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Periodical volume 19. Februar 1913

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1913

80 Sitzung vom 19. Februar 1913
neu sind. D er Effekt ist lediglich der. daß die F o r­ der Sophie-C harlo tte-S traße als das W aldhaus fü r 
derungen ganz kolossal steigen müssen und infolge­ Lungenkranke in  Charlottenburg im nächsten J a h re  
dessen die Unierbilanz bei der nächsten Etatsvorlage fertig gestellt sein w ird; die erhöhten Belegungszisfern 
ganz ungeheuer werden muß! sind in den E ta t eingesetzt. D azu treten selbstver­
ständlich noch die Teurungsverhältnisse, die ja nicht 
(Zurufe: Abwarten!) nur hier, sondern namentlich in  der Armenverwaltung 
und an allen möglichen anderen S te llen  sich sehr 
M eine Herren, so liegen die Verhältnisse bezüg­ stark geltend machen.
lich der a l l g e m e i n e n  Gesichtspunkte', sie liegen W eiter verweise ich auf die Schuletats. D ie 
ganz besonders kraß. Diese allgemeinen Gesichts­ gesamten Schuletats zusammengenommen verlangen 
punkte sind umso ernster zu erwägen, wenn etwa — das können S ie  sich ohne weiteres ausrechnen 
ganz besonders schwierige Umstände eintreten sollten, eine S teigerung um ungefähr 350 000 dl. Dabei 
die w ir heute vielleicht alle nicht übersehen können, möchte ich erwähnen, daß darin nicht etwa der Betrag 
wenn z. B . die Teurung in  demselben M aße anhält, eingeschlossen ist, den w ir fü r den B au  von Gemeinde- 
wie es den Anschein hat, oder wenn Ausgaben für den schulen einstellen. W ir sind uns ja darüber klar, daß 
Zweckverband in einer unerwarteten und von uns bezüglich des B aues von Gemeindeschulcn in der 
bisher garnicht respektierten Höhe eintreten sollten. letzten Zeit eigentlich nichts geschehen ist. Ich erinnere 
Ich  bitte S ie  deshalb dringend, meine Herren, nicht S ie  daran, daß wir, um 200 000 dl  zu sparen, einen 
leichthin über diese allgemeinen Punkte hinwegzu­ Ausschuß eingesetzt hatten und daß dieser Ausschuß 
gehen, sondern sie ganz besonders zu würdigen, wenn sehr lange getagt und schließlich die Bewilligung für 
S ie  in die P rü fung  der einzelnen E ta ts  eintreten. die Schule in der Oranienstraße ausgesprochen hat. 
Gestatten S ie  m ir dann, daß ich ganz kurz ge­ Kosten sind aber an  dem B au trotz der fast einjährigen 
mäß der Z eit auf einige wenige E ta ts  eingehe. I n  Arbeit des Ausschusses nicht gespart worden. W ir 
der Hauptsache verweise ich auf den Erläuterungs- sehen uns in die Notlage versetzt, den Vau derart zu 
bericht, der Ih n e n  ja die Aenderungen ganz klar dar­ heschleunigen, daß spätestens bis Michaelis 1914 die 
gelegt hat. S ie  werden alle die Zeit zum S tu d iu m  Anstalt in der Oranienstraße fertig gestellt ist und 
gefunden haben, zumal S ie  den E ta t diesmal recht daß die nächste Gemeindedoppelschule, die jenseits 
lange schon in  Händen gehabt haben. I n  erster der Spree auf einem noch näher zu bezeichnenden 
L inie habe ich in dem Erläuterungsbericht —  und Grundstück errichtet werden soll, bis Michaelis 1915 
das möchte ich auch heute tun  —  auf den Schulden­ der Schulverwaltung zur Verfügung gestellt werden 
etat hingewiesen. D er Anleihedienst —  das haben kann. Dem entsprechend haben wir jetzt 607 000 d l  
w ir vor Jah ren  bereits gewußt und hauen es be­ als Restrate für den B au  der Schule in der O ranien­
rechnen können —  erfordert im nächsten Ja h re  einen straße und 300 000 d t  für eine zukünftige Schule ein­
M ehrbetrag von über 1 M illion  
    
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