ap ite l X V — G e­ m eindesteuern — in E innahm e und A usgabe nach dem der B e ra tu n g des K ap ite ls X I II w ar H e rr K ollego Dr. B o rchard t so liebensw ürd ig , m eine S ach k en n tn is V oranschläge des M a g is tra ts m it der au f S e i te 56 in B örsenangelegenheiten anzuerkennen, sie aber der V orlagen angegebenen sowie m it der durch den A ntrag des S ta d tv . M eyer bedingten A enderung fest gleichzeitig übertre ibend über die K enntnisse d es H errn K äm m erers zu stellen. Ic h lehne es ab, von und beschließt m it großer M ehrheit nach dem A ntrage des Etatsausschusses, wie folgt: F in a n z - und B örsenverhältn issen m ehr zu verstehen a ls der H err K äm m erer. Ic h stehe vielleicht den .->) P erso nen m it einem E inkom m en von nicht D in g en durch m einen täglichen V erkehr an der Börse- m ehr a ls 900 Jl w erden von der P flich t, im näher. R echnungsjah re 1914 G em eindeeinkom m en­ Vorsteher Dr. Frentzel: D ie Beschlüsse, die in steuer zu zahlen , en tbunden; V erfo lg der b ere its bei K ap ite l X III gefaßten B e­ b) die G em eindeeinkom m enfteuer kommt in H öhe schlüsse noch beim E x tra o rd in a r iu m zu fassen sind, e ines Zuschlages von 1 1 0 % zur S ta a t s e in ­ gehen d a ra u f h in a u s , daß sich d as E x tra o rd in a riu m kom m ensteuer zu r E rheb un g ; in d e r E in n ah m e K ap ite l II A bschnitt 3 au f c ) die R ea ls teuern komm en in H öhe von 240 0 00 cU erhöht, dagegen A bschnitt 6 au f 54 000- Jl 1 6 7 ,0 9 % der staatlich veran lag ten G ru n d -, e rn ied rig t. — S ie haben dementsprechend be­ G ebäude- u n d G ew erbesteuer zu r E rhebung , schlossen. und zw ar: N u n e rü b rig t sich noch die Feststellung des D i s ­ 1. die G em eindegew erbesteuer — u n te r B e ­ position sfon ds . D ieser D isp o s itio n sfo n d s ist en t­ rücksichtigung des Beschlusses zu d — in sprechend den von den Ausschußvorschlägen abweichen­ H öhe von 1 3 1 ,1 4 % der staatlich v eran ­ den Beschlüssen festzustellen, und dementsprechend lag ten G ew erbesteuer — 1 5 0 % der in den än d e rt sich der Ansatz. Auch h ie r höre ich keinen Gew erbesteuer Haffen I u nd I I staatlich ver­ W iderspruch; S i e haben so beschloßen. an lag ten S teuersätze u n d 100% der in den Gewerbesteuerklasten I I I u nd I V staatlich D a m it ist die E ta ts b e ra tu n g erledigt.
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