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Periodical volume 23. April 1913

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1913

E i-unz vom 23. April 1913 195
a )  Die Etatsnum m er Kapitel X IV  Abschnitt 3 Augsburger S traße , Geisbergstraßc und die Geis­
N r. 2 für 1912 —  Zweckverbandsumlagen —  bergstraße herunter bis beinah zur Lutherstraßc hin. 
wird m it 15 855,19 dl aus laufenden M itteln E s  sind daraufhin im Ausschuß zwei Anträge gestellt 
verstärkt. worben: her erste, von Herrn Wöllmer und m ir unter­
b) Z u r Verstärkung der Etatsnum m er Kapitel zeichnet, beantragt die Annahme der M agistratsvor­
X IV  Abschnitt 11 N r. 2 für 1913 —  Zweck­ lage unter der Bedingung, daß für den Wittenberg­
verbandsumlagen —  werden 16 620 dl aus platz eine andere S telle zur Erhaltung des Wochen­
dem Dispositionsfonds bewilligt.) markts gefunden werde; der andere, vom Kollegen 
Bergmann, beantragt die Ablehnung der M agistrats­
Punkt 4: vorlage, will aber den Wittenbergmarkt nur solange 
bestehen lasten, bis in  der Nähe ein anderer geeigne­
Vorlage betr. Errichtung eines Kühlraumes am ter Platz zur Abhaltung des Marktes gefunden sein 
Fleischschauamt. —  Drucksache 102. wird. I m  P rinzip  sagen sa beide Anträge dasselbe; 
n u r hat der Antrag Wöllmer-Dunck die positive 
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage Form , lehnt sich mehr an die Magistratsvorlage an, 
des M agistrats, wie folgt: während der Antrag Bergmann die negative Form  
a) Der Errichtung eines Kühlraumes am Fleisch­ hat.
schauamt Wird zugestimmt.
b) D ie einmaligen Ausgaben von und Zunächst wurde über die Magistratsvorlage ab­4900 dl  
die Kosten des Betriebes von 500 dl für das gestimmt, und das Resultat war, daß 7 gegen die 
taufende Rechnungsjahr sind dem Dispositions­ M agistratsvorlage und 6 dafür eintraten. E s wurde 
fonds zu entnehmen.) dann über den Antrag Bergmann abgestimmt und dieser m it 8 gegen 5 Stim m en angenommen. D arauf 
war es nicht mehr erforderlich, über den Antrag 
Punkt 5:
Vorlage betr. Verstärkung der Etatsnummer Ord. Wöllmer-Dunck abzustimmen.
Kapitel 1— 11—6 für 1912. —  Drucksache 103. Ich muß als Referent noch erwähnen, daß nach­träglich eine Anzahl Petitionen eingegangen sind, 
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage und zwar sind solche eingegangen f ü r  E r h a l t u n g  
-e s  M agistrats, wie folgt: des M arktes vom Kommunalen Frauenverein in Ver­bindung m it dem Verein der Standinhaber, ferner 
D ie Etatsnum m er Ord. Kapitel I — 11— 6 von der Vereinigung Berliner Pensionsbesitzerinnen. 
für 1912 (Vergütung für vertrauensärztliche G e g e n  d i e  E r h a l t u n g  d e s  M a r k t e s  sind 
Untersuchungen) wird aus laufenden M itteln drei Petitionen eingegangen: eine von F rau  Oberst­
um 731,22 dl verstärkt.) leutnant Chambeau mit einer größeren Anzahl von Unterschriften, die zweite von Herrn Ju stiz ra t Dr. 
Punkt 6: Schoeps m it mehreren Unterschriften und eine dritte 
BF P etition  von Geschäftsleuten der Umgebung des W it­
Vorlage betr. Abkommen über Abholung und Besei­ tenbergplatzes m i t  ca . 600 U n t e r s c h r i f t e n .  
tigung der Kadaver nicht seuchenkranker Tiere. — M eine Herren, die letztere P etition  scheint m ir doch 
Drucksache 104. eine große Bedeutung zu haben. Wenn 600 Ge­schäftsleute in der Nähe des Wittenbergplatzes sich zu­
(Die Versammlung beschließt nach dem Antrage sammentun und an den M agistrat petitionieren, daß 
des M agistrats, wie folgt: der M arkt in Wegfall komme, wenn, wie sie schreiben, sie zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel haben, 
D er M agistrat wird zum Abschlüsse des ab­ und versichern, daß sie genau das gleiche bieten kön­
gedruckten Vertrages m it dem M agistrat in nen, was der Wochenmarkt heute bietet, wenn nur die 
B erlin über die Beseitigung der Kadaver nicht Hausfrauen zu ihnen kommen und den Versuch machen 
seuchenkranker Tiere ermächtigt. würden —  denn sie kaufen doch an derselben Stelle ein 
Etwa entstehende Kosten sind aus den bei wie die ortsfremden Standinhaber, nämlich in der 
Kapitel X IV  für die örtliche Polizeiverwaltung Zentralmarkthalle in Berlin — , ich meine, wir können 
vorgesehenen M itteln zu decken.) nicht glatt darüber hinweggehen. Ich möchte zunächst die Stellungnahme des M agistrats abwarten und be­
Punkt 7: halte m ir vor, dann noch persönlich meine Stellung zur Sache zu äußern. Als Referent bin ich dem m ir 
Bericht des Ausschusses über die Vorlage betr. gewordenen Aufträge nachgekommen.
Wochenmarkt auf dem Wittenbergplatz. —  Druck­
sachen 95, 105. Stadtbaurat Brcdtschneider: Meine Herren! Ich 
nehme nur das W ort m it Rücksicht auf den eben ge­
Berichterstatter Stadtv. Dunck: Meine Herren! äußerten Wunsch des Herrn Referenten. Ich kann 
D er Ausschuß hat am M ontag vor acht Tagen in  der nur wiederholen, was ich in der vorigen Sitzung über 
Sache beraten und hat alles das, was bereits über die die Marktangelegenheit gesagt habe. D er M arkt 
Wochenmärkte im allgemeinen gesagt worden war, muß nach Ansicht des M agistrats beseitigt werden 
nochmals m it angehört; auch das, was über den mit Rücksicht auf die Verkehrsinteresten. D er Ver­
Wittenbergplatz für und gegen gesagt werden konnte, kehr wird nach zweierlei Richtung hin von dem Markt 
wurde nochmals besprochen. I n  der Absicht, die Ge­ wesentlich beeinträchtigt: einmal der Fuhrwerks­
m üter zu versöhnen, hatte ich die Anregung gegeben, verkehr, das andere M al der Fußgängerverkehr. Wie 
den Wochenmarkt vom Wittenbergplatz auf einen Ih n en  bekannt, stehen die Fuhrwerke während der 
Platz zu verlegen, der ganz in  der Nähe ist; das sind ganzen D auer des M arktes auf den umgebenden 
die Bürgersteige um den B erliner Gasometer zwischen S traßen  herum und versperren dort den Verkehr in
        
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