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Periodical volume 10. September 1913

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1913

Sitzung vom 10.. September 1913 335
zugebilligt werden kann. Selbstverständlich kann ein H err  ihm maßgebend zu sein scheint, dessen Aeuße­
kleiner £>rt, kann d as  Land  nicht die Löhne zahlen rungen  in  bezug auf das  Zusamm enarbeiten  einer 
wie B er l in .  Aber auch die A usgaben  sind geringer. eventuellen Arbeitslosenversicherung m it  den A rbeit­
nehmerverbänden nachzulesen. D a r in  heißt es, daß 
( S e h r  richtig!) jetzt schon festzustellen ist, daß die Arbeitslosen­
versicherung öffentlich rechtlich sein müsse und nicht 
D e r  A r b e i t e r  h a t  n i c h t  d a s  R e c h t  a u f  ohne M itw irkung  der Arbeiterverbände geschaffen 
e i n e  6 e ft i m  m t  e A r b e i t .  Ich habe früher schon werden könne —  eine M itw irkung , die der H err  
ausge führ t ,  ich gebe zu: d e r  A r b e i t e r  h a t  w i e  Kollege S tad th age n  b is  jetzt im m er strikt abge­
j e d e r M e n s c h d a s R e c h t a u f A r b e i t , n i c h t  lehnt hat.
d a s  R e c h t  a u f  b e s t i m m t e  A r b e i t .  W enn  
w i r  soweit gehen wollten, w ürden  w ir  zu einem (Widerspruch.)
S t a a t e  kommen von S taa tsp ens io nä ren ,  wo sich jeder 
feinen B e ru f  ausw äh len  kann, und wenn er nichts —  Ich  wäre erfreut, wenn H err  Kollege S tad thagcn  
zu tu n  hat, sorgt die Allgemeinheit fü r  ihn. D a s  das Gegenteil beweisen könnte.
lä ß t  sich n ie m a ls  erreichen. W ir  müssen daher einen F e rn e r  ha t  H err  Kollege M eyer geäußert, daß 
solchen S ta n d p u n k t  auf  d as  schärfste zurückweisen. die A r t  der B eg ründung  unseres A ntrages  durch 
W i r  können im m er n u r  sagen: selbstverständlich soll meine P erson  ihm ein N o vu m  dargestellt habe. N un ,  
d ie  Fähigkeit des einzelnen A rbeiters ,  die er sich in  die A r t  und Weise, wie sich der H err  Kollege M eyer 
seinem Fache erworben hat, nicht durch eine Arbeit um die A eußerung zu Tatsachen, die festgestellt 
geschädigt werden, die ihm zugewiesen w ird  —  die worden sind und  die fü r  -ihn und seine F reun de  u n ­
Arbeitsnachweise, speziell unser C harlo ttenburger  angenehm sind, heute hier herumgedrückt hat, ist für 
Arbeitsnachweis, Verfahren auch, soviel ich weiß, nach mich durchaus kein N o v u m ;  im Gegenteil, das habe 
diesem Grundsatz — , ein weitergehendes Recht tonnen ich von dem H e r rn  Kollegen M eyer schon öfter erlebt.
w i r  dem Arbeiter  nicht zuerkennen. D a n n  sagt der H err  Kollege W öllmer, daß unser 
M e in e  F re u n d e  hoffen jedenfalls, daß a u s  den A n trag  zu 2 nicht geeignet sein könne, der hcrrscbcn- 
Besprechungen am  S on na ben d  nicht n u r  hinsichtlich den Arbeitslosigkeit zu steuern. M eine  F reun de  sind 
der  Z en tra lisa t ion  des Arbeitsnachweises, sondern der M einu ng ,  daß die jetzt herrschende Arbeitslosig­
auch der anderen P u n k te  etwas Ersprießliches h eraus­ keit noch eine sehr geraume Z eit  andauern  wird, daß 
kommen wird. W ir  hoffen aber auch, daß die A n ­ also, wenn der gute Wille da wäre bei I h n e n ,  meine 
regungen, die heute vom Magistratstische wie von der H erren, auch für die kommende Z e i t  etwas Brauch­
