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Periodical volume 10. September 1913

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1913

Sitzung vom 10. September 1913 321
im H ause selbst, d ie E in rich tu n g en  in  der Küche, an  D e r  M a g is tr a t  w ird  gebeten, A u sk u n ft zu  
der M aschine sind g u t, die W ände  sind m it K acheln e rte ilen , ob die Z e itu n g sn ach rich t a u f W a h rh e it 
bekleidet, d ie O efen  in  vorzüglichem  Z u stan d e . E s  b e ru h t, d aß  der M a g is tr a t  b e re its  U n te rh a n d ­
war wirklich eine L ust, in  e inem  d e ra r tig e n  kleinen lu n g en  angeknüpft h a t, wonach die U n te rg ru n d ­
R a u m e  zu hausen, der, w ie ich mich nachträglich ü b e r­ b ah n  u n te r  dem  R e itw eg  des K u rsü rs ten d am m s 
zeugt habe, viel bester ist a ls  die R äu m e , die von den d e ra r t  nach der K o lo n ie  G ru n e w a ld  w e ite r­
d o r t h in au sg e trieb en en  M ie te rn  setzt in  B enu tzung  g efüh rt w erden  soll, d aß  die schönen a lte n  
genom m en  w orden  sind. V ie r  P a r te ie n  a u f einem  B ä u m e  a u f  d e r Strecke zwischen U h lan d straß e  
F lu r !  E n g e  kleine R ä u m e , schlechte B eleuch tung , u nd  H alenseer Brücke n iedergeleg t w erden  
sehr schlechte L u f t!  D a  sind die L eu te  h in e in g e tr ieb en  müssen.
w orden  durch die V e rfü g u n g  der P o liz e i .  D a s  w ird  C h a rlo ttc n b u rg , den  9. S e p te m b e r 1913 .
n a tü rlich  in  Z u k u n ft nicht vorkom m en, d en n  die W o h ­
n u n g sp o liz e i, die d ie  S t a d t  selbst a u sü b t , w ird  d e r­ Dr. L ie p m a n n , Dr. S ta d th a g e n , Dr. H ubatsch, 
a rtig e  D in g e  nicht a u f ih r  K o n to  nehm en . Solche Jachmann 
F ä lle  fü h ren  aber dazu , d aß  ein  gewisser U nw ille  u n d  eine R eihe  a n d e re r H e rren .
unserm  städtischen W o h n u n g sa m t gegenüber P la tz  D ie  zw eite A n frag e  la u te t :
g re ift. D e r  M a g is tr a t  w ird  gebeten, A u sk u n ft zu 
Noch e tw as  an d e re s  kom m t h in z u . I n  der B ü r ­ e rte ilen , ob
gerschaft sagt m a n  sich: w enn  d a s  bei den  einze lnen  1. d ie  A n lag e  d es B a h n h o fs  a u f dem  W itte n ­
H ausbesitzern  gem acht w ird , w a ru m  geht die P o liz e i  bergplatz den  zwischen d e r Hochbahngcsell- 
n icht auch in  d ie  G ebäude d e r S t a d t  u nd  k o n tro llie rt schaft u n d  dem  M a g is tr a t  v e re in b a rte n  B e ­
diese, nach der W alls traß e , d e r K ru m m en  S t r a ß e  d in g u n g en  entspricht,
u sw .?  W ir  haben  d o r t  ähnliche a lte  R ä u m e , d ie  in  2. fa lls  diese F ra g e  be jah t w ird , noch die M ö g ­
B enu tzung  sind. E s  w äre  sehr w ünschensw ert, d aß  lichkeit gegeben ist, der durch die H ochfüh­
d a s  städtische W o h n u n g sa m t sich diese R ä u m e  auch ru n g  des B ah n h o fsg eb äu d es  bew irk ten  
e in m a l ansähe. W ir  w ü rd en  zw eife llos auch d o rt V e ru n s ta ltu n g  des W itten b erg p la tzes  u n d  
zahlreiche E n tfe rn u n g e n  d e r E in w o h n e r  erleben. seiner U m gebung  en tgegenzu tre ten .
D iese zw eite A n frag e  h ä n g t ja  m it  d e r zu  E in g a n g  
(Zuruf: I s t  schon geschehen!) der S itz u n g  v on  m ir  verlesenen A n frag e  zusam m en ; 
sie w ird  dem  W unsche d es M a g is tr a ts  entsprechend 
. Meine Herren, die Art und Weise, wie die bei­ auch a u f d ie  T a g e so rd n u n g  d e r S itz u n g  vom  8. O k­
