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Periodical volume 5. Februar 1913

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1913

Sitzung vom 5. Jw ruar 1913 63 Stadtv. Dr. Stadthagen : M eine H erren! Ich wie w eit die grundlegenden Äassenkontrollvorschriften möchte nam ens m einer F reu n d e erklären, daß w ir verschärft oder ergänzt werden sollen, und ob und u n s dem A ntrage anschließen. wie w eit es vielleicht o ppo rtun sein w ird , ein B eam ­ tenm ate ria l fü r die K assenverw altung heranzubilden , Borsteher Dr. Frentzel: Ich möchte b itten , den das nicht n u r in seinen B eam ten q u a litä ten genügt, A n tra g etwa!- m ehr dem A usschußantrag anzupassen sondern auch eine ausreichende fachmännische V o r­ D em zum S tad tsy n d ik u s gewählten S ta d t ­ bildung besitzt, d as sind F ra g e n , die zw ar im A u s­ ra t Sem britzki w erden von seiner au sw ärtigen schuß gestreift w orden sind, au f die ich h ier aber nicht D ienstzeit 6 J a h re auf das B esoldungsdienst­ näher eingehen möchte, w eit der Ausschuß jetzt noch a lte r angerechnet. nicht in der Lage ist, die Akten nachzuprüfen, weil gegen die B eam ten , wie Ih n e n ja bekannt ist, sowohl (D ie V ersam m lung beschließt dem gem äß.) e in gerichtliches V erfahren wie ein D isz ip lin a rv e r­ fahren schwebt, und w ir dazu deshalb erst endgültig W ir kommen zu P u n k t 13: S te llu n g nehm en können, w enn die Akten der S t a d t ­ verordnetenversam m lung zugängig gemacht worden Bericht des Ausschusses über die M itteilung betr. sind. D e r Ausschuß legt W ert da rau f, ausdrücklich Defektenverfahren gegen den Hauptrendanten Bartels festzustellen, daß er in keiner Weise in ein schwebendes — Drucksachen 5, 39. D isz ip linarverfah ren eingreifen w ill, um so w eniger, a ls , w ie ich bere its au sfüh rte , der Ausschuß nicht in Berichterstatter Stadtv. Neumann: M eine der Lage ist, o rdnungsm äß ig auch selbst d as schwebende H erren ! N am en s des Ausschusses habe ich bei der V erfahren nachzuprüfen, w eil die Akten beim H e rrn V ersam m lung den A n trag zu stellen, von der M i t ­ R egierungspräsiden ten resp. beim Gericht liegen. te ilu n g des M a g is tra ts in einem zustim m enden S in n e D agegen aber wünscht der Ausschuß, sich in der V erm erk zu nehm en. Oeffentlichkeit über die F ra g e auszusprechen: genügten W ie S ie a u s der M itte ilu n g des M a g is tra ts er­ und genügen die K ontro llvorrich tungen in der Kassen­ sehen, hat der Sachverständige des M a g is tra ts bereits verw altung , um einen geordneten Geschäftsgang gesagt, daß es nicht oppo rtun w äre, dieses G ru n d ­ zu g a ran tie ren ? Diese F ra g e ist nach ausführlichen stück in N eukölln zu erwerben. E in sachverständiges D arlegungen der zuständigen M ag is tra tsv e rtre te r und M itg lied der Kom m ission hat auf V eranlassung m eh­ nachdem auch dem Ausschuß jedes gewünschte Akten­ re re r seiner F reu n d e sich gleichfalls dieses Grundstück m ateria l zu r V erfügung gestellt worden ist, bejaht angesehen und ist zu ganz demselben E rg eb n is ge­ w orden. kommen, wie der Sachverständige des M a g is tra ts . D e r N u n kursieren in der S ta d t , wie S ie auch ge­ Ausschuß ist deshalb einstim m ig zu dem Beschluß ge­ lesen haben w erden, alle möglichen und unm öglichen kommen, au f dieses H a u s nicht m itzubieten , weil w ir Gerüchte, die zum T e il auch bedauerlicherweise in die dabei wahrscheinlich nicht n u r nichts von dem Gelde Presse gekommen sind. M eine H erren , w enn irgend­ gerettet, sondern noch Geld zugesetzt hätten. ein schweres Verbrechen, irgendein großer D iebstahl E s ist in der M itte ilu n g des M a g is tra ts bereits von irgendeiner P erso n begangen w orden ist, die b is ­ fe rnerh in gesagt w orden, daß der M ag istra t verschie­ her in tak t und korrekt dastand, so finden sich nachher dene P fän 'dungsm aßnahm cn an solchen Objekten vor­ im m er kluge L eute, die da sagen: d as hä tte m an genom m en habe, die B a r te ls besitzt und die viel­ eigentlich schon früher wissen müssen, d as hä tten nach leicht irgend welchen W ert darstellen könnten. Ledig­ den ganzen V erhältnissen diejenigen Persönlichkeiten, die m it dem M a n n e in tägliche B erü h ru n g gekommen lich u n te r Berücksichtigung verschiedener M it te i lu n sind, eigentlich missen müssen. A ber leider kommen gen, die in die Ö ffen tlichkeit gedrungen sind, möchte ich h ier berichten, daß eine N achpfändung sowohl in sie m it ihren B ehaup tungen im m er n a c h h e r an , dem Hause M öckernstraße 106 b is 108 sowie auch und auch in diesem F a lle wollte m an nachher viel ferner eine P fä n d u n g an dem T e rra in in O ra n ien ­ m ehr wissen, a ls m an eigentlich wissen konnte. D e r burg vorgenom m en w orden ist, das aber, wie ich Ausschuß ist zu dem E rg eb n is gekommen, daß alle diese Gerüchte, die in der Oeffentlichkeit verbre ite t glaube gelesen zu haben, nicht unbelastet ist, sondern werden und die auch leider zum T e il in die Presse eine angemessene Hypothekenlast hat. O b und wie übergegangen sind, e ineste ils sensationell e tw as au f­ w eit h ier der K om m une irgendwelche E ingänge noch gebauscht w orden sind, an d ern te ils heute nicht m ehr zufließen w erden, m eine H erren, bleibt abzuw arten . aktenm äßig nachzurevidieren sind und zu ih rem aller- W ir w erden darüber wohl sicherlich später noch M i t ­ Grössten T eile nicht voll und ganz den Tatsachen ent- te ilungen des M a g is tra ts erhalten, so daß w ir leider sprechen. noch häufiger Gelegenheit haben w erden, u n s über M eine H erren , ein A llheilm itte l, einen D iebstah l die Angelegenheit B a r te ls zu un terhalten . in der K asienverw altung unmöglich zu machen, gibt B e i der Besprechung dieser Angelegenheit in der es b isher nicht, und der starke M a n u , der d as erfinden S tadtverordnetensitzung hat der R edner der liberalen röll, m uß erst noch geboren w erden. F ra k tio n der S tad tvero rdnetenversam m lung , H err S ta d tv . O tto , in seiner Rede gesagt: „D er Ausschuß (S e h r richtig!) w ird u n te r U m ständen sehr subtile P rü fu n g e n vor­ zunehm en haben, er w ird aber auch auf G rund dieser A ber einer K assenverw altung lediglich deshalb, weil P rü fu n g e n in der Lage sein, eine gewisse B eruhigung ein D iebstahl bei ih r vorgekomm en ist, einen V o r­ in die Bevölkerung h ineinzu tragen ." w urf zu machen, müsste ich a ls lächerlich und absurd D e r Ausschuß ist nun in eine eingehende P r ü ­ bezeichnen. fung eingetreten, um der Bevölkerung diese B e ru h i­ gung zu geben und' unserer S tad tkasienverw altung (S e h r richtig!) d as V e rtra u e n auszusprechen, d a s sie verdient. O b und wie w eit h ier zwei B eam te ein V er­ G erade dieser ^ a l l B a r te ls zeigt, daß in unserer gehen oder ein Verbrechen begangen haben, ob und K asienverw altung korrekte V orschriften sind; denn
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