S tad tvero rdne tenversam m lung  gegeben sind, unsere bares geschaffen werden könnte. ^
V e rw a l tu n g '  veranlassen werden, in  zweckmäßiger 
Weise der Arbeitslosigkeit zu steuern und  dadurch im S ta d tv .  M eyer  (persönliche B em erkung):  D e r  
In te re sse  der C harlo ttenburger  E inw ohner  etwas H err  Kollege Richter hat sein Sch lußw ort  dazu be­
G u te s  zu tun . nutzt, zu sagen, daß ich mich in  meinen A u sfüh rungen  
um  die sachliche Angelegenheit herumgedrückt habe. 
(B ra v o ! ) Ic h  möchte daraus  nicht weiter eingehen, stelle n u r  
fest, daß der H e r r  Kollege Richter in seinem V erhalten  
Antragsteller S ta d tv .  Richter (S ch lu ßw o rt) :  im S ch lußw ort  dieselbe Usance verfolgt hat, die er 
M e in e  H erren!  Ic h  möckue zunächst zu den letzten bei der B eg ründung  des A n t ra g s  bereits eingeführt 
A eußerungen  des H errn  S ta d th a g e n  sagen, daß sic hatte.
w ohl von  Sachkenntnis  nicht getrübt sind. W enn 
ihm persönlich so viel Arbeitslose in  das  H a u s  S ta d tv .  Dr. S tad th agc n  (persönliche Bem erkung): 
kämen m i t  der B it te ,  ihnen A rbeit  zu verschaffen, H err  Kollege Richter ha t  im  Anfange seiner Rede 
wie es bei m i r  und  meinen F reun de n  geschieht, dann gesagt, daß  meine D arlegungen  durch Sachkenntnis 
wäre er nicht zu der Aeußerung gekommen, daß die nicht getrübt waren. I c h  glaube, seine weiteren A u s ­
Arbeitslosen ein Recht auf eine bestimmte Arbeit führungen haben bewiesen, daß er mich entweder nicht 
haben wollten. D ie  Arbeitslosen wollen in den aller­ angehört oder nicht verstanden hat.
meisten F ä l le n  A rbeit ,  gleichviel welcher A r t ; Vorsteher Dr. F rcnh e l :  W ir  kommen zur A b­
(Widerspruch) stimmung. I c h  lasse zunächst über den ersten T eil  des A n t ra g s  A hrens  und Gen. abstimmen, welcher den 
sie wollen aber natürlich paffende Arbeit, die ihren M agis tra t  ersucht:
K räften  angemessen ist. D ie  Zustände, die w ir  b is  
jetzt haben feststellen können, deuten nicht darau f  hin, alle Arbeiten für das Hoch- und Tiefbau­
daß  sich die Arbeitslosen im allgemeinen weigern, am t, fü r  welche M it te l  bereits bewilligt sind, 
passende A rbeit  anzunehmen. Also die A eußerung m i t  größter Beschleunigung in  A ngriff  zu 
des H errn  Kollegen S tad tb age n ,  daß w ir  u nh a l t ­ Nehmen.
baren  Zuständen  entgegengehen würden, ist durchaus 
nicht am Platze. Q (Dieser T eil  des A n tra gs  wird einstimmig an ­
D a n n  h a t  der H err  Kollege S ta d th a g e n  eine genommen.)
A eußerung  von einem H errn  zitiert, der ihm der I c h  stelle nun  den zweiten T eil  zur A bstim m ung: 
Berufenste in  bezug auf die B eurte ilung  des © enter  erneut eine Vorlage einzubringen, u m  A rb e i ts ­
S ys tem s zu sein scheint, nämlich des V er tre te rs  des losenunterstützung a u s  städtischen M i t te ln  au f  
ständigen K om itees  ^ fü r  Sozialversicherung Fus te r  G rundlage des sogenannten © enter  Systems 
( P a r i s ) ,  der die M äng e l  des © enter  Sys tem s auf zur A uszahlung  zu bringen
d er  in terna t iona len  Konferenz festgestellt habe. Ich  
möchte den Kollegen S ta d th a g e n  bitten, weil dieser (D e r  zweite T e i l  wird abgelehnt.)
        
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