den Behörden zusammen arbeiten, führt auch dahin, to b e r gesetzt w erden . D ie  zuerst verlesene A n frag e  
daß in einer Statistik, die wir veröffentlichen, die w ird  in  d e r gew öhnlichen W eise behandelt w erden.
Preise für kleine Wohnungen sehr hoch erscheinen. 
Wenn alle Räume, wie die angeführten, geschlossen W ir  kom m en n u n  zu P u n k t  6 :
werden, so ist es selbstverständlich, daß in Zukunft 
nur noch Wohnungen mit Warmwasserversorgung Vorlage betr. Vermittlungsgebühr für Erwerb von 
und Heizung in die Erscheinung treten und daß die Grundstücken. —  Drucksache 223 .
Preise dann viel höher sind als die der kleinen 
Räume, die die Leute jetzt time haben. W ir hoffen (D ie  V ersam m lu n g  beschließt nach dem  A n tra g e  
also, daß in Zukunft derartige Vorkommnisse ver­ des M a g is tr a ts ,  w ie  fo lg t:
mieden werden und daß es dem Wohnungsamt, wie D em  R e n tie r  B runcks w ird  fü r  die V e rm itte ­
auch der obersten, nach dem Antrag ja dann auch die lu n g  des A n k au fs  des G rundstücks B e r lin -  
Polizeigewalt besitzenden Spitze der Verwaltung, dem S chöneberg  B a n d  1 B la t t  13 (jetzt B a n d  116 
Herrn Oberbürgermeister, die angenehmste Pflicht B la t t  3 7 5 1 ) u n d  der 5 /12  des G rundstücks 
sein wird, solche Dinge zur Unmöglichkeit zu machen. B erlin -S ch ö n eb c rg  B a n d  116  B la t t  3736  v on  
(Bravo!) den  H ew ald 'schen E rb e n  eine V e rg ü tu n g  vo n  4 5 0  Ji a u s  dem  G rundstückserw erbsfonds be­
Stadtrat Dr. Gottstein: Der Herr Stadtverord­ w illig t .)
nete hat einige Sonderfälle angeführt, die an sich mit 
der Vorlage wenig zu tun haben. Hätte er m ir vor­ P u n k t  7  d e r T a g e so rd n u n g :
her davon M itteilung gemacht, wofür ich ihm sehr 
dankbar gewesen wäre, so wäre ich in der Lage ge­ Vorlage betr. Versorgung der Hinterbliebenen u n v e r­
wesen, auf diese Fälle einzugehen. Jetzt bin ich hierzu heirateter städtischer Bediensteten. —  Drucksache 2 2 4 .
nicht imstande.
Stadtv. Dr. Stadthagen: M e in e  H erren ! W ir  
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage haben h ier eine V orlage  von w eittragendster B ed eu tu n g  
des M agistrats, wie folgt: v o r u n s , eine V orlage, m it der C h arlo tten b u rg , w ie 
Die Stadtverordnetenversammlung erklärt ich w enigstens glaube, w ieder in  einer sozialen B e tä t i­
sich damit einverstanden, daß bei der König­ gung  von eventuell außerordentlich  finanzie llem  Effekt 
lichen Staatsregierung die Uebertragung der­ vorangehen w ill. D i e  V e r s o r g u n g  d e r  H i n ­
jenigen wohnungspolizeilichen Befugnisse an t e r b l i e b e n e n ,  die b isher au f die nächsten A nge­
den Oberbürgermeister der S tad t Charlotten­ hörigen , aus die F ra u e n  und K inder, beschränkt w ar, 
burg beantragt wird, welche den Oberbürger­ s o l l  h i e r n a c h  a u s  e i n e n  w e i t e r e n  K r e i s  
meistern der S tädte Berlin und Schöneberg a u s g e d e h n t  w e r d e n .  S i e  wissen, d aß  die V o r­
übertragen worden sind.) lage a u s  Debatten bei einem besonderen Falle, a u f  den 
ich, da er geheim behandelt w urde, nicht zurückkommen 
Vorsteher Dr. Frentzel: Meine Herren! Ich muß kann, hervorgegangen ist. I c h  gebe zu, daß  sich der 
Ih n en  noch mitteilen, daß zwei Anfragen eingegan­ M a g is tra t in  der V orlage  eine ganz besondere B e­
gen sind. Die erste lautet: schränkung auferlegt, d aß  er versucht ha t, diese E r-
        
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