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Periodical volume 12. November 1913

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1913

382 Litzung vom 12. 9£obembct 1913
Ich möchte Ihnen  weiter Kenntnis flehen von und schaffen, und ich hoffe, daß mit Unterstützung der 
zwei Schreiben, die eingelaufen sind. Das erste, von Herren Kollegen und bei dem Vertrauen, dessen ich 
Herrn Bürgermeister Dr. M aier, lautet: mich bei Ih n en  erfreue, meine Arbeit für unsere 
Gemeinde auch weiteren Nutzen schaffen wird.
Sehr geehrter Herr Stadtverordneten­
vorsteher! Vorsteher Dr. Frentzel: W ir treten nunmehr in 
F ü r  die m ir in ehrender Form  gewährte be­ die Tagesordnung ein. Punkt 1:
sondere Honorierung meiner Stellvertretung^- 
tätigkeit während der Vakanz der Stelle des M itteilung betr. unvermutete Prüfung der städtischen 
Ersten Bürgrmeisters bitte ich meinen ergebenen Kassen am 18. Oktober 1913.
Dank der Stadtverordnetenversammlung zu 
übermitteln. (Die Versammlung nimmt Kenntnis.)
D as zweite Schreiben, von Herrn S tad tra t Punkt 2:
Sam ter, lautet folgendermaßen:
Dem Magistrat und der Stadtverordneten- M itteilung betr. Verwaltungsbericht für 1912. —
Versammlung sage ich für die Gewährung des Drucksache 282.
Ruhegehalts in Höhe meines vollen Gehaltes 
und für die Ernennung zum Stadtältesten (Die Versammlung nimmt Kenntnis.)
ausrichtigen, herzlichen Dank. Ich kann nun­
mehr ruhig in die Zukunft sehen; die Ver­ Punkt 3:
leihung der Würde des Stadtältesten aber gibt 
mir zugleich die Gewähr, daß meine Beziehun­ Vorlage betr. neue Lehrerstellen an den Gemeinde­
gen zu der S tad t Charlottenburg, der ich fast schulen für 1914. —  Drucksache 283.
20 Fahre freudig habe dienen können, auch 
nach meinem Ausscheiden aus dem Amt nicht (Die Versammlung beschließt nach dem Antrage 
völlig gelöst sein werden. D afür —  neben des Magistrats, wie folgt:
der Ehrung, die ich darin sehen darf und die Zum 1. April 1914 sind 
mich hocherfreut hat —  bin ich den städtischen 8 Stellen für Lehrer und 
Körperschaften besonders dankbar. 5 „ „ Lehrerinnen,zus. 13 Stellen neu zu errichten.
Ehe wir in die Tagesordnung eintreten, mochte Die erforderlichen M ittel sind im S tad t­
ich m ir die Freude nicht versagen, unserm Jubilar, haushaltsetat für das Rechnungsjahr 1914 
dem Herrn S tadtv. Dr. Frank, auch im Namen dieser vorzusehen.)
Versammlung die herzlichsten Glückwünsche auszu­
sprechen. E r hat gestern sein öOjähriges Doktor- Punkt 4:
subilänm gefeiert. E s ist dies ein so seltenes Fest, 
daß wir, glaube ich, Veranlassung haben, hier des­ Vorlage betr. Wahl eines besoldeten S tadtrats. —
selben zu gedenken. Diese 50 Jahre, eine lange Drucksache 284.
Spanne von arbeitsreicher Gelehrten- und Forscher­
tätigkeit, haben dem Ju b ila r zahlreiche Aner­ Stadtv. O tto: Ich beantrage, die Vorlage einem 
kennungen und Ehrungen gebracht. W ir aber wollen Ausschuß von 15 Mitgliedern zu überweisen und 
nicht vergessen, daß er in dieser Zeit während 35 diesen Ausschuß mit der Vorbereitung der Wahl zu 
Jahre mit der idealen Hingebung, die ein Spezifikum beauftragen.
des deutschen Gelehrten ist, auch für unsere S tad t 
in der uneigennützigsten und, wie S ie  alle wissen, (Die Versammlung beschließt mit großer Mehr­
wirksamsten Weise tätig gewesen ist; insbesondere hat heit die Ueberweisung der Vorlage an einen Ausschuß 
er sich —  S ie alle wissen und kennen das —  dem Ge­ von 15 Mitgliedern und wählt in diesen Ausschuß die 
deihen unserer städtischen Werke mit großem Eifer S tadtv. Bollmann, Dr. Borchabdt, Dr. Frentzel, 
gewidmet. Dafür sind wir ihm Dank schuldig. Hirsch, Dr. Hnbatsch, Jastrow, Klick, Dr. Landsberger, Dr. Liepmann, Meyer, Otto, Panschow, Dr. Roth­
(Allseitiges Bravo.) holz, Wöllmer und Zander.)
Stadtv. Dr. Frank: Ich sage dem Herrn Vor­ Vorsteher Dr. Frentzel: W ir kommen zu Punkt 5 
steher für seine guten Worte und Ihnen, meine der Tagesordnung:
Herren Kollegen, für die freundliche Zustimmung, 
die S ie  denselben gegeben haben, herzlichen Dank. Vorlage betr. Adelheid-Liepmann-Stiftting und 
S ie  wissen fa, mit den Jahren wachsen die Jubiläen Wahl von zwei Kommissionsmitgliedern. —  Druck­
einem gewissermaßen automatisch zu, und das ganze sache 285.
Verdienst dabei ist nur, nicht vorher zu sterben! Ich 
Bin aber setzt in der glücklichen Lage, auch noch ein Wie S ie  aus der Vorlage ersehen, handelt es 
anderes und wohl selteneres Jubiläum  zu feiern, da ich ich' im wesentlichen um eine Wahl, und man könnte 
demnächst Dank des m ir dauernd erhaltenen Wohl­ darüber zweifelhaft sein, ob die Verweisung dieser 
wollens meiner Mitbürger 50 Jahre, von welchen Vorlage in die öffentliche Sitzung gerechtfertigt ist 
14 auf meinen früheren Wirkungskreis in S taßfurt und ob man nicht vielleicht lieber, wie es dm  sonstigen 
und 36 auf Charlottenburg entfallen, das Ehrenamt Gepflogenheiten und der Geschäftsordnung entspricht, 
als Stadtverordneter bekleide. S o  lange m ir noch diese Vorlage zunächst dem Wahlausschuß übergeben 
die Kräfte bleiben und die Verhältnisse es gestatten, und dann weiter in die geheime Sitzung verweisen 
will ich an dieser Stelle auch gern weiter mitarbeiten ollte. Ich habe einen anderen Weg eingeschlagen,
        
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