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Periodical volume 9. April 1913

Full text: Amtliche Berichte über die Verhandlungen der Charlottenburger Stadtverordneten-Versammlung in den öffentlichen Sitzungen Issue 1913

192 Sitzung vom 9. April 1913
I I .  D ie  fü r  die K an a lis ie ru n g  d e r  S t r a ß e n  des Z ahlung zu  b rin g en . F in d e t  die R ückzahlung 
V e rtra g sg e b ie ts  au fzuw endenden  K osten in  der v o r A b lau f vo n  10 J a h r e n  seit der H ergabe 
veranschlagten  H öhe von 4 03  5 00  J l  sind in  s ta tt , so ist fü r  jedes J a h r  d e r v o r  A b la u f  der 
d a s  E x tra o rd in a r iu m  des K a n a lis a tio n s -  10  J a h r e  erfo lgenden  früheren  R ückzahlung eine 
E ta t s  1913  einzustellen. E n tschäd igung  von  lA %  a n  d ie  Reichsverstche- 
ITT. D ie  nach § 13 a des V e rtra g e s  vom  12. M ä rz  ru n g s a n s ta l t  fü r A ngestellte  zu  zah len .
1913  übernom m ene  G em ein d eg ru n d steu er ist b )  M i t  der p la n m ä ß ig e n  T ilg u n g  des D a r le h n s  ist 
m it den K osten d e s  V e rw a ltu n g s s tre itv e rfa h ­ 5 J a h r e  seit H ergabe, also vom  1. J u l i  1919  
re n s  a u s  v e rfügbaren  M it te ln  des L -traßen- ab zu b eg innen . D ie  T ilg u n g  h a t u n te r  Z u ­
b a u e ta ts  zu bestreiten .) w achs der Z in sen  von  den  g e tilg ten  B e trä g e n  in  
W ir kommen zu län g s ten s  15 J a h r e n  s ta ttzu fin d en .Vorsteher Dr. Frentzel: c) !/2% des K ap ita ls  w ird  durch die Versicherungs­
P u n k t  14 : anstalt a ls  einm alige V ergütung einbehalten.
Zweite Beratung des Antrages der Stab tu. Ahrens M e in e  H e rre n , d a s  D a r le h n  soll z u r  E n tla s tu n g  des 
und Gen. betr. städtischen Arbeitsnachweis. —  D ruck­ B ism arck straß en u n te rn eh m en s d ienen . B is h e r  w aren  
sache 87 . die K osten desselben n u r  v o rübergehend  durch D a r ­
lehne, die inzwischen zurückgezahlt w orden  sind, und  
Bürgermeister Dr. M aier: M e in e  H erren ! W ir durch Vorschüsse a u s  der S tad th au p tk asse  aufgebracht 
haben m it Rücksicht a u f  die A n frag e  der H e rre n  Hirsch ivorden. D iese Vorschüsse der S tad th au p tk asse  müssen 
u n d  G enossen V eran lassu n g  genom m en, festzustellen, n u n m e h r zurückgezahlt w erden. S i e  wissen, daß  fü r  
w as  d en n  an  d e r  B e h a u p tu n g  richtig sei, d aß  A rb e ite r  d a s  B ism arck straß en u n te rn eh m en  d a s  P r iv i le g  e in er 
nach ih re r  O rg an isa tio n szu g eh ö rig k e it im  A rb e itsn ach ­ A n le ih e  von  12 M ill io n e n  M a rk  besteht, u n d  es ist 
w e is  gefrag t w orden  seien. D ab e i h a t sich in  der T a t  n u n  d ie  F ra g e  en ts tanden , ob  diese A n le ihe  begeben 
h erausgeste llt, d a ß  ein n ich tbefug ter H ilf s a rb e ite r  die oder d a s  G eld  a u f eine andere  A r t beschafft w er­
F u n k tio n  e ines V e rm itt lu n g sb e a m te n  a u sg e ü b t und  den soll.
bei d ieser G elegenheit e in m a l a n  e inen  der A rb e ite r  M e in e  H e rren , von  der R eichsversickerungsan- 
d ie  F ra g e  gerichtet ha t, ob er e in e r bestim m ten  O r ­ s ta lt ist eine ann eh m b are  O ffe rte  fü r  e in  D a r le h n  im  
g an isa tio n  angehöre. B e tra g e  von  10 M ill io n e n  M a rk  e ingegangen . B e i 
M e in e  H e rre n , ich habe b e re its  in  der vorigen  dieser O ffe rte  steht sich die S t a d t  nicht schlechter a ls  
S itzu n g  die E rk lä ru n g  abgegeben, d a ß  diese F ra g e  un- bei B egebung  e in e r A n le ih e ; die T ilg u n g  ist vielleicht 
gehörig  w äre , daß  sie nicht den V orschriften  entspreche. noch e tw as  bequem er. D esh a lb  möchte ich S i e  b itten , 
E s  ist' selbstverständlich ' daß  der be treffende B eam te  da sich der höhere Z in s fu ß  -  4 % %  gegen 4 %  —  
d a ra u f  h ingew iesen  w orden  ist, d aß  in  Z u k u n ft sich durch den K u rsv e rlu s t, d er e in tre ten  w ürde , w enn  eine 
so e tw as  nicht w iederhole. I c h  möchte nochm als die A nle ihe  begeben w ürde , u n g e fäh r ausg leich t, dieser 
E rk lä ru n g  abgeben , d a ß  auch alle an d eren  B e a m te n  V o rlag e  I h r e  Z u s tim u n g  zu geben.
a u fs  strengste d a ra u s  hingew iesen w orden  sind, d aß  
solche A n fra g e n  a n  d ie  A rbeitsuchenden nicht gerichtet Stadtv. Klick: M e in e  H e rren ! Auch m eine  
w erden d ü rfe n . —  Ic h  g laube, d a ß  sich d a m it d ie  A n ­ F re u n d e  w erden der V o rlag e  des M a g is tr a ts  zu ­
frage  des S ta d t v .  Hirsch erled ig t. stim m en , da bei der an d au e rn d en  G eld k n ap p h eit die 
A u fn ah m e  e ines D a r le h n s  im m erh in  besser ist a ls  
Stadtv. Hirsch: M e in e  H e rren ! Nach dieser E r ­ die jetzige B egebung  e in e r A n le ihe . A ber w ir  haben 
k lä rung  des jp e m t B ü rg e rm e is te rs  legen m eine bei dem  Abschluß des V e rtra g e s  doch e in s  zu rügen . 
F re u n d e  au f die w eitere  B e ra tu n g  des A n tra g s  W en n  m an  schon in  Z e ite n  d e r G eldknappheit von 
keinen W e rt. I c h  b itte  S ie ,  zu beschließen, d aß  der einem  P r iv a te n  e in  D a m n u m  n im m t, finden  w ir  d a s  
A n tra g  durch die A ussprache a l s  e rled ig t zu be­ nicht gehörig , u m  so w en iger aber, w enn  eine R eichs­
trach ten  ist. behörde von e iner S ta d tg e m c in d e  ein  D a m n u m  in  
(D ie  V ersam m lu n g  beschließt dem gem äß .) H öhe von 1/2%  u n d  außerdem  noch 1 4 %  bei frü h e re r 
R ückzahlung des D a r le h n s  berechnet.
Vorsteher Dr. Frentzcl: W ir  kom m en n u n m e h r 
zu der vom  M a g is tr a t  a ls  d ring lich  bezeichneten (D ie  V ersam m lu n g  beschließt m it  g ro ß e r M e h r­
Vorlage bctr Aufnahme eines Darlehns von h e it entsprechend dem  vom  B erich te rs ta tte r m itg e te il­
10 Millionen Mark. ten  A n tra g e  des M a g is tr a ts .)
Berichterstatter Stadtv. Jolenberg: M e in e Vorsteher Dr. Frentzel: M e in e  H e rren ! Ic h  teile 
H e rren ! T e r  S ta d tv e ro rd n e te n v e rsa m m lu n g  ist a ls  I h n e n  noch m it, d aß  eine A n frag e  bei m ir  e ingegangen 
dringlich  eine V o rlag e  betreffend A u fn ah m e  e ines ist, d ie fo lgenderm aßen  la u te t:
D a r le h n s  von 10 M ill io n e n  M a rk  zugegangen . D e r  ' D ie  U n terzeichneten  fragen  den M a g is tra t, 
A n tra g  des M a g is tr a ts  la u te t: ob die Absicht besteht, die B a u flu c h tlin ie n  der 
V o n  der fü r  die D u rch fü h ru n g  des B ism arck- S t r a ß e  45  ab zu än d ern , so daß  eine V erzöge­
s traß en u n te rn eh m en s  gen eh m ig ten  12 M ill io n e n -  ru n g  der d ringend  no tw en d ig en  R eg u lie ru n g  
A n le ih e  ist e in  B e tra g  von  10 M ill io n e n  M ark  im  dieser S t r a ß e  entstehen w ürde.
W ege e ines D a r le h e n s  au fzunehm en . D e r  M a g is tra t C h a rlo tte n b u rg , den 9 . A p r i l  1913 .
w ird  zu diesem Zweck erm ächtig t, m it der R eichsver­ A h re n s , B ad e , B o rch ard t, G ebert 
s icherungsanstalt fü r  A ngestellte  e inen  V e r tra g  über un d  noch d re i andere  N am en . Ic h  w erde diese A n ­
d ie  H ergabe e ines m it jährlich 4%%> verzinslichen  frage in  d e r gew öhnlichen W eise behandeln .
D a r le h n s  von  10 M ill io n e n  M a rk  abzuschließen.
F ü r  d a s  D a r le h n  sollen folgende B e d in g u n g en  D a m it  ist die T a g e so rd n u n g  d e r  öffentlichen 
g e lten : S itzu n g  erschöpft.
a) D a s  D a rle h n  w ird  a ls  T ilg u n g sd a r le h n  a u f­ I c h  schließe die öffentliche S itz u n g .
genom m en m it  dem Recht der S t a d t ,  es vo r
der p lan m äß ig en  T ilg u n g  jederze it z u r  Rück- (S c h lu ß  der S itz u n g  7 U h r 35 M in u te n .)
        